Hitzschlag beim Hund: erkennen und richtig handeln

Jedes Jahr im Frühjahr und Sommer freuen wir uns über die warmen Tage und steigenden Temperaturen. Für unsere Vierbeiner sind die Sommermonate jedoch weniger angenehm. Bereits ab ca. 22-25°C werden unsere Hunde deutlich weniger körperlich aktiv und suchen freiwillig schattige Plätze oder den kühlen Boden im Haus. Umso wichtiger ist es, dass wir ihnen die Möglichkeiten bieten – auch um einen Hitzschlag beim Hund vorzubeugen.

Hunde können ja bekanntermaßen nicht über die Haut bzw. den Körper schwitzen. Schweißdrüsen sind lediglich an den Pfoten vorhanden und bei der kleinen Fläche kann man sich gut vorstellen, dass das zum Abgeben der Wärme nicht ausreicht. Deshalb regulieren Hunde ihre Körpertemperatur über das Hecheln. Die kalte Luft wird durch die Nase eingeatmet und die warme über die Schnauze aus. Der dadurch verdunstende Speichel auf der Zunge sorgt für Kühlung.

Hitzschlag Hund

Wie kann ich einen Hitzschlag von einem Sonnenstich unterscheiden?

Normalerweise liegt die Körpertemperatur beim Hund bei 37,5° bis 39°C. Bei einem Hitzschlag steigt diese auf über 40°C. Hinzu kommen Kreislaufbeschwerden und der Hund droht auszutrocknen. Das passiert, wenn dein Vierbeiner hohen Temperaturen ausgesetzt ist und er über seinen Abkühlungsmechanismus – das Hecheln – die Wärme nicht mehr schnell genug abgeben kann. Kommt dann noch hohe Luftfeuchtigkeit dazu, wie es bei hohen Temperaturen oft der Fall ist, steigt das Risiko eines Hitzschlages enorm. Ab 43°C Körpertemperatur besteht akute Lebensgefahr! Der Hitzschlag beim Hund betrifft somit den ganzen Körper.

Einen Sonnenstich hingegen bekommt dein Hund, wenn er längere Zeit direkter Sonneneinstrahlung ausgesetzt ist – insbesondere der Kopf und der Nacken. Und dabei ist bereits an den Tagen darauf zu achten, wenn es sonnig ist und ein kühler Wind weht. Das täuscht nämlich enorm – denn auch an solchen Tagen, wenn einem die Temperatur sehr angenehm vorkommt, ist ein Sonnenstich bei deinem Hund möglich. Erste Anzeichen sind dann ein taumelnder Gang oder Gleichgewichtsstörungen. Dabei kann die Körpertemperatur beim Hund noch normal sein.


Was sind die Anzeichen bei einem Hitzschlag beim Hund?

Ihr kennt jetzt den Unterschied zwischen Hitzschlag und Sonnenstich und wir möchten nun auf die Anzeichen eines Hitzschlages genauer eingehen. Weiter unten findet ihr alles Wichtige für die erste Hilfe beim Hund.

▷ Das sind die ersten Anzeichen:

  • dein Hund hechelt sehr stark
  • er ist sehr unruhig
  • er versucht nervös einen kühlen Platz zu finden
  • seine Zunge hängt ungewöhnlich weit heraus
  • sein Hals ist lang gestreckt

▷ Wenn ihr folgende Anzeichen feststellt, wird es kritisch:

  • die Atmung wird schneller und flacher
  • das Herz rast
  • er fängt an zu taumeln
  • dein Hund erbricht sich oder hat Durchfall
  • er hat sehr starken Speichelfluss
  • die Schleimhäute sind hochrot
  • die Körpertemperatur steigt über 40°C

▷ Ein Hitzschlag führt schließlich zum Kreislaufkollaps und das äußert sich wie folgt:

  • dein Hund hat blasse, trockene und eventuell sogar bläuliche Schleimhäute
  • er bekommt Krämpfe und zittert
  • im schlimmsten Fall wird er bewusstlos

Wenn ein Hitzschlag beim Hund nicht umgehend behandelt wird, kann es tödlich für ihn enden. Das will man sich erst gar nicht vorstellen und erleben. Deshalb solltet ihr bereits bei den ersten Anzeichen reagieren und den Hund versuchen abzukühlen.


Welche erste Hilfe ist bei einem Hitzschlag beim Hund wichtig?

Als erste Maßnahme solltet ihr euren Hund sofort in eine kühlere Umgebung bringen. Anschließend sind die weiteren Maßnahmen davon abhängig, ob euer Vierbeiner noch bei Bewusstsein ist oder nicht.

▷ Wenn euer Hund bei Bewusstsein ist:

  • vorsichtig kühlen: Ihr könnt euren Hund auf ein feuchtes Handtuch legen und zusätzlich ein kleines feuchtes Tuch auf den Kopf oder um den Hals legen. Und denkt bitte daran, dass es nicht eiskalt ist, da dies eher belastend für den Kreislauf eures Hundes ist.
  • Pfoten gut anfeuchten: alles langsam und nicht mit eiskaltem Wasser. Arbeitet euch über die unteren Bereiche der Vorder- und Hinterfüsse bis zu den oberen Bereichen der Füsse.
  • Tücher wechseln: die Tücher werden nach einiger Zeit warm. Spätestens alle 10 Minuten solltet ihr diese wechseln.
  • Trinken: euer Hund sollte natürlich auch etwas trinken. Ihr stellt ihm am besten lauwarmes Wasser hin. Er darf soviel trinken wie er möchte, jedoch achtet darauf, dass er das Wasser nicht zu schnell zu sich nimmt.

Nach den erste Hilfe Maßnahmen beim Hund solltet ihr umgehend zu eurem Tierarzt fahren. Am besten kündigt ihr euch schon vorher an, damit direkt gehandelt werden kann, wenn ihr dort ankommt. Außerdem kann euch der Tierarzt weitere Tipps für den Transport geben und euch beruhigen.

Wichtig ist, dass ihr in dieser Situation ruhig bleibt und versucht die Nerven zu behalten. Für den Transport legt ihr euren Hund auf ein nasses Handtuch oder eine Kühlmatte.

Hitzschlag Hund

▷ Wenn euer Hund NICHT bei Bewusstsein ist:

  • Seitenlage: legt euren Hund am besten in die rechte Seitenlage, damit das Herz entlastet wird und ihr weitere Maßnahmen einleiten könnt.
  • Kopf und Hals strecken: genau wie beim Menschen streckt ihr bei eurem Hund vorsichtig Kopf und Hals, damit die Zunge die Luftröhre nicht verschließen kann.
  • wenn euer Hund atmet: vorsichtig mit einem feuchten Handtuch oder einer Kühldecke kühlen
  • wenn euer Hund nicht atmet: Zuerst prüft ihr, ob gegebenenfalls Erbrochenes die Atemwege verstopft. Wenn ja, dann solltet ihr es so gut wie möglich entfernen.
  • Wenn der Hund dann wieder zu atmen beginnt: vorsichtig kühlen (wie oben beschrieben) und direkt zum Tierarzt! Wichtig: wenn euer Hund bewusstlos ist, muss der Transport in der stabilen Seitenlage erfolgen!
  • Wenn er nicht wieder atmet: beginnt umgehend mit der Herzmassage und versucht nicht erst verzweifelt nach dem Puls zu suchen.

Wie führe ich eine Herzmassage beim Hund durch?

Es funktioniert im Prinzip wie bei einem Menschen: mit den Händen einen stoßartigen Druck pro Sekunde auf die Herzregion ausüben. Aber bevor wir das versuchen im Text zu erklären, schaut euch am besten dieses Video an:

stabile Seitenlage und Herzmasssage beim Hund

Eine noch bessere Vorbereitung für den Notfall könnt ihr natürlich durch den Besuch eines Erste Hilfe Kurses für Hundehalter erreichen. Dort lernt ihr auch viele weitere erste Hilfe Maßnahmen. Man hofft ja immer, dass es nicht zu so einer Situation kommt, aber es hilft ruhig zu bleiben, wenn man gut vorbereitet ist. Hier könnt ihr nach einem geeigneten Kurs in eurer Nähe suchen: Erste Hilfe beim Hund.


Auf was muss ich im Sommer bei meinem Hund achten?

Hund im Sommer

Unsere Frieda ist am liebsten am Wasser und am Strand haben wir auch immer einen Sonnenschirm für sie dabei – aber das ist natürlich nicht der Alltag. Normalerweise sollte es auch nicht so schnell passieren, dass ein Hund einen Hitzschlag bekommt.

Es gilt grundsätzlich:

  • wenn sich euer Hund frei bewegen kann
  • wenn er auf schattige und kühle Plätze ausweichen kann
  • wenn er ausreichend Wasser zur Verfügung hat
  • wenn ihr ihm mehr Ruhe gönnt als sonst

… dann kann in der Regel nichts passieren. Deshalb liegt es an euch, es eurem Hund im Sommer so erträglich wie möglich zu machen.

Übrigens: Wie viel ein Hund generell trinken sollte könnt ihr in unserem Artikel Wie viel muss ein Hund trinken? lesen.

Die häufigste Ursache für einen Hitzschlag beim Hund ist übrigens, wenn er im Auto gelassen wird. Auch bei leicht geöffnetem Fenster, reicht die Luftzirkulation nicht aus!

Deshalb: Bitte lasst eure Hunde nicht im Auto!

Auch wenn ihr nur mal für 5 Minuten weg sein wollt. Ihr könnt immer aufgehalten werden und schnell werden 20 Minuten daraus.

In unserem Artikel Hund im Sommer findet ihr eine Tabelle anhand der ihr sehen könnt, wie schnell sich ein Auto im Sommer aufheizt. Außerdem findet ihr dort viele wichtige Tipps, um es euren Vierbeiner bei Hitze so angenehm wie möglich zu machen und so einen Hitzschlag vorzubeugen.

Hier findet ihr alle wichtigen Infos und Tipps zum Thema Hund im Sommer

Trockenfutter oder Nassfutter?

Beim Thema Hundefutter scheiden sich bekanntlich die Geister. Selbst Tierärzte müssen sich nicht immer einig sein. Bei der Debatte zwischen den Anhängern von Trockenfutter und denen von Nassfutter wird das vielleicht am deutlichsten. Gibt es wirklich das eine wahre Alleinfutter? 

Die Frage aller Fragen: Hunde Trockenfutter oder Hunde Nassfutter? Was ist besser für meinen Hund? Wir haben beide Seiten genau unter die Lupe genommen, die Vorteile und Nachteile beider Futterarten abgewogen.

Bist du nicht sicher, was das beste Hundefutter für deinen Hund ist?

Kein Problem! Probiere den FutterCheck aus und du bekommst ein zu 100% kostenloses Probierpaket. So lernst du verschiedene Marken und Futterarten kennen und findest mit Sicherheit das Beste für euch!

Was ist Hunde Trockenfutter?

Trockenfutter besteht, wie der Name schon verrät, aus getrockneten Lebensmitteln und Zutaten. Es wird für alle möglichen Haustiere hergestellt, nicht nur für Hunde. Da es trocken ist, kann es leicht dosiert werden und ist bei kühler Lagerung bis zu 12 Monate haltbar. Du kannst Trockenfutter in festen Stücken (Kroketten, Pellets) oder als Gemische kaufen.

Hunde-Trockenfutter

Hunde-Trockenfutter von Josera – Kimi als Skala 🙂

Trockenfutter durchläuft bei der Herstellung einen besonderen Prozess: Kohlenhydrate werden durch die Erhitzung beim Backen besser verdaulich. In Folge dessen werden Vitamine und Lösungen angereichert. Die Nährstoffe werden ergänzt, sodass die Akzeptanz erhöht wird.

Was versteht man unter Hunde Nassfutter?

Es steckt ja ebenfalls schon im Namen: Nassfutter hat mit mindestens 60% einen sehr hohen Wassergehalt, deutlich höher als beim Trockenfutter. Das ist das Besondere an Nassfutter. Wenn es hochwertig ist, sollte es reich an Energie und Proteinen sein. Und natürlich einen hohen Anteil an rohem Fleisch haben, im besten Fall von nur einer Sorte Fleisch. Aber wozu eigentlich dieser hohe Wassergehalt? Die Idee: Hunde sollen das Futter so einfacher und besser aufnehmen und verarbeiten. Die hohe Feuchtigkeit soll außerdem dafür sogen, dass es intensiver riecht und besser schmeckt. 

Nassfutter ähnelt mehr der ursprünglichen Nahrung von Hunden

Dazu kommt auch, dass Hunde in der Regel nicht viel trinken. Das werdet ihr bei euerm Hund wahrscheinlich auch schon bemerkt haben. Der hohe Feuchtigkeitsgehalt im Nassfutter kann von daher einen großen Teil des Wasserbedarfs eines Hundes abdecken, den er ansonsten von selbst nicht zu sich nehmen würde. Ein weiter Grund, warum dem Futter so viel Feuchtigkeit hinzugegeben wird: Es soll dadurch für ein angenehmes Sättigungsgefühl sorgen, da es so nicht erst im Magen aufquillt.

Hunde Nassfutter

Würden Hunde selbst Nassfutter wählen?

Es wird gesagt, dass Hunde Nassfutter bevorzugen, da es intensiver riecht, besser schmeckt und eher der ursprünglichen Nahrung von Hunden ähnelt.

Vorteile von Hunde Trockenfutter

  • Trockenfutter für Hunde ist kostengünstig
  • Hunde Trockenfutter hat eine lange Haltbarkeit
  • konzentrierter Nährstoffgehalt
  • Zahnstein wird durch Trockenfutter reduziert
  • Hundetrockenfutter ist leicht zu lagern
  • Fast alle Rassen vertragen Hunde Trockenfutter

Die Vorteile von Hundetrockenfutter sind vielzählig. Keine aufwendige Zubereitung ist nötig und es lässt sich sehr leicht portionieren. Und Trockenfutter für Hunde ist bis zu 12 Monate haltbar. Vorausgesetzt, ihr lagert es an einem schattigen Plätzchen, wo es genug Luft gibt. Lagert ihr das Hunde-Trockenfutter in einem beheizten Raum, wird es nicht so lange halten.

Hundetrockenfutter gibt es in allen möglichen Variationen. Diese Abwechslung ist ein großer Vorteil.  Zudem gibt es für Hunde mit Allergien genau angepasste Sorten. Es gibt kaltgepresstes Trockenfutter und immer mehr getreidefreies Hundefutter.

Trockenfutter für Hunde hat natürlich einen gewaltigen Preisvorteil. Dann kommt noch hinzu, dass  man das Futter in größeren Säcken kaufen kann, es leicht transportieren und lange lagern kann.

Vorteile Hunde Nassfutter

Durchschnittlich enthält Dosenfutter viel Fleisch, mehr Fleisch als es zum Beispiel bei Trockenfutter der Fall ist. Jedoch sagen Hundefutter-Etiketten häufig nicht die ganze Wahrheit. Oft verleiten sie mit schwammigen Angaben zu der Annahme, dass das Futter mehr Proteine enthält, als es eigentlich tut. Deshalb ist es um so ratsamer, zu hochwertigen Produkten zu greifen.

  • Intensiverer Geruch und Geschmack
  • Hunde nehmen durchs Futter Flüssigkeit auf
  • Hoher Fleischanteil
  • Sehr leicht zu verdauen

Ein weiterer Vorteil von Nassfutter für Hunde ist, dass es in praktischen Konservendosen kommt. Der Prozess ist wichtig: Die Zutaten werden erst abgefüllt und gegebenenfalls zerkleinert, bevor sie in einem Autoklaven (eine Art industrieller Schnellkochtopf) erhitzt werden. Das Hunde Nassfutter wird so zum einen haltbarer gemacht, zudem werden Bakterien und Keime durch diesen Prozess abgetötet.

Besonders gut ist Nassfutter für Hunde, die wenig trinken. Ein guter Flüssigkeitsausgleich wird so geschaffen. Bei älteren Hunden ist Nassfutter übrigens besonders ratsam. Denn desto älter Hunde werden, desto weniger trinken sie allgemein.

Hundefutter

Hunde können ganz schön verfressen sein – aber trinken nicht genug

Aber der größte Vorteil von Nassfutter ist wohl ein anderer. Hast du mal deinem Hund Nassfutter gegeben? Dann wirst du vielleicht mitbekommen haben, wie sich deine Fellnase nur so drauf gestürzt hat! Das liegt wohl am intensiven Geruch, der von Menschen eher weniger appetitlich wahrgenommen wird. Geschmäcker sind natürlich verschieden, und nicht alle Hunde bevorzugen Nassfutter. Doch es scheint so, als würden es die meisten tun. Auch bei unserem (Home)Office-Labrador Frieda ist das sehr deutlich zu sehen. Sie hat eigentlich ein sehr ruhiges und mildes Gemüt, aber auf Nassfutter stürzt sie drauf sich wie wild.

Nachteile Hunde Trockenfutter

Zu den häufigsten Allergieauslösern bei Hunden gehört Getreide, was in den meisten Trockenfuttern in recht hohem Maße enthalten ist. Das hat damit zu tun, dass Getreide eine sehr kostengünstige Zutat ist.

Ein weiterer Nachteil von Trockenfutter ist nunmal der sehr geringe Wassergehalt. Ja, es ist super leicht zu lagern und zu dosieren, aber Trockenfutter wird von vielen Hunden nicht gut aufgenommen. Weshalb immer mehr Menschen ihr Trockenfutter vorher einweichen. Das ist auf jeden Fall ein Weg, oder ein Kompromiss, um die Stärken beider Futterarten zu kombinieren. Das Futter wird so leichter verdaut, ohne dass es schwieriger zu dosieren ist.

Nachteile Hunde Nassfutter

Nassfutter ist schwieriger aufzubewahren als Trockenfutter, und nicht so lange haltbar. Einmal geöffnet, muss das Futter in den Kühlschrank und zügig aufgebraucht werden. Es ist außerdem nicht so leicht zu transportieren, wenn man zum Beispiel in den Urlaub fährt. Und dann ist es natürlich auch teurer in der Anschaffung.

Ein weiterer Nachteil gegenüber Trockenfutter ist die Dosierung. Generell müssen Hunde deutlich mehr Nassfutter als Trockenfutter essen, um ähnlich satt zu werden. Insbesondere bei größeren Rassen kann das ganz schön ins Geld gehen! Natürlich umso mehr, desto hochwertiger das Produkt ist. Und wir alle wollen ja unserer Fellnase nur das Beste geben!

Durch den sehr hohen Wassergehalt im Nassfutter kann es durchaus bei Hunden zu Durchfall kommen. Das legt sich in den meisten Fällen aber wieder schnell und tritt wenn überhaupt meistens am Anfang der Gewöhnungsphase auf.

Getreidefries Trockenfutter / Getreidefreies Nassfutter

Getreidefreie Ernährung von Hunden liegt derzeit stark im Trend – zu Recht!  

Ein zu hoher Gehalt an Kohlenhydraten im Futter kann sich schlecht auf die Verdauung des Hundes auswirken. Allgemein gilt getreidefreies Hundefutter als äußerst leicht zu verdauen. Auch ist der Fleischanteil höher – trocken oder nass – was wiederum dazu führt, dass es Hunden generell besser schmeckt.

Hunde sind nicht gerade bekannt dafür, dass sie viel trinken. Um so besser, wenn sie über die Nahrung Flüssigkeit aufnehmen können. Bei getreidehaltigen Produkten nimmt der Hund weniger Flüssigkeit auf, auch weil der Fleischanteil niedriger ist. Denn im saftigen Fleisch steckt viel Wasser!

Der wohl größte Nachteil von getreidehaltigem Nassfutter oder Trockenfutter ist, dass einige Getreidesorten Gluten (Kleber) enthalten. Hunde können aber eine Glutenintoleranz (Zöliakie) haben oder entwickeln. Getreidesorten, die kein Gluten haben sind Mais und Reis, zum Beispiel.

Hunde Nassfutter

Bei getreidefreiem Hundefutter dauert der Fressvorgang länger, was ebenfalls gut für die Verdauung ist. Wenn es einen Nachteil gibt, dann ist es der Preis. Herkömmliches Futter ist natürlich billiger, weil Getreide für die Produzenten nur wenig kostet.

Aber tatsächlich habe ich auch schon von Fällen gehört, in denen Hunde wiederum auf getreidehaltige Nahrung angewiesen sind, und getreidefreies Futter nicht vertragen.

Hunde Trockenfutter Empfehlungen:

  • Bosch HPC Adult mit frischem Lachs & Kartoffel ist ein Hundetrockenfutter für ausgewachsene Hunde aller Rassen. Lachs ist nicht nur eine super Proteinquelle für Hunde, sondern enthält auch ordentlich Omega 3! Mit diesem Futter werden sehr viele Nährstoffe abgedeckt und es eignet sich auch für ernährungssensible Hunde.
  • MAC’s Mono Pferd wurde speziell für allergieanfällige Hunde entwickelt. Die Grundlage ist eine Fleisch-/Fischsorte als Proteinlieferant und Kartoffel als Kohlehydrat-Lieferant. Diese Kombination mit Leinsamen und Seealgenmehl sorgen für eine ausgewogene Ernährung und gleichzeitig für ein besonderes Geschmacksvergnügen für Ihren Hund:
  • Rinti MAX-I-Mum Rind ist ein Trockenfutter mit hohem Fleischgehalt. Es wird mit 65% frischem Fleisch und frischen Innereien zubereitet. Dies entspricht über 90% der eingesetzten Fleischmaterialien. So kann der natürliche Fleischgeschmack gefördert und die Nahrungsverwertung unterstützt werden.
  • Lifelong von Amazon ist für Hunde mittelgrosser und grosser Rassen konzipiert und kommt ohne Getreide aus. Wie auch beim Menschen, kann eine glutenfreie Ernährung bei Hunden von Vorteil und verträglicher sein. Das Futter enthält keinerlei künstliche Farbstoffe, Geschmacksstoffe oder Konservierungsstoffe.
  • Belcando Mix It GF Ergänzungsfutter ist ein Trockenfutter für Hunde zur Ergänzung bei Fleischfütterung & Barf. Wenn ihr eurem Hund nur Fleisch gibt, aber nicht ganz sicher seit, ob das reicht, dann ist dieses Produkt ideal.
  • Josera Hundefutter besticht allgemein durch seine Vielseitig. Hier findest du für jedes Alter und Rasse etwas genauestens Abgestimmtes in unterschiedlichsten Geschmacksrichtungen!
  • Irish Pure Adult Atlantik-Lachs mit Kelp-Alge & Gemüse – Ein hypoallergenes (für Hunde mit Allergien) Trockenfutter für Hunde aller Rassen mit hohem Fleischanteil. Kartoffeln aus Irland versorgen den Hund mit genügend Kohlenhydraten, die Kelp-Alge verfeinert, unterstützt unterstützt eine gesunde Verdauung und stärkt das Immunsystem.
  • Wolfsblut Cold River Adult. Ebenfalls mit Lach und leicht verwertbaren Kohlehydraten. Das Omega 3 im Fisch ist gut für Haut und Fell des Hundes.

Hunde Nassfutter Empfehlungen:

  • Tackenberg Hundefutter, Nassfutter für Hunde (Ente + Hirse + Spinat). Dieses ausgewogene Nassfutter ist getreidefrei und mit Entenfleisch, das voller Zink und B-Vitamine steckt. Das ist gut für die Abwehrkräfte und einen funktionalen Stoffwechsel.
  • Pedigree Junior Hundenassfutter für Welpen im Portionsbeutel – Hundefutter in Gelee mit wichtigen Vitaminen & Mineralstoffen zur Stärkung des Immunsystems bei Welpen und Kalzium für starke Knochen.
  • Belcando Super Premium – Alleinfutter für alle Rassen. Mit Lachs, Amaranth & Zucchini. Lachs hat einen sehr hohen Gehalt an Omega-6 Fettsäuren, die super für die Fell- & Hautgesundheit deines Hundes sind!
  • Nassfutter für Hunde auf Insekten-Basis – die Alternative für umweltbewusste Hundehalter. Ein Hundefutter ohne Fleischanteil, Insekten dienen als nachhaltige Protein-Quelle zur Entlastung der CO²-Bilanz.
  • Rinti Rind, 12er Pack (12 x 800 g), ohne Formfleisch, ohne tierische Nebenerzeugnisse oder  Soja. Zusätzlich angereichert mit Vitaminen und viel Zink.
  • Tundra Hundefutter Nassfutter mit Lamm – eine sehr gute Mischung aus frischem Fleisch, Obst und Gemüse!

Hunde Trocken oder Nassfutter – Was ist denn jetzt besser?

Wie du es wahrscheinlich schon geahnt hast, lässt sich diese Frage gar nicht so klar beantworten. Beide Futterarten haben gegenüber der anderen jeweils entscheidende Vorteile. Am Ende kommt es einfach immer wieder darauf an, was dein Hund besser verträgt und in welcher Lebensphase er sich befindet. Einem älteren Hund Trockenfutter zu geben, tut ihm keinen Gefallen, selbst wenn es getreidefrei ist.

Was soll denn nun in den Fressnapf?

Halbfeuchtes Hundefutter: Ist ein Kompromiss vielleicht die Lösung?

In den Sommermonaten entscheiden sich viele Hundehalter zu einer gemischten Fütterung. Das heißt: Dem Hund wird am Morgen Nassfutter gegeben und abends Trockenfutter, wenn es schon etwas kühler ist. So geht man sicher, dass der Hund genug Flüssigkeit aufnimmt, wenn er ansonsten nur Trockenfutter zu sich nimmt. Zudem dauert so der Fressvorgang länger, was gut für die Verdauung ist.

Ein Mix aus Trocken- und Nassnahrung scheint die Nachteile der beiden Futterarten gut auszugleichen. Wie gesagt, deckt Nassfutter den Flüssigkeitsbedarf besser und – da kann man sich wirklich festlegen – schmeckt ihm auch besser. Hunde wissen eine abwechslungsreiche Ernährung oft zu schätzen. Außerdem führt eine vielfältige Zusammensetzung einer gemischten Fütterung dazu, dass der Hund definitiv alle nötigen Nährstoffe erhält.

Hunde brauchen ebenso wie Menschen meist eine ausgewogene Ernährung. Sie sollte im besten Fall abwechslungsreich sein und muss dem Hund schmecken. Der Hund sollte immer mit Mineralstoffen, Eiweißen und Vitaminen versorgt werden. Das ist die Hauptsache. Achtet immer darauf, dass das Futter hochwertig ist – ob Trockenfutter oder Nassfutter – und dass Monoproteinquellen genutzt werden. Das heißt: Eine einzige Tierart ist die Proteinquelle dieses Futters .

Und man darf nicht vergessen: Häufig müssen Hunde aus gesundheitlichen Gründen auf ein Alleinfuttermittel wechseln. Bei der gemischten Fütterung geht man somit kein Risiko ein, da sich der Hund dann sehr schnell an die Umstellung gewöhnen kann. 

Hund im Sommer: alle wichtigen Infos & viele nützliche Tipps

Bereits im Frühjahr, wenn es die ersten schönen Tage gibt und die Temperaturen noch milde sind, macht es bereits viel mehr Spaß lange Spaziergänge mit dem Hund zu unternehmen. Doch wie ist es mit einem Hund im Sommer, wenn es deutlich wärmer wird?

Der Sommer ist für viele die schönste Jahreszeit, aber unseren Vierbeinern können die hohen Temperaturen während der sogenannten „Hundstage“ schon mal sehr zu schaffen machen.

„Als Hundstage werden umgangssprachlich in Europa die heißen Tage im Sommer, genauer in der Zeit vom 23. Juli bis zum 23. August, bezeichnet.“ Quelle: Wikipedia

Hund im Sommer

Für Frieda ist es am Strand am Schönsten und damit es ihr auch dort gut geht, haben wir immer einen Sonnenschirm für sie dabei. Aber diese Tage sind natürlich nicht die Regel in unserem Alltag und damit es unseren Hunden auch zu Hause bei hohen Temperaturen gut geht, können wir einiges tun. Alles Wichtige zum Thema „Hund im Sommer“, auf was ihr besonders acht geben solltet und viele Tipps, findet ihr in diesem Artikel


Die Themen im Überblick

● Können Hunde schwitzen?
● Hitzschlag beim Hund erkennen
● Hund nicht im Auto lassen
● Wichtig: Fellpflege im Sommer
● Wie kann ich meinen Hund abkühlen?
● Tipps für zu Hause
● Tipps für’s Gassi gehen
● Tipps für unterwegs
● Hundeeis und weitere kühle Leckereien


Können Hunde schwitzen?

Bevor wir zu den vielen Tipps kommen, ist es gut zu wissen, was bei hohen Temperaturen im Körper unserer Hunde so vorgeht. Da stellt sich gleich die Frage: Können Hunde überhaupt schwitzen? Im Gegensatz zu uns Menschen können Hunde nicht über die Haut schwitzen. Was jedoch nicht heißt, dass sie keine Schweißdrüsen haben. Allerdings befinden sich diese nur an den Pfoten und reichen auf der kleinen Fläche nicht aus, um den Körper entsprechend runter zu kühlen. Deshalb regulieren eure Vierbeiner ihre Körpertemperatur zum großen Teil über die Zunge, was sich durch Hecheln äußert.

Und das passiert beim Hecheln: die kalte Luft wird durch die Nase eingeatmet und die warme über die Schnauze aus. Der dadurch verdunstende Speichel auf der Zunge sorgt für Kühlung. Ihr müsst euch deshalb erstmal keine Sorgen machen, wenn euer Hund viel hechelt – übrigens bis zu hundertmal schneller als bei normaler Atmung. Dadurch kann er sich einfach besser abkühlen. Kritischer wird es, wenn das Hecheln sehr stark zunimmt und ein Hitzschlag droht.


Wie erkenne ich einen Hitzschlag bei meinem Hund?

Wenn dein Hund sehr hohen Temperaturen ausgesetzt ist und er durch das Hecheln nicht mehr genug Wärme abgeben kann, ist die Gefahr sehr groß, dass es zu einem Hitzschlag bei deinem Hund kommt. Die normale Körpertemperatur beim Hund liegt zwischen 37,5°C und 39°C – bei einem Hitzschlag steigt diese über 40°C und dein Hund bekommt enorme Kreislaufprobleme und droht auszutrocknen.

Das sind die ersten Anzeichen für eine Überhitzung:

  • sehr starkes Hecheln
  • dein Hund ist sehr unruhig
  • er versucht nervös einen kühlen Platz zu finden
  • seine Zunge hängt ungewöhnlich weit heraus
  • sein Hals ist langgestreckt

Kritisch wird es wenn:

  • die Atmung schneller und flacher wird
  • sein Herz rast
  • er anfängt zu taumeln
  • er sich erbricht oder Durchfall hat
  • er sehr starken Speichelfluss hat
  • die Schleimhäute hochrot sind
  • seine Körpertemperatur über 40°C ist

Spätestens jetzt ist höchste Alarmbereitschaft angesagt und ihr solltet umgehend einen Tierarzt aufsuchen. Für den Transport helfen kühle Tücher am Bauch – aber denkt daran, dass sie nicht eiskalt sind!

In unserem Artikel Hitzschlag beim Hund findet ihr weitere wichtige Informationen und Tipps für die erste Hilfe beim Hund, wenn er einen Hitzschlag hat.

Damit es erst gar nicht so weit kommt, versucht ihr am Besten schon vorher es eurem Hund so erträglich wie möglich zu machen. Viele Tipps dafür findet ihr weiter unten.


Auf keinen Fall den Hund im Auto lassen

Noch ein Thema, was uns sehr am Herzen liegt bevor wir zu den vielen Tipps kommen: Hund bei Hitze im Auto lassen ist ein absolutes No-Go! Eigentlich ist es hinlänglich bekannt, dennoch liest man immer wieder von Fällen, in denen Hundebesitzer die Situation unterschätzen. Deshalb:

❗️Lasst eure Hunde bei sommerlichen Temperaturen nicht im Auto ❗️

Bereits im Frühjahr, wenn die Sonne scheint, heizt sich das Auto unglaublich schnell auf und auch bei leicht geöffnetem Fenster reicht die Luftzirkulation nicht aus. Schon bei 20°C in voller Sonne kann sich das Auto innerhalb einer Stunde auf fast 50°C aufheitzen.

Der Wissenschaftler Dr. Andrew Grundstein der University of Georgia hat die Hitzebildung im geschlossenen Auto untersucht und das sind die Ergebnisse:

Temperatur im Auto

Quelle: Dr. Andrew Grundstein, University of Georgia in: American Meteorological Society, 2010

30°C sind für Hunde bereits kritisch, da dann die Regulierung durch das Hecheln nicht mehr ausreicht und bei 40° C besteht akute Lebensgefahr! Damit es erst gar nicht zu so einer schlimmen Situation kommt, sollte euch euer Vierbeiner immer an der frischen Luft begleiten. Wenn dies nicht möglich ist, plant eure Erledigungen so ein, dass der Hund zu Hause bleiben kann.

Und noch eine Bitte: achtet auch auf geparkte Autos in eurer Umgebung. Wenn sich dort ein Hund befindet, wird er in seiner Not bellen oder auch heulen. Am besten sucht ihr euch einen Zeugen und versucht dem Hund zu helfen und idealerweise den Besitzer ausfindig zu machen. Wenn das nicht möglich ist, ruft bitte die Polizei oder Feuerwehr!


Wichtig: Fellpflege im Sommer

Egal ob kurzes oder langes Fell – oft wird gedacht, dass es Hunde mit dickem oder langen Fell im Sommer noch schwerer haben. Aber wie oben schon erwähnt, schwitzen Hunde nicht über die Haut und die Natur hat das clever eingerichtet und sorgt mit dem Fellwechsel im Frühjahr und Herbst für gutes Klima.

Was wir jedoch tun können, damit das Fell seine natürliche Funktion gut erfüllen kann, ist die Fellpflege. Regelmäßiges Bürsten um lose Unterwolle zu entfernen ist enorm wichtig – egal ob beim Fellwechsel im Frühjahr oder Herbst. So kann es nicht verfilzen und der natürliche Schutz-Mechanismus des Hundefells bleibt im Gleichgewicht.

➩ Was ihr alles bei der Fellpflege und insbesondere beim Bürsten eures Hundes wissen müsst, lest ihr in unserem Artikel Hund richtig bürsten – alle wichtigen Infos und viele Tipps.


Wie kann ich meinen Hund abkühlen?

Hund im Sommer

Wasser ist das Schönste für Frieda und wir versuchen bei unseren Gassirouten im Sommer meistens eine Strecke auszusuchen, auf der es eine Badestelle gibt. Aber auch schon zu Hause ist alles ein wenig anders im Sommer und Frieda sucht bei höheren Temperaturen nach kühleren Plätzen. Das zeigt sich zum Beispiel auch darin, dass sie lieber auf dem nackten Boden liegt, anstatt in ihrem Körbchen. Umso schöner ist es, wenn wir zusätzlich kühlere Ruheoasen für unsere Vierbeiner schaffen, denn sie wechseln in diesen Tagen öfter den Ruheplatz.

Was ihr außerdem noch alles tun könnt, damit es euren Hunden in der heißen Jahreszeit gut geht, findet ihr hier in unseren Tipps rund um euren Alltag:

▷ Tipps für zu Hause:

  • Ausreichend Wasser bereitstellen: Hunde sollten bei höheren Temperaturen viel Wasser zu sich nehmen. Am Besten an mehreren Stellen zu Hause frisches Wasser bereitstellen. Übrigens: Wie viel ein Hund generell trinken sollte könnt ihr in unserem Artikel Wie viel muss ein Hund trinken? lesen.
  • Kalte Liegeplätze: Hunde bevorzugen in diesen Tagen den nackten Fußboden (Stein- oder Fließenböden sind schön kühl). Wenn ihr Teppich zu Hause habt, könnt ihr zum Beispiel mit einer Kühlmatte für Hunde (Kühldecke) für Abkühlung sorgen. Auch ein kaltes Handtuch als Unterlage ist hilfreich. Wichtig: Auf keinen Fall ein nasses Handtuch über den Hund legen – dann entsteht Stauwärme!
  • kühlende Weste: ihr könnt auch eine Kühlweste für euren Hund nutzen. Das ist sicher nicht für jeden Hund etwas und man muss ihn unter Umständen erstmal daran gewöhnen.
  • Fell bürsten: Damit das Fell eures Hundes besser durchlüftet und lose Unterwolle entfernt wird, ist es sehr hilfreich den Hund regelmäßig zu bürsten. Wir nutzen während des Fellwechsels bei Frieda den FURminator zur Entfernung der Unterwolle. Noch mehr Infos und viele Tipps zum Thema Hund bürsten findet ihr hier.
  • Ruhe gönnen: euer Hund wird bei warmen Temperaturen mehr schlafen und dösen. Gönnt ihm diese Ruhe.
  • Kleinere Mahlzeiten am Tag: versucht das Futter auf mehrere kleinere Mahlzeiten am Tag zu verteilen. Der Körper hat schon einiges mit der Hitze zu tun und wenn der Bauch zu voll ist, kann es schon mal sehr anstrengend für euren Hund werden.
  • Wasserschlauch: Ihr habt einen Garten und eurer Hund ist verrückt nach Wasser? Prima, dann nutze ihn zum Abkühlen und gönne deinem Hund einen Schauer für zwischendurch. Wenn dein Hund das nicht mag oder sogar Angst davor hat, dann kannst du seine Beine mit den Händen nass machen.
  • Hundepool: Ja es gibt auch Planschbecken für Hunde, die für jede Menge Abkühlung und Spaß sorgen. Und da es sie in verschiedenen Größen gibt, sind sie bestens für Garten und Balkon geeignet. Wir haben diesen faltbaren Hundepool getestet und unsere Frieda hat ihn für gut befunden.

➩ Wenn ihr noch nach weiteren coolen Spielzeugen fürs Wasser sucht, schaut mal in unserem Artikel Wasserspielzeug für Hunde vorbei.

  • Schatten: Sorge für ausreichend Schatten durch einen Sonnenschirm oder ein Sonnensegel.

❗️besser nicht:

  • Nasenarbeit: Wie oben schon erwähnt, ist die Nase gerade im Sommer und bei warmen Temperaturen mehr beschäftigt als üblich. Ein zusätzliches Suchen ist in dieser Zeit nochmal anstrengender und führt zum Anstieg der Körpertemperatur beim Hund, was er dann wieder übers Hecheln ausgleichen muss.

▷ Tipps für’s Gassi gehen:

  • kleinere Gassirunden früh oder spät: Wenn es sehr heiß ist, sind kürzere Gassirunden absolut ausreichend. Und diese am besten morgens sehr früh und am späteren Abend.
  • Schattenrunde: versucht eure Gassirouten so einzuplanen, dass ihr möglichst viel Schatten habt. Wer die Möglichkeit hat, geht am besten in den Wald – dort ist es auch bei großer Hitze sehr gut aushaltbar.
  • Gassirunde am Wasser: Wenn ihr auf euren Routen kleine Badestellen oder Bäche habt, umso besser. Die Wasserratten unter euren Hunden werden nicht lange warten und reinspringen. Wichtig: Denkt bitte daran genügend Pausen einzulegen, um den Hund nicht zu überanstrengen. Bei der ganze Freude über das kühle Nass, wird auch mal viel Wasser geschluckt, was in großen Mengen nicht gesund ist.

Übrigens findet ihr in unserer App Dog’s Places Badestellen und Hundestrände in eurer Nähe.

  • Für wasserscheue Vierbeiner: Beine und Bauch anfeuchten bevor ihr losgeht. Aber achtet darauf, dass das Wasser nicht eiskalt ist.
  • Asphalt vermeiden: Jeder kann sich vorstellen wie es sich anfühlt wenn man im Hochsommer barfuß auf dem Asphalt laufen würde. Euren Hunden tut es ebenfalls nicht gut. Auch wenn sie es gewohnt sind barfuß zu laufen, kann das im Sommer extrem schmerzhaft werden. Unser Tipp: lege deine Hand für ein paar Sekunden auf den Asphalt. Wenn es dir keine Schmerzen bereitet, ist es auch für den Hund in Ordnung.
  • Langsam gehen: Ein schneller Schritt fällt bei großer Hitze sogar uns Menschen schwer. Euer Hund wird es euch danken, wenn ihr es gemütlich angehen lässt.

❗️besser nicht:

  • Sport: Wir können nur davon abraten bei hohen Temperaturen Sport mit dem Hund zu machen. Durch die Überanstrengung bei Hitze kann auch der Hund einen Hitzschlag bekommen.

Wenn ihr generell mehr zum Thema „Sport mit Hund“ wissen möchtet, schaut in dem Artikel „Meine Tipps für Sport mit Hund“ von Sabrina vorbei. Dort gibt es alle Infos zu Hundesportarten, Ausrüstung für den Hund und Trainingstipps.


▷ Tipps für unterwegs:

  • Autofahren mit Sonnenschutz: achtet darauf, dass euer Hund auch im Auto vor direkter Sonneneinstrahlung geschützt ist. Dafür gibt es Sonnenblenden, die man einfach und praktisch an der Scheibe befestigen kann.
  • Von unten kühlen: auch im Auto ist eine Kühlmatte für einen Hund oder ein feuchtes Tuch als Unterlage sehr hilfreich.
  • Ausreichend Wasser: achtet auch unterwegs darauf, dass ihr immer genug Wasser dabei habt. Zum Trinken eignet sich sehr gut ein faltbarer Hundenapf. Es gibt auch tolle Trinkflaschen mit integriertem Napf.

❗️auf keinen Fall:

  • Hund im Auto: Lasst eure Hunde bei sommerlichen Temperaturen niemals im Auto!

Habt ihr noch weitere Tipps für den Sommer? Dann schreibt uns gerne an feedback@dogsplaces.de oder hinterlässt einen Kommentar und diesem Artikel.


Hundeeis und weitere kühle Leckereien:

Hund im Sommer Hundeeis

Hunde lieben Eis, aber das leckere aus der Eisdiele ist natürlich nicht gut für unsere Hunde, weil zu viel Zucker enthalten ist. Aber ihr könnt zu Hause schnell und einfach das Hundeeis selber machen.

▷ Hier ein paar Ideen für Hundeeis:

  • Quark mit klein geschnittener Fleischwurst
  • Naturjoghurt mit Haferflocken, etwas Öl
  • körniger Frischkäse mit Leberwurst
  • Quark mit zerdrückter Banane, etwas Honig

Wenn ihr euch für eine Zusammenstellung entschieden habt, alles gut vermischen und  entweder einen Kong damit befüllen oder spezielle Eisformen. Die kleinen Portionen aus der Form könnt ihr eurem Hund zwischendurch zum Naschen und Abkühlen geben. Übrigens, wenn euer Hund Nassfutter bekommt, könnt ihr auch das im Kong einfrieren.

Unser Tipp: Die Eisschleckerei gebt ihr am besten auf dem Balkon oder im Garten. Ihr könnt euch sicher vorstellen, dass es beim Schmelzen eine kleine Sauerei geben kann. Und denkt daran, es ist nur eine kleine Abkühlung – was bedeutet kleine Portionen geben. Eine große Menge Eis kann tatsächlich zu einer Entzündung im Rachenbereich führen.

▷ Weitere kühle Leckereien:

  • Wurstwasser: das könnt ihr auch sehr gut in einer Silikon-Eisform einfrieren und eurem Hund portionsweise zum Schlecken geben.
  • Wassermelone: Frieda liebt Wassermelone. Entweder sie bekommt ein Stück ohne Schale aus der Hand oder wir pürieren etwas Wassermelone und frieren es ebenfalls in den tollen Eisformen ein.

Habt ihr noch weitere Tipps und Ideen für kühle Leckereien die ihr eurem Hund im Sommer gibt? Schreibt uns gerne an feedback@dogsplaces.de oder hinterlässt einen Kommentar und diesem Artikel.

8 einfache Tipps, um mit deinem Hund nachhaltig zu leben

Ich bemühe mich generell, ein nachhaltigeres Leben zu führen. Natürlich habe ich auch daran gedacht, als ich Kimi adoptiert habe und mich gefragt: Wie funktioniert ein ökologisch verantwortliches Leben mit einem Hund?

Angefangen bei den Grundlagen: Wenn mein Hund 2-4 Mal am Tag sein Geschäft verrichtet, kann ich seine Hinterlassenschaften auch aufsammeln, ohne die Welt mit Plastik zu überfluten?

In diesem Artikel geht es also um die Nachhaltigkeit beim Leben mit dem Hund und ich gebe dir einige nützliche Ideen, wie du den ökologischen Fußabdruck mit deinem Hund verringern kannst. Obwohl das bestimmt nicht alle Möglichkeiten sind und selbst ich nicht immer alles davon 100% umsetze (bzw. umsetzen kann), ist es wahrscheinlich wie immer: Man muss die richtige Balance finden, um das Leben mit dem Hund genießen zu können, aber gleichzeitig der sozialen Verantwortung gerecht zu werden. Ich hoffe, dieser Artikel wird auch dir helfen, deine Balance zu finden.

Meine Grundsätze: Nachhaltig, fair, ohne Tierversuche, regional

8 praktische Ideen zur Reduzierung des ökologischen Fußabdrucks mit unserem Hund

1. Kann ein Hundekotbeutel biologisch abbaubar sein?

Eines meiner ersten Anliegen war, den Plastik-Verbrauch auch als Hundehalter so weit wie möglich zu reduzieren. Wir wohnen in einer Großstadt, wo der Hundekot  selbstverständlich aufgesammelt werden muss. Das heißt, im Prinzip fallen 3-5 Plastiktüten pro Tag pro Hund an.

Der gute Nachricht ist, dass die Lösung für dieses Problem viel einfacher ist, als ich am Anfang dachte: Zum Glück sind wir natürlich nicht die einzigen, die sich diese Gedanken machen und es gibt viele tolle Firmen, die sich auf nachhaltige Lösungen für Hundebesitzer spezialisiert haben. Das hier sind ein paar Alternativen zum Plastik-Kotbeutel:

  • Kompostierbare Hundekotbeutel: Diese Beutel sehen aus wie „normale“ Kotbeutel, sind aber 100% pflanzlich und deswegen auch kompostierbar. Hier müsst ihr darauf achten, dass sie wirklich 100% biologisch abbaubar sind. Es gibt nämlich leider auch viele Produkte auf dem Markt, die zwar als „kompostierbar“ vermarktet werden, aber doch aus Stärke und Kunststoff bestehen. Das macht die Produkte zwar günstiger, aber eben nicht 100% nachhaltig. Die Kotbeutel, die ich am häufigsten verwende, sind von The Sustainable People oder von Green Maker. 100% Kompostierbar, feuchtigkeitsbeständig, einfach online bestellbar und haben noch dazu ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis.
  • Hundekotbeutel aus Papier: Noch besser für die Abbaubarkeit ist Papier. Hier kommen nach und nach neue Alternativ wie PooPick, die Idee von einem Startup aus Braunschweig. Es besteht aus einer kleine Kartonbox, die es ermöglicht, den Kot zu sammeln, ohne ihn anfassen zu müssen. Das war vorher mit Papier-Beuteln immer etwas schwierig. Die Idee ist toll, aber auch etwas teurer als die oben genannten biologisch abbaubaren Beutel. Auf jeden Fall sind die Papier-Kotbeutel aber eine Option für alle Hundebesitzer, die so wenig Plastik wie möglich verwenden wollen.

Kompostierbare Hundekotbeutel

2. Upcycled Hundezubehör

Man kann Plastik nicht immer zu 100% vermeiden, aber man kann mindestens versuchen, so wenig neuen Abfall zu erzeugen wie möglich. Eine gute Möglichkeit dafür sind „Second Hand“- oder sogenannte „Upcycling“-Produkte. Upcycled Produkte sind neue Objekte, die durch Wiederverwendung oder Recycling von weggeworfenen Objekten hergestellt werden. Glücklicherweise entscheiden sich immer mehr Kleinunternehmer für diesen Weg, denn dadurch entstehen wirklich tolle und nachhaltige Produkte:

  • Ropes Upcycled: ist ein deutsches Kleinunternehmen, dass alte Kletterseile upcycled, um daraus wunderschöne Hundeleinen und Halsbänder zu machen.  Alles ist handgearbeitet und mit Liebe produziert. Auch der Hundespielball von Ropes Upcycled ist ein tolles Spielzeug für den Vierbeiner. Definitiv eine meiner Lieblings-Upcycling-Firmen in Deutschland.
  • Absurd Upcycled Neopren Halsbänder: Die Absurd Halsbänder aus upcycled Taucherneopren sehen nicht nur cool aus, sondern sind auch ein sehr bequemes Halsband. Darüber hinaus spendet Absurd 50 Cent pro Halsband für den Schutz der Ozeane.
  • Ready4fire: Dummies, Futterdummies und Beißwürste aus upcycled Feuerwehrschläuchen. Sehr robustes Material, optimal für größere Hunde. Pluspunkt: Alle Produkte sind mit witzigen Sprüche verziert.

3. Alternative für Plastik-Hundespielzeuge

Plastik ist nicht nur schädlich für die Umwelt, in großen Mengen kann es auch für unsere Hunde ungesund sein. Deswegen versuche ich immer mehr, Produkte zu finden, die eine Alternative zum typischen Plastik-Hundespielzeuge darstellen. Bis jetzt sind diese meine Lieblinge:

  • BecoBall und BecoBone: Ähnlich wie Kong-Spielzeug, jedoch frei von schädlichen Chemikalien. Wie bei den Kongs könnt ihr auch diese Spielzeuge mit Leckerlies befüllen und den Hund ziemlich lange damit beschäftigen. Außerdem sind die Beco-Produkte aus natürlichem Reisspelzenkautschuk hergestellt und frei von toxischen Inhaltsstoffen.
  • Hirschgeweih für Hunde: Wenn euer Hund unbedingt etwas kauen möchte, kann ich euch Hirschgeweihe empfehlen: Wir haben Kimi eins für den Zahnwechsel gekauft und es war unsere Rettung. Es splittert nicht wie Holzbeißer und beschäftigt das Tier echt lange. Auf jeden Fall ist das Material extrem hart, daher empfehle ich euch, den Hund im Auge zu behalten und zu prüfen, ob er das Hirschgeweih wirklich genießt und sich nicht ausversehen doch daran verletzt werden.
  • Moon Ball und Galaxy Disc von Hevea: Diese Spielzeuge sind aus Naturkautschuk gemacht, sehr robust und auch für größere Hunde geeignet. Der Galaxy Disc schwimmt sogar auf dem Wasser, ist also ein super plastikfreies Spielzeug für die Wasserratten unter unseren Hunden.

4. Kleine Unternehmen unterstützen

Das ist auch etwas, dass nach und nach immer mehr versuche: Kleine Unternehmen, im Idealfall sogar aus der gleichen Region, zu unterstützen. Ich finde, es gibt viele kleine Firmen, die super kreative Produkte herstellen und dabei auch faire Arbeitsbedingungen und hohe Qualität sicherstellen können. Leider finden wir diese Produkte selten in großen Einkaufszentren, aber heutzutage ist ja zum Glück alles ganz easy online erreichbar. Handgemacht und in Deutschland produziert, bedeutet nämlich auch automatisch einen viel niedrigeren ökologischen Fußabdruck. Hier sind ein paar kleine Hundezubehör-Hersteller aus Deutschland:

  • Wolfsgewand: Mega schöne Halstücher, Halsbänder und Marken für Hunde. Alles mit Liebe ausgedacht und handgefertigt.
  • Koerbi und Co.: Die Top-Produkte von Koerbi sind auf jeden Fall die schicken Korkhalsbänder. Diese Halsbänder und Leinen sind wasserfest und so robust wie Leder. Der Vorteil von Kork, dass es nicht nur vegan ist, sondern dadurch auch ökologisch nachhaltige Produkte sind.
  • Juna & Me Design: Tau- und Leder-Produkte. Tolle Halsbänder und Leinen für große und kleine Hunde.
  • Lilli & Bear: Farbenfröhliche Hundemode. Wenn du auf der Suche nach einer tollen Hundefliege bist, wirst du hier bestimmt fündig. Halsband-Leinen-Sets, Halstücher und Fliegen für deinen Fashionista-Hund.

5. Nachhaltig produzierte und Bio-Hundefutter und Leckerlies

Kimis Essen muss nicht unbedingt Bio sein, aber wir legen schon wert darauf, dass es so gesund und nachhaltig wie möglich ist. Wichtig für mich ist, dass Hundefutter und Leckerlies diese Bedingungen erfüllen: Rohstoffe aus artgerechter Tierhaltung, ohne Zusatzstoffe, ohne Tierversuche und dass es, soweit möglich, in Deutschland oder zumindest der EU produziert wird. Hier kommen meine Go-Tos für nachhaltiges Hundefutter:

  • Tales & Tails: Die absoluten Lieblings-Leckerlies von Kimi sind die Fisch Minis von Tales & Tales. In verschiedenen Geschmacksrichtungen sind die immer das Training-Highlight für ihn. Bei diesem kleinen Unternemen aus St. Michaelisdonn an der Nordsee werden alle Produkte  entweder in Island oder in Deutschland hergestellt, mit erneuerbarer Energie, ohne Tierversuche, mit Rohstoffen, die NICHT aus Massentierhaltung kommen und ohne Getreide. Für jede Tüte spendet Tales & Tails auch einen Teil des Erlöses an ein Tierschutzprojekt.
  • Napani: Das Familienunternehmen aus Bayern bietet Premium-Bio-Nassfutter für Hunde und verschiedene Zusätze für eine gesunde und nachhaltige Hundeernährung an. Regional hergestellt und in Zusammenarbeit mit einer Tierärztin gibt es von Napani naturnahes Futter mit ca. 1/3 reinem Fleisch, vielen pflanzlichen Proteinen und einem hohen Anteil an biologischen Erzeugnissen.
  • PetsDeli: Die Firma aus Berlin hat 2013 eine kleine Hundefutter-Revolution gestartet, mit dem Ziel, mehr Ehrlichkeit in die Tiernahrungsindustrie zu bringen. Heute wird hier Hundefutter hergestellt, bei dem die Rohstoffe ausschließlich von ausgewählten, zertifizierten Produzenten in der EU bezogen werden, die höchste Qualitäts- und Hygienestandards erfüllen. Wann immer möglich, greifen sie auch auf regionale Rohstoffe zurück, um lokale Produzenten zu unterstützen. PetsDeli hat neulich auch eine neue Linie entwickelt, die eine klimaneutrale Ernährung für den Hund verspricht: „Pets Deli Green„.
  • Lill’s Kausnacks: Wenn wir über nachhaltiges Hundeleben sprechen, müssen wir auf jeden Fall auch Lill’s Organic Dog Store nennen. Wir lieben ihre Kauartikel und feiern ziemlich doll, dass alles in Papier verpackt und verschickt wird. PS: Wenn ihr auch auf der Suche nach einem tollen Hunde-Bademantel seid, Lill’s hat die besten!

6. Barfen mit Zutaten auf der Region

Barfen ist momentan einer der größten Trends in der Hundernährung und wird oft als der nachhaltigste Weg zur Fütterung genannt. Das stimmt aber nur, wenn wir mit Bio- und/oder regionalen Produkten barfen. Das sollte aber kein großes Problem sein: Wenn ihr wisst, was ihr braucht, könnt ihr es beim Metzger oder Fischhändler eures Vertrauens bestellen.

Wenn ihr noch keine Erfahrung mit Barfen habt, empfehle ich euch, direkt ein Fachgeschäft in eurer Nähe aufzusuchen. Da werdet ihr bestimmt am besten beraten und mit Sicherheit gute Bio-Optionen für euch haben. Checkt unsere Dog’s Places App, um einen Shop in eurer Nähe zu finden.

7. Fahrrad statt Auto

Bei gutem Wetter versuchen wir, so wenig wie möglich mit dem Auto zu fahren. Leider ist mit dem Hund manchmal etwas schwer, eine alternative Fortbewegungs-Möglichkeit zu finden, wenn man für mittellange Strecken oder aufs Land nicht unbedingt mit Bus und Bahn fahren möchte. Wir fahren gern ans Meer oder in Waldgebiete in der Umgebung, und obwohl wir normalerweise mit dem Fahrrad fahren würden, ist das bei langen Strecken natürlich ungünstig für Kimi.

Nach vielem Suchen und Recherchieren haben wir ein paar interessante Lösungen gefunden, die es erlauben, weiter Fahrrad zu fahren, ohne, dass der Hund zu viel belastet wird:

  • Fahrradkorb (nur für kleine Hunde): Das ist zwar leider keine Option für einen Hund in Kimis Größe, aber wenn ihr einen kleinen Hund habt, ist ein Fahrradkorb bestimmt ein der einfachsten Lösungen. Es ist günstig und ihr habt den Hund immer im Blick.
    Es gibt aber zwei verschiedene Varianten: Wenn ihr euren Hund vorne tragen möchtet, ist dieser gepolsterte Fahrradkorb eine der beliebtesten Optionen. Denkt aber dran, dass ihr solltet euren Hund gut trainiert haben, damit er nicht während der Fahrt herausspringt.
    Es gibt auch Körbe, die auf dem Fahrrad-Gepäckträger befestigt werden. Die sind auf jeden Fall empfehlenswert, wenn euer Hund schwerer als 5-6 Kilo ist.
  • Reiserucksack: Noch eine tolle Option für kleine Hunde ist ein Reiserucksack. Das ist nicht nur praktisch zum Fahrrad fahren, sondern zum Beispiel auch für Wanderungen, wenn der Hund nicht so lange Strecken laufen kann. Für mittelgroße Hunde, gibt es auch Hunderucksäcke, die ähnlich wie Tagehalterungen für Babys aussehen. Auch das ist allerdings nur empfehlenswert für Hunde mit bis zu 16 Kilogramm Gewicht – denkt an euren Rücken! Tipp: Gewöhnt euren Hund am besten schon als Welpe daran!
  • Lastenfahrrad: So was wäre wohl die Traumlösung für viele Hundehalter. Es ist leider etwas zu teuer und braucht auch einen vernünftigen Unterstellplatz, den draußen möchte man sein Lastenrad eher ungern abstellen. Das steht definitiv auf unserer Wunschliste!
  • Fahrradanhänger für Hunde: Der einzige Lösung, die in unserem Fall wirklich in Frage kommt. Die Fahrrad-Hundeanhänger lassen sich am Fahrrad montieren und abmontieren und oft sogar auch zum Joggen umbauen. Sie sind eine super Alternative, wenn ihr eine flexible, vergleichsweise preisgünstige und bequeme Transportmöglichkeit sucht.

Ihr könnt natürlich euren Hund auch neben euch laufen lassen, wenn ihr kürzere Strecken fahrt oder sport mit eurem Hund machen wollt. Dafür empfehle ich euch aber auch, entsprechendes Zubehör zu verwenden, um Unfälle und Verletzungen zu vermeiden. Hier erfahrt ihr alles über Hundezubehör zum Fahrradfahren!

8. Do it yourself

Oben habe ich euch super viele coole Sachen empfohlen, die euer Leben als nachhaltiger Hundebesitzer viel einfacher machen können. Aber natürlich ist es immer noch am nachhaltigsten, nicht tausend neue Dinge zu kaufen, sondern sie selbst herzustellen oder zu basteln. Hier ein paar Tipps für Hundespielzeug und Hundefutter, die du (mit relativ wenig Aufwand) selbst machen kannst:

  • Eierkarton als Hundespielzeug: Dieser einfache Trick macht besonders Welpen viel Spaß. Man kann Leckerlis in der Eierkarton reinpacken und ihn dann dem Hund geben. So lernen die junge Hunde, Nase und Pfoten zu benutzen und müssen strategisch denken, um die Leckerlis zu erreichen. Zwei auf einen Streich!
  • Mach deine eigenen Leckerlis: Zu Hause Leckerlis zu machen, ist viel einfacher als man denkt und kann eine super Beschäftigung für Hobbybäcker sein. Es gibt 1.000 verschiedene Rezepte! Hier ein Beispiel – das für mich auch gleich das beste.
    Ihr braucht

    • 3/4 Tasse Vollkornmehl
    • 1/2 Tasse Haferflocken
    • 1/2 Dose Thunfisch oder Leberwurst

Alles gut mixen und 20 Minuten im Ofen 20 Minuten bei 180° C backen. So einfach und mit nur 3 Zutaten könnt ihr super leckere Hundekekse zu Hause machen. Wenn ihr es in Kekse formen wollt, könnt ihr sie selbst z.B. mit einer kleinen Plätzchen-Form ausstechen oder zurechtschneiden. Wenn ihr doch lieber kleine Leckerlis möchtet, könnt ihr auch eine Leckerli-Backmatte benutzen, die macht die Arbeit viel einfacher!

Wie schon am Anfang gesagt, ist es schwer, mit einem Hund 100% nachhaltig zu leben, aber wenn wir alle unser Bestes versuchen, können wir der Umwelt sicher etwas Gutes tun. Habt ihr mehr Tipps zur Reduzierung des ökologischen Fußabdrucks mit Hund? Schreibt uns gerne einen Kommentar!

Hundenapf, Futterautomat & Co.: Was ist das beste für meinen Hund?

🐶 Was für einen Hundenapf benutzt ihr eigentlich

Die Ernährung bei Hunden ist eines der wichtigsten Themen, mit denen ihr euch als Hundebesitzer auseinandersetzt. Ihr lest zahlreiche Artikel über Hundefuttermarken, lasst euch in Fachgeschäften bezüglich der verschiedenen Hundefuttersorten beraten und sprecht mit eurem Tierarzt über Nährstoffe und die richtige Ernährung eures Vierbeiners.

Aber habt ihr schonmal darüber nachgedacht, WORAUS euer Hund das für ihn so sorgfältig ausgewählte Futter isst? Wir stellen euch in diesem Artikel die besten Näpfe, Futterstationen und Futterautomaten vor!

Hund vor einer Hundenapfunterlage mit zwei Näpfen

▷ Die Materialunterschiede

Hundenäpfe gibt aus vielen verschiedenen Materialien. Wir möchten euch die gängigsten mitsamt ihrer Vor- und Nachteile vorstellen:

Hundenapf Edelstahl

➕ Vorteil: Hundenäpfe aus Edelstahl sind sehr leicht zu reinigen, da sie spülmaschinenfest sind. Zudem sind sie desinfizierbar. Das Material ist robust und langlebig.

➖ Nachteil: Edelstahl Hundenäpfe sind oftmals sehr leicht und verrutschen beim Fressen daher schnell. Achtet beim Kauf daher darauf, dass der Napf an der Unterseite einen Silikonring hat. Alternativ wäre eine Futterstation oder eine rutschfeste Hundenapfunterlage auch eine Lösung.

Unsere Empfehlungen:

Hundenapf Kunststoff

➕ Vorteil: Hundenäpfe aus Kunststoff sind leicht zu reinigen und in der Regel spülmaschinenfest. Es gibt sie in unzähligen Farben, Formen und Designs.

➖ Nachteil: So wie Edelstahl Hundenäpfe sind auch Hundenäpfe aus Kunststoff meist sehr leicht. Sie sind zudem in der Regel nicht desinfizierbar aufgrund ihrer Oberflächenbeschaffenheit. Die meisten Kunststoffe haben eine poröse Oberfläche, in der sich Keime leicht festsetzen können.

Unsere Empfehlungen:

Hundenapf Keramik

➕ Vorteil: Keramik ist ein hochwertiges, leicht zu reinigendes Material. Es gibt sie in vielen verschiedenen Designs. Keramiknäpfe sind recht schwer und verrutschen daher beim Fressen nicht so leicht.

➖ Nachteil: Je nach Verarbeitung ist ein Keramiknapf nicht immer spülmaschinenfest. Zudem gehen Keramiknäpfe schnell zu Bruch.

Unsere Empfehlungen:

Spezial-Näpfe

Hundenapf für unterwegs

Labrador am Strand mit faltbarem Hundenapf für unterwegs.

Seid ihr mit eurem Hund länger unterwegs oder es ist draußen besonders heiß, braucht ihr einen Wassernapf zum Mitnehmen. Dafür gibt es allerhand praktische Lösungen, um keinen normalen Napf dabei haben zu müssen. Die to-go Alternativen sind sehr platzsparend und aus einem besonders leichten Material gefertigt, so wie dieses faltbare Reisenapf-Set aus Silikon.

Hundetrinkflasche für unterwegs

Besonders praktisch ist diese Hundetrinkflasche, bei der Trinkflasche und Napf miteinander kombiniert sind und ihr keine separate Wasserflasche benötigt.

Hund trinkt aus einer speziellen Hundetrinkflasche für unterwegs.

Anti-Schling-Napf / Slow Feed Napf

Anti-Schling-Näpfe – sogenannte Slow Feeder sorgen dafür, dass euer Hund langsamer frisst – sein Futter also nicht herunterschlingt. Manche Hunde haben die Angewohnheit ihr Futter zu schnell zu fressen, bedingt durch frühere Erfahrungen wie beispielsweise Konkurrenzverhalten oder Futterknappheit.

Schlingen führt dazu, dass beim Fressen mehr Luft in den Magen gelangt, was wiederum zu Blähungen führt. Zudem wird das Futter nicht richtig zerkaut und ist dadurch schwieriger zu verdauen. Hunde, die zum Schlingen tendieren, neigen außerdem eher zu Übergewicht, da sie bevor das Sättigungsgefühl eintreten kann in kurzer Zeit verhältnismäßig mehr Futter zu sich nehmen. Bekommen solche Hunde genau dosierte Portionen, passiert es dadurch oft, dass sie trotz dass ihr Napf leer ist, noch mehr Futter wollen. Das liegt daran, dass das Sättigungsgefühl erst nach einer bestimmten Zeit eintritt und die Hunde direkt nach dem zu schnellen Fressen noch nicht realisieren können, dass ihr Magen eigentlich schon voll istFür solche Hunde gibt es spezielle Anti-Schling-Näpfe, auf deren Boden sich Erhöhungen befinden, wodurch der Boden des Napfes uneben wird. In den dadurch entstehenden Zwischenräumen setzt sich das Futter ab und ist für den Hund schwieriger aufzunehmen, wodurch er mehr Zeit zum Fressen benötigt und nur kleine Happen auf einmal aufnehmen kann.

Hundenapf mit Bewegungsmelder

Neigt euer Hund dazu sein Futter über einen längeren Zeitraum statt auf einmal zu fressen? Dann ist so ein Napf mit Bewegungsmelder eine gute Möglichkeit das Nassfutter frisch zu halten. Der Napf hat einen eingebauten Bewegungsmelder und öffnet sich nur, wenn er die Bewegung eures Hundes registriert. Frisst euer Hund nicht, schließt sich der Napf automatisch und das Futter bleibt frisch, was nebenbei auch Ungeziefer wie Fliegen vom Hundefutter fern hält.

Mikrochip-gesteuerter Hundenapf

Der von SureFeed entwickelte Napf ist DIE Lösung, wenn ihr mehrere Haustiere habt und verhindern wollt, dass sie aus dem Napf des jeweils anderen Tieres fressen. Wenn ihr beispielsweise nicht wollt, dass euer Hund aus dem Napf eurer Katze frisst oder umgekehrt, wenn eure Hunde allergiebedingt unterschiedliches Futter bekommen oder wenn eines eurer Tiere Medikamente untergemischt bekommt: dieser Napf sorgt dafür, dass euer Hund nur sein eigenes Futter fressen kann.

Der Napf ist Mikrochip-gesteuert und hat einen Bogen, in dem ein Scanner verbaut ist. Um an den Napf zu kommen muss euer Hund zwingend unter diesem Bogen stehen, der dann den Chip eures Tieres scannt. Dieser Chip ist entweder der RFID Transponder-Chip von Tasso oder (wenn euer Hund noch nicht gechipt wurde) ein RFID-Chip-Anhänger, den ihr am Halsband befestigen könnt.

Futterstation

Als Futterstation bezeichnet man mehrere Näpfe, in der Regel 2 oder 3, die in einem Gestell oder eine Halterung platziert sind. Zum einen bleiben die Näpfe dabei an Ort und Stelle und zum anderen sind sie dadurch leicht erhöht je nach Modell auch gut und gerne 10 cm oder mehr. Aus genau diesem Grund sind nicht alle Futterstationen für jeden Hund geeignet. Sehr kleine Hunde bekommen bei einer derartigen Erhöhung logischerweise ihre Probleme. Achtet beim Kauf also vor allem auf die Höhe der Futterstation. Durch die Erhöhung der Näpfe muss sich euer Hund beim Fressen nicht so stark bücken und seine Wirbelsäule wird entlastetFutterstationen sind was die Optik betrifft zudem ziemlich praktisch: durch die Halterung verschieben sich die Näpfe nicht beim Fressen und bleiben schön angeordnet. Rein optisch sieht eine Futterstation also schön ordentlich aus und sorgt für ein aufgeräumtes Gesamtbild an der Futterstelle eures Hundes.

Unsere Empfehlungen:

Futterautomat und Futterspender

Futterautomaten sind besonders praktisch, wenn ihr zum Beispiel berufsbedingt länger unterwegs seid und es deshalb kaum schafft, euren Hund pünktlich zu füttern. Für solche Fälle könnt ihr einen Futterautomaten mit Zeitschaltuhr nutzen. Den Timer stellt ihr einfach passend zur Fütterungszeit ein und der Automat stellt eurem Hund das Futter bereit. Manche Automaten können das sogar mehrmals am Tag, indem sie immer nur eine bestimmte Menge an Futter freigeben.

Zudem gibt es auch einfache Futterspender bzw. Wasserspender, die die Schwerkraft nutzen, um die Näpfe immer wieder aufzufüllen, sprich: euer Hund frisst oder trinkt eine bestimmte Menge und ebendiese fehlende Menge rückt von selbst nach. So bleiben die Näpfe immer gefüllt.

Diese Art von Futterspender eignet sich allerdings nur, wenn euer Hund nicht allzu verfressen ist, denn sonst ist der Behälter ruck zuck leer. Greift in diesem Fall lieber zu einem Futterautomaten mit Timer!

💡Tipps

Hundenapfunterlage von Hunter. mit zwei Hundenäpfen

Besorgt euch eine Hundenapfunterlage. Solche Unterlagen sind besonders groß, damit euer Boden auch wirklich sauber bleibt. Schaut am besten nach einer mit einem leichten Rand! Sollte mal etwas Wasser daneben gehen, kann die Unterlage gewisse Mengen auffangen. Unterlagen aus Silikon sind besonders praktisch, da ihr diese zusammenfalten und in der Spülmaschine waschen könnt und zudem sind sie auch noch rutschfest.


Zeichnung eines Hundes mit Hundenapf

📚 Jetzt wo ihr alles über Näpfe wisst, stellt sich die Frage, ob ihr auch Experten beim Thema Hundefutter seid. Wir haben bestimmt noch ein paar Infos für euch, die ihr bisher noch nicht kanntet. Schaut doch mal in unsere Artikel rein und hinterlasst uns Feedback! 🐾

Hundegeschirr – Arten und Vorteile auf einen Blick

Um euch bei der Entscheidung zu helfen, ob Halsband oder Hundegeschirr für euch die bessere  Wahl sind, haben wir in unserem Artikel zum Thema Hundegeschirr vs. Hundehalsband bereits beides miteinander verglichen. Hier möchten wir nun genauer speziell auf Hundegeschirre eingehen.

Hund mit Hundegeschirr auf einer Wiese

🛍Hundegeschirre shoppen


▷ Hundegeschirr Arten: Wir stellen euch die wichtigsten Modelle vor!

Illustration von Hunden mit diversen Hundegeschirr-Typen in verschiedenen Positionen

1. Führgeschirr

Das Führgeschirr ist auch unter den Bezeichnungen H-Geschirr, X-Geschirr oder Y-Geschirr bekannt. Diese Bezeichnungen kommen von dem Muster, das die Gurte auf dem Rücken des Hundes bilden und das eben jeweils einem dieser Buchstaben ähnelt. Ein Führgeschirr eignet sich für den Alltag und auch für den Sport und ist auch als Welpengeschirr gut verwendbar.

➕Vorteil

Führgeschirre sind vielseitig verstellbar und können daher sehr gut individuell an euren Hund angepasst werden.

➖Nachteil

Da ein Führgeschirr so genau eingestellt werden kann muss man beim Anlegen besonders stark auf einen guten Sitz achten, um zu vermeiden, dass zu viel Druck auf den Kehlkopf des Hundes ausgeübt wird.

✔️ Unsere Empfehlungen

2. Norwegergeschirr

Ein Norwegergeschirr ist sehr einfach aufgebaut und daher für Hunde geeignet, die sich durch andere Hundegeschirre eingeengt fühlen.

➕Vorteil

Bei diesem Geschirr-Typ liegt die komplette Belastung auf der Brust des Hundes und nicht auf empfindlichen Bereichen wie dem Kehlkopf. Die Verletzungsgefahr ist bei diesem Geschirr also extrem gering und das Tragegefühl ist für den Hund sehr angenehm.

➖Nachteil

Für ängstliche oder nervöse Hunde ist das Geschirr leider nicht so gut geeignet, da sie sich aus einem Norwegergeschirr verhältnismäßig leichter herauswinden könnten. Unterstützt wird das außerdem dadurch, dass ein Norwegergeschirr aufgrund seiner Schlichtheit nicht besonders genau eingestellt werden kann und daher (je nach Hund) manchmal auch nicht optimal sitzt.

✔️ Unsere Empfehlungen

3. Step-In-Geschirr

Step-In-Geschirre erden nicht über den Kopf des Hundes gezogen, sondern (ie der Name es schon verrät) steigt der Hund in das Geschirr hinein.

➕Vorteil

Step-In-Geschirre sind eine tolle Alternative für Hunde, die sich ein Geschirr nicht über den Kopf ziehen lassen möchten.

➖Nachteil

Hunde können sich aus Step-In-Geschirren relativ leicht befreien. Zudem schränkt diese Art von Hundegeschirr die Bewegungsfreiheit des Hundes im Vergleich zu anderen Geschirr-Typen relativ stark ein und kann auch schon einmal den Bereich unter den Achseln aufscheuern. Achtet daher auf jeden fall auf ein angenehmes Material und einen guten Sitz.

✔️ Unsere Empfehlungen

4. Sattelgeschirr

Das Sattelgeschirr ähnelt dem Norwegergeschirr. Der Unterschied ist die breitere Rückenplatte des Sattelgeschirrs. Besonders gut eignet sich diese Art von Hundegeschirr für den Sport, ist aber natürlich auch alltagstauglich. Das wohl bekannteste Sattelgeschirr-Modell is das Julius K9.

➕Vorteil

Es ist so wie das Norwegergeschirr leicht anzuziehen und bietet dem Hund viel Bewegungsfreiheit und Druckentlastung.

➖Nachteil

Wie das Norwegergeschirr kann auch das Sattelgeschirr nicht sehr genau eingestellt werden und sitzt daher manchmal nicht perfekt. Auch hier können sich Hunde leichter rauswinden. Verwendet es deshalb besser nicht bei ängstlichen oder jungen Hunden.

✔️ Unsere Empfehlungen

5. Sicherheitsgeschirr

Das Sicherheitsgeschirr – oder auch Panikgeschirr – ist ähnlich aufgebaut wie ein Führgeschirr. Durch einen zusätzlichen Taillengurt ist es allerdings ausbruchssicher. Diese Art von Hundegeschirr eignet sich daher sehr gut als Welpengeschirr.

➕Vorteil

Es ist einfach anzulegen und die komplette Belastung liegt auf dem Brustbereich des Hundes. Ein zusätzlich auf dem Rücken angebrachter Griff bei manchen Modellen ermöglicht es euch in entsprechenden Situationen euren Hund schnell am Geschirr zu packen.

➖Nachteil

Durch die vielen Gurte können sich manche Hunde eingeengt fühlen oder sie empfinden das Tragen eines Sicherheitsgeschirrs als unangenehm.

✔️ Unsere Empfehlungen


Hund auf Feldweg mit Hundegeschirr, Halsband und Leine

📍Was für ein Geschirr am besten für euren Hund geeignet ist, können wir euch leider nicht beantworten, da die Wahl stark von Hunderasse (Größe, Gewicht, Körperbau und Wesen) abhängig ist und selbstverständlich auch vom Alter und Charakter des Hundes. Ein junger und sehr aktiver Hund sollte natürlich kein Geschirr tragen, aus dem er sich leicht befreien kann. Auch die Aktivität, die ihr mit eurem Hund ausüben wollt, ist ein wichtiger Faktor. Beim Sport solltet ihr zu Geschirren greifen, die viel Bewegungsfreiheit bieten.

 

▷ Besondere Hundegeschirr Arten

→ Autogeschirr

Wenn ihr plant euren Hund öfter einmal im Auto mitfahren zu lassen, aber keine Box im Kofferraum einbauen möchtet, könnt ihr euch ein spezielles Sicherheitsgeschirr für das Auto zulegen. Solche Geschirre sind besonders gut gepolstert und können einfach an einem Sicherheitsgurt befestigt werden. Achtet beim Kauf darauf ein Modell zu wählen, das vom TÜV getestet wurde und ein entsprechendes Prüfsiegel hat!

→ Klettergeschirr

Für eine Klettertour mit Hund empfehlen wir ein Sicherheitsgeschirr, das speziell dafür konzipiert wurde. Ein Klettergeschirr kann zum Abseilen verwendet werden und ist so konstruiert, dass euer Hund dabei nicht rausrutschen kann. Natürlich ist es auch stärker gepolstert als ein reguläres Hundegeschirr, damit sich euer Hund beim Abseilen nicht verletzt.

→ Zuggeschirr

Für Schlittenhunde und bei Zugarbeiten sollte unbedingt ein spezielles Zuggeschirr für Hunde verwendet werden. Diese Geschirre sind so geschnitten, dass empfindliche Bereiche wie die Luftröhre nicht belastet werden und dass der hohe Druck des Zuggewichts optimal verteilt wird. Standard-Geschirre sind für diese Art von Belastung nicht ausgelegt.

→ Mantrailing Geschirr

Mantrailing wird auch hierzulande zu einer beliebteren Sportart. Beim Mantrailing werden Hunde mit ihrem empfindlichen Geruchssinn zur Personensuche eingesetzt, um beispielsweise verschüttete Menschen oder Straftäter aufzuspüren.

Damit euer Hund mental Freizeit von „Arbeit“ trennt, wird empfohlen für das Training ein anderes Geschirr als im Alltag einzusetzen. Zum Mantrailing sollten besonders bequeme Geschirre eingesetzt werden, die eurem Hund viel Bewegungsfreiheit bieten. Praktisch ist es für euch zudem, wenn das Geschirr eine auffällige Farbe hat und sogar im Dunkeln leuchtet, wenn ihr auch mal an dunkleren Orten wie zum Beispiel im Wald unterwegs seid. Dieses Julius K9 Mantrailing Geschirr ist beispielsweise speziell auf diese Anforderungen ausgelegt.

→ Geschirre für Assistenzhunde, Therapiehunde und Blindenhunde

Für Hunde, die im medizinischen Bereich eingesetzt werden, gibt es je nach Einsatzgebiet bestimmte Geschirre. In der Regel sind diese mit Hinweisen bedruckt, die Außenstehenden zu verstehen geben, um was für einen Hund es sich hier handelt. Das ist zum einen wichtig, weil man auf fremde Assistenzhunde, Therapiehunde oder Blindenhunde nicht einfach zugehen oder sie gar streicheln sollte, denn schließlich befinden sie sich „im Dienst“ und sollen nicht abgelenkt werden. Zum anderen ist es wichtig, weil diese Hunde auch Zugang zu Bereichen haben, in die andere Hunde nicht dürfen. So dürfen sie beispielsweise mit in Supermärkte und andere Geschäfte kommen. Für das Personal und andere Kunden dort sind sie mit entsprechendem Geschirr leicht als Assistenzhund, Therapiehund oder Blindenhund zu erkennen.

Kopf eines Hundes mit Halsband, Hundegeschirr und Leine

Seid ihr euch unsicher, ob ihr nicht doch lieber ein Halsband verwenden möchtet? Dann lest gerne unseren Artikel über das Thema Hundehalsband. Dort erfahrt ihr übrigens auch alles über besondere Hundehalsbänder, wie zum Beispiel das Flohhalsband oder das Anti-Stress-Halsband. Selbst wenn ihr zum Hundegeschirr tendiert, ist der Artikel für euch deshalb sicherlich lesenswert 🐾


Welche Art von Hundegeschirr verwendet ihr am liebsten? Lasst es uns in den Kommentaren wissen! 🐶

Unser Hundehalsband Guide – inklusive Tipps & Tricks!

Wir haben für euch bereits Hundehalsband und Hundegeschirr miteinander verglichen und möchten uns in diesem Artikel nun im Detail mit Hundehalsbändern auseinandersetzen: Was für Arten gibt es? Worin liegen die Unterschiede? Und was sind die jeweiligen Vor- und Nachteile? Wir verraten es euch!

ein angeleinter Hund steht auf einer Wiese

🛍Hundehalsbänder shoppen


▷ Hundehalsband Verschluss: die Unterschiede

→ Steckverschluss / Klickverschluss

Klickverschlüsse habt ihr höchstwahrscheinlich schon öfter an Bauchtaschen oder Rucksäcken gesehen. Ihr Name ist Programm: mit einem Klick öffnet und schließt man sie. Mit einer zusätzlichen Schnalle am Halsband stellt man den Gurt so weit oder eng ein, wie man ihn haben möchte. Hier schließt der Verschluss also lediglich und dient nicht zur Einstellung der Größe. Steck- bzw. Klickverschlüsse können aus Kunststoff oder Metall bestehen.

➕Vorteil

Steckverschlüsse lassen sich einfach und schnell – nämlich mit einem Klick – öffnen und schließen. Halsbänder mit Steckverschluss sind zudem in ihrer Größe individueller einstellbar.

➖Nachteil

Nach einiger Zeit oder bei starker Nutzung kann es vorkommen, dass Klickverschlüsse nicht mehr richtig schließen und sich zu leicht öffnen lassen. Auch der Mechanismus, mit dem man das Band enger einstellt, kann ausleiern und das Halsband könnte sich bei geringer Krafteinwirkung selbst lockern.

→ Dornverschluss bzw. Dornschnalle

Dornverschlüsse kennt ihr alle von Gürtelschnallen. Dabei wird ein kleiner Stift des Verschlusses in eines der vorgestanzten Löcher im Gurt oder Band geschoben. Dornverschlüsse sind in der Regel aus Metall.

➕Vorteil

Einmal eingestellt sitzt das Halsband bombenfest und ist nur sehr schwer zu öffnen oder lässt sich auch nicht ohne weiteres enger bzw. weiter einstellen.

➖Nachteil

Der genannte Vorteil kann auch schnell zum Nachteil werden: Das Halsband lässt sich in einer Notsituation nicht besonders schnell lösen. Zudem kann man die Weite des Halsbandes nur grob einstellen und ist bei der Einstellung von der Position der Löcher abhängig. Liegt die optimale Weite des Halsbandes zwischen zwei Löchern, müsst ihr euch entscheiden, ob ihr es lieber etwas zu eng oder zu weit einstellt – das könnte für Probleme sorgen.

Ein Hundekopf mit Fokus auf das Hundehalsband

→ Karabinerhaken Verschluss

Bei einem Karabinerverschluss schließt ihr das Halsband mittels Karabinerhaken, den ihr von euren Hundemarken und Hundeleinen kennt. Der Haken wird dabei in einen Ring eingehängt. Diese Art von Verschluss ist wie der Dornverschluss in der Regel aus Metall.

➕Vorteil

Der Verschluss ist mit einer kleinen Bewegung einfach zu öffnen und zu schließen – praktisch in Notsituationen, in denen ihr schnell das Halsband lösen müsst.

➖Nachteil

Unter Umständen kann euer Hund diesen Verschluss selbst öffnen, wenn er unglücklich daran hängen bleibt.

→ Kein Verschluss: Halsbänder mit Zugstopp

Es gibt Halsbänder, die einfach weiter und enger gezogen werden können, um sie eurem Hund anzulegen. Sie haben keinerlei Verschluss, aber dafür einen Zugstopp, der die Weite des Halsbandes eingrenzt, das heißt es kann nur bis zu einem bestimmten Grad enger werden. Öffnen lässt es sich zudem niemals ganz.

Das Halsband wird enger, wenn Kraft darauf wirkt – also wenn euer Hund an der Leine ist und zieht. So kann er nicht entwischen, das Halsband passt sich sozusagen der Situation an. Wenn euer Hund ohne Leine einfach zu Hause rumläuft, sitzt das Halsband locker.

➕Vorteil

Solche Halsbänder sind einfach anzulegen und für den Hund sehr bequem. Geht er entspannt an der Leine, sitzt das Halsband locker und zieht er stark, wird es enger. Das kann nebenbei sogar einen Erziehungseffekt haben.

➖Nachteil

Dadurch, dass solche Halsbänder beim Ziehen enger werden, ist es unbedingt nötig nur Modelle mit Zugstopp zu verwenden! Ansonsten könnte sich euer Hund sehr leicht verletzten und im schlimmsten Fall sogar sterben, wenn er zum Beispiel irgendwo mit dem Halsband hängen bleibt und durch Ziehen versucht zu entkommen.

Zudem kann euer Hund im lockeren Zustand das Halsband möglicherweise selbst ausziehen. Beim Gassi gehen empfehlen wir diese Art von Halsband nur bei Hunden, die wirklich sehr gut hören. Läuft euer Hund nämlich entspannt neben euch und das Halsband sitzt locker, kann es passieren, dass er sich daraus befreit, wenn er nach hinten ausweicht.


▷ Hundehalsband Material: die verschiedenen Arten

→ Nylon Halsband und Paracord Halsband

➕ Pro
  • günstig
  • pflegeleicht
  • unempfindlich
  • wasserfest
  • in vielen Designs erhältlich

✔️ Unsere Empfehlungen

→ Biothane Halsband

➕ Pro
  • stark belastbar
  • pflegeleicht
  • wasserfest
  • desinfizierbar

✔️ Unsere Empfehlungen

Ein schwarzer Labrador mit orangefarbenem Halsband liegt auf einer Wiese

→ Leder Halsband

➕ Pro ➖ Contra
  • hochwertig
  • langlebig
  • robust
  • benötigt viel Pflege
  • witterungsempfindlich

✔️ Unsere Empfehlungen

→ Tau Halsband

➕ Pro ➖ Contra
  • robust
  • maschinenwaschbar
  • natürlich und damit umweltfreundlich
  • trocknet langsam

✔️ Unsere Empfehlungen

→ Metall Halsband

➕ Pro ➖ Contra
  • robust
  • Material ist schwer und unbequem
  • Verletzungsgefahr: Glieder können sich verdrehen und das Fell oder die Haut einklemmen

▷ Auf was muss ich bei der Wahl des Hundehalsbands achten?

Denkt bei der Wahl des Materials immer daran, dass euer Hund sein Halsband meist durchgehend tragen muss und es deshalb so angenehm wie möglich für ihn sein sollte. Achtet außerdem auf einen guten Sitz des Halsbandes. Es sollte locker sitzen und dennoch eng genug, dass euer Hund es nicht abstreifen oder leicht daran hängen bleiben kann.

Ein ganz wichtiger Faktor ist außerdem die Breite des Halsbandes. Es darf nicht zu breit sein, um euren Hund nicht in seiner Bewegung einzuschränken. Die optimale Breite ist natürlich abhängig von der Länge des Halses und somit auch der Größe des Hundes.

Das Material sollte entsprechend des Gewichts und der Kraft eures Hundes gewählt werden, schließlich soll es stark genug sein euren Hund „auszuhalten“.

Eine zusätzliche Sicherheit bieten Hundehalsbänder mit reflektierenden Elementen, damit euer Hund auch im Dunkeln immer gut gesehen werden kann.

Spielt euer Hund gerne im Wasser, lässt beim Spaziergang keine Pfütze aus und läuft gerne durch nasse Felder, solltet ihr bei der Wahl des Materials zu einem wasserfesten bzw. zumindest schnell trocknendem Material tendieren.

Kopf eines Golden Retrievers

💡Unsere Tipps für eure Hundehalsbänder

✔️ Wenn ihr verschiedene Halsbänder benutzt, solltet ihr niemals vergessen, die wichtigen Hundemarken wie Steuermarke, Tasso-Marke & Co. am jeweils aktuellen Halsband zu befestigen. Dafür gibt es übrigens speziell so einen praktischen Karabinerhaken für Hundemarken. An diesem Haken könnt ihr ordentlich aufgereiht alle Marken eures Hundes anbringen und mit einem Klick alle auf einmal an einem anderen Halsband befestigen.

✔️ Geht ihr oft im Dunkeln raus und das in Gebieten, in denen viele Menschen auch mit Fahrrad oder Auto unterwegs sind, ist es wichtig, dass euer Hund besonders gut gesehen wird und möglichst auffällt. Neben eines reflektierenden Halsbandes könnt ihr zusätzlich ein Licht am Halsband befestigen.


▷ Besondere Hundehalsbänder

→ Sicherheitshalsband

Für Spaziergänge spät abends oder früh morgens, wenn es draußen noch dunkel ist, gibt es die Möglichkeit ein LED-Halsband zu tragen, das komplett leuchtet. Solche Sicherheitshalsbänder sind nicht dafür ausgelegt, eine Leine an ihnen zu befestigen und werden daher zusätzlich zum normalen Halsband getragen.

→ Anti-Stress-Halsband

Für nervöse Hunde oder neu adoptierte, noch unsichere Hunde gibt es beruhigende Halsbänder mit Pheromonen. Auch diese Art von Halsband ist natürlich nicht dazu gedacht eine Leine daran zu befestigen und soll somit auch nur zusätzlich zum normalen Halsband getragen werden.

So ein Halsband empfehlen wir besonders für Welpen. Wir verraten euch was ansonsten noch Welpen Erstausstattung gehört.

→ Flohhalsband

Gegen Zecken und Flöhe könnt ihr eurem Hund zusätzlich ein Zecken- bzw. Flohhalsband anlegen. Achtet dabei stets darauf, dass euer Hund das Halsband auch gut verträgt. Solltet ihr seltsame Reaktionen oder Verhaltensauffälligkeiten wahrnehmen, nehmt eurem Hund das Halsband vorsorglich ab und kontaktiert einen Tierarzt.

Passend dazu haben wir für euch außerdem einen Artikel mit allen Infos und Tipps rund um das Thema Zeckenschutz.

(Zudem gibt es leider auch Elektrohalsbänder, Stachelhalsbänder und andere Arten von Halsbändern für Hunde, auf die wir hier nicht genauer eingehen möchten. Solche Halsbänder lehnen wir persönlich ab und möchten sie unseren Usern auf keinen Fall empfehlen.)

Wenn ihr euch nicht sicher sein solltet, ob ein Geschirr nicht doch die richtige Wahl ist, dann schaut euch gerne unseren Artikel rund um das Thema Hundegeschirr an.


Verratet uns doch in den Kommentaren, welches euer liebstes Hundehalsband ist! 🐶

15 Hilfreiche Tipps zum Fahrradfahren mit Hund

Der Sommer steht vor der Tür und somit auch die Fahrrad Saison. Man verbringt viel Zeit in der Natur und natürlich hat man am liebsten seinen Vierbeiner immer dabei. Für viele Hundehalter stellt sich allerdings die Frage, wie man seinen Hund am besten ans Radfahren gewöhnt. Denn nicht jeder Vierbeiner ist ein Fan von Fahrrädern oder Fahrradkörbchen. 

Ob Fahrradfahren mit Hund im Korb oder Fahrradfahren mit Hund an der Leine, hier gibt es einiges zu beachten und dies sind meine persönlichen Tipps zum Thema Radfahren mit Hund.

Welcher Hund eignet sich überhaupt zum Fahrradfahren?

Grundsätzlich lässt sich sagen, dass abgesehen von der Hunderasse, nur gesunde und ausgewachsene Hunde am Radsport teilnehmen können. Ausgedehnte Radtouren sind für Welpen leider nicht möglich, auch wenn man manchmal nicht weiß, wohin mit ihrer Energie.

Rassen die an Gelenkkrankheiten wie z.B. Hüftgelenksdysplasie oder Ellenbogengelenksdysplasie oder auch z.B. an Herz-Kreislauf-Erkrankungen leiden, sollten ebenfalls vom Radfahren ausgeschlossen werden. Vorab sollte der Vierbeiner aber in jedem Fall vom Tierarzt durchgecheckt werden. Wenn der Hund im Fahrradkorb mit soll, trifft dies natürlich nicht zu. Mehr dazu aber später.

Wie gewöhne ich meinen Hund ans Radfahren?

Radfahren mit Hund im Korb

Falls dein Hund keine Erfahrungen mit dem Radfahren hat, ist es in jedem Fall wichtig, ihn langsam an das seltsame Gerät mit zwei Reifen zu gewöhnen. Wie wir im Kindesalter, muss auch der Hund das neue Fortbewegungsmittel erst einmal kennen lernen. Dies gilt übrigens auch, wenn der Hund im Fahrradkorb transportiert werden soll. Hunde sind sehr sensibel, weshalb eine schlechte Erfahrung mit dem Korb oder Fahrrad (oder beidem) die Radfahrsaison für euch zwei leider frühzeitig beenden kann.

Am einfachsten geht das Gewöhnen an das Fahrrad mit einer zweiten Person, die dann während eines normalen Spazierganges das Fahrrad nebenher schiebt. Nun gilt es die Reaktion des Hundes abzuwarten. Ist alles in Ordnung, einfach weiterschieben, gibt es Ängste oder Verhaltensauffälligkeiten, empfehle ich einen größeren Abstand zum Fahrrad.

Wenn das alles klappt – und dies kann je nach Hund tatsächlich ein paar Anläufe dauern, denn nicht jeder Hund findet Fahrräder richtig klasse – kann man in die nächste Stufe übergehen und der Helfer kann langsam mit dem Fahrrad neben dem Hund herfahren.

Wenn auch das für deinen Vierbeiner kein Problem ist, kann getauscht werden: Du übernimmst das Fahrrad und fährst langsam nebenher. Dein Helfer führt den Hund dabei an der Leine. Wenn das problemlos abläuft, kannst du die Leine und deinen Hund parallel übernehmen und weiterhin langsam fahren. Es gilt aber generell: gewöhne deinen Hund langsam daran. Sollte Angst seitens des Hundes bestehen, gilt es ihm alle Zeit der Welt zu lassen und den Vierbeiner zu nichts zu zwingen. Hat der Hund einmal zu dem Fahrrad eine schlechte Assoziation aufgebaut, kann es wirklich schwierig werden mit dem Radfahren mit Hund.

 Beim Radfahren mit Hund sollte niemals die Hundeleine ums eigene Handgelenk gewickelt werden. In Gefahrensituationen, beim Sturz oder selbst beim Ausweichen kann es zu schweren Verletzungen bei dir und deinem Vierbeiner kommen.

Das selbe gilt für das Körbchen. Wie gewöhne ich meinen Hund an den Fahrradkorb? Lass den Hund auch in der Wohnung mal am Fahrradkorb schnüffeln. Auch das Hineinsetzen kann geübt werden. Gegen das stetige Belohnen mit Leckerli kann man das Tier dann auch langsam an das Verschließen des Körbchens gewöhnen. Allerdings liegt die Betonung hier ebenfalls auf langsam.

Was muss ich beim Fahrradfahren mit Hund beachten?

Radfahren mit Hund

Wenn die Eingewöhnung überstanden ist, kann es ans Training gehen. Auch hier gilt es, den Vierbeiner langsam an die neue Sportart zu gewöhnen. Ein nicht trainiertes Tier sollte keinen langen Belastungen ausgesetzt werden und stattdessen ausreichend Zeit haben seine körperliche Fitness langsam aufzubauen. Wie beim Menschen eben auch. Hinzu kommt, dass sich auch die Knochen und Gelenke deines Hundes an das Radfahren gewöhnen müssen.

Auf welcher Seite muss ein Hund am Fahrrad laufen? Wenn du mit dem Fahrrad in der Stadt unterwegs bist, sollte dein Hund immer an der von der Straße abgewandten Seite neben deinem Fahrrad her laufen. So wird vermieden, dass er vermehrt Schadstoffe wie Abgase und Feinstaub einatmet. Insbesondere wenn der Hund in der Belastung hechelt, ist dieses Risiko noch höher.

Generell sollte der Hund beim Radfahren nur dann frei laufen, wenn er sicher rückrufbar ist. Ein spezielles Training mit Kommandos, damit der Vierbeiner zum Beispiel „bei Fuß“ neben deinem Fahrrad läuft, ist von Vorteil. Genauso die Kommandos “Links” und “Rechts” sollten von Anfang an trainiert werden. Beim Start sollte eure Fahrt mit einem Signalwort verknüpft werden. Nehme dafür ein Wort, das dem Hund noch unbekannt ist, um Verwechslungen auszuschließen. Letztlich ist es ebenfalls empfehlenswert von Anfang an die Tempowechsel zu benennen, sodass sich Mensch und Tier gut aufeinander einstellen können.

Folgendes gilt beim Radfahren mit Hund zu beachten:

  • Beginne das Training am Fahrrad mit Hund nur auf kurzen Distanzen und steigere es langsam von Tag zu Tag.
  • Fahre am Anfang auf Wegen oder Straßen ohne Straßenverkehr.
  • Langsames Radfahren mit Hund sollte vorausgesetzt sein. Der Vierbeiner sollte in einem lockeren Trab nebenher laufen können.
  • Lege zwischendurch immer wieder einmal Pausen ein, sodass der Hund Zeit hat Wasser zu trinken und sich auszuruhen.
  • Der Hund läuft immer auf der von der Straße abgewandten Seite.
  • Gezielte Kommandos beibringen, um die Kommunikation mit dem Vierbeiner beim Fahrradfahren mit Hund zu erleichtern.

Radfahren mit Hund: Die richtige Ausstattung

Fahrradfahren mit Hund

Für eine erfolgreiche Radtour mit Hund sind einige Dinge essentiell. Hierzu gehört eine Fahrradleine, ein Erste-Hilfe-Paket, Pfötchensalbe (gerade im Sommer wird der Asphalt  sehr heiß, die Salbe schützt die sensiblen Pfoten des Vierbeiners) und eine Wasserflasche für den Hund oder faltbare Näpfe. Ein Hundegeschirr ist von großem Vorteil, da er sich mit einem Halsband bei einem starken Ruck – zum Beispiel durch plötzliches Bremsen oder Stürzen – schwer verletzten könnte.

Einige Hundehalter bevorzugen statt der Hundeleine, die am Körper des Halters befestigt wird, eine Stange, den sogenannten Fahrradhalter für den Hund. Diese wir am Rahmen des Fahrrads montiert und dort kann der Hund angeleint werden.

Die essentielle Ausstattung für das Radfahren mit Hund:

Wie lange kann ich mit meinem Hund Fahrrad fahren?

Die Dauer der Radtour mit deinem Hund hängt von seiner (und deiner) Ausdauer ab. Wie eingangs erwähnt, ist es wichtig den Vierbeiner nicht zu überfordern. Beachte auch in jedem Fall die Temperaturen. Ab 15° C im Sommer sollte man nur frühmorgens oder spätabends mit dem Fahrrad und Hund unterwegs sein. Ansonsten kann der Hund schnell überhitzen.

Eine klare Aussage, wie lange du mit deinem Hund Fahrradfahren kannst, lässt sich nicht so einfach treffen. Hier kommt es auf den Trainingszustand an, Faktoren, wie die Größe und das Gewicht des Hundes, sowie den Gesundheitszustand des Tieres. Logischerweise ist ein Schlittenhund eine bessere und sicher auch längere Begleitung beim Fahrradfahren, als ein Berner Sennenhund.

Bei jeder Art von Sport mit Hund ist es wichtig, genau auf seinen Hund zu achten und jegliche Signale ernst zu nehmen. So wirst du schnell wissen, wie weit, wie lange und wieviel Fahrrad fahren für deinen Hund gut oder schlecht ist.