Hundetrolley und Co: Für wen sind sie im Alltag mit Hund geeignet?

Wir lieben unsere Hunde und deshalb versuchen wir sie auch im Alltag, wenn wir unterwegs sind, mitzunehmen. Wichtig dabei ist, dass es den Vierbeinern gut geht und sie angemessen „belastet“ werden. Ein besonderes Augenmerk ist dabei auf kleine, junge, alte und kranke Hunde zu legen. Hier spielen die passenden Produkte wie zum Beispiel Hundebuggy, -trolley-, Hunderucksack und Co eine große Rolle. Hier erfahrt ihr alles Wichtige darüber und was für welche Situation am besten geeignet ist.

Grundsätzlich sollte ein Hund seine tägliche Dosis Bewegung bekommen, damit er fit und gesund bleibt. Es gibt aber auch Hunde, die aufgrund einer Einschränkung nicht in der Lage sind, das gewohnte Maß an Bewegung im Alltag mit uns zu meistern.

Welpen und junge Hunde sollen zum Beispiel noch nicht so viel pro Tag laufen. Kranke und ältere Hunde können es aufgrund ihrer Einschränkung oder des Alters nicht. Und kleine Hunde kommen aufgrund ihrer Statur schneller an ihre Grenzen und könnten überfordert werden.


Zum Glück gibt es einige Hilfsmittel, die es uns einfach machen unseren Vierbeiner mitzunehmen, ohne ihn unnötig zu belasten. Wir haben uns diese 4 am häufigsten genutzten Möglichkeiten angeschaut:

● Hundetrolley
● Hunderucksack
● Hundebuggy
● Hundetasche


▷ Hundetrolley – Transporttasche mit Rollen

Hundetrolley

Foto: www.trixie.de

Ein Hundetrolley ist hauptsächlich für kleine und mittelgroße Hunde geeignet. Gerade wenn es Situationen gibt, bei denen euer Hund nicht laufen kann oder soll, eignet sich ein Hundetrolley sehr gut. Ihr könnt ihn wie einen Koffer an einer Teleskop-Stange hinter euch herziehen.

Einige Modelle können sogar als Rucksack umgebaut werden und sind dann zum Beispiel auch perfekt für einen Wanderausflug. Der Hundetrolley sollte groß genug sein, dass euer Vierbeiner sitzen und auch liegen kann.

Ein Hundetrolley ist für kurze Strecken ganz gut geeignet und ihr solltet bedenken, je schwerer euer Hund ist, umso schwerer ist es dann auch für euch.

Wo kann ich einen Hundetrolley einsetzen?

  • Stadtbesuch: wenn ihr mal kurz in der Stadt etwas erledigen möchtet und euer Hund nicht allein im Auto bleiben soll.
  • Bahnfahrt: für die Fahrt in der Bahn zur Arbeit oder in die Stadt ist der Hundetrolley ebenfalls ein perfekter Begleiter. Viele Modelle bieten zusätzlich Staufächer für eure Utensilien.
  • Messebesuch: gerade auf Messen ist es oft voll und laut und da bietet ein Hundetrolley eurem Vierbeiner zusätzlich einen dankbaren Rückzugsort. Außerdem wird er in dem Getümmel vor ungewollten Tritten geschützt.

Für welche Hunde ist ein Trolley geeignet?

Welpen: Gerade Welpen und junge Hunde sollen in ihren ersten Lebensmonaten noch nicht soviel Laufen.

ältere oder kranke Hunde: Das längere Laufen wird für ältere Hunde irgendwann anstrengend – kranke müssen geschont werden. Im Trolley könnt ihr euren Vierbeiner trotzdem mitnehmen und zwischendurch auch mal für eine kleine Schnüffelrunde rauslassen.

ängstliche Hunde: unter Umständen ist ein Hundetrolley auch für ängstliche Hunde eine gute Möglichkeit. Ob der Einsatz bei eurem Hund sinnvoll ist, solltet ihr jedoch vorher unbedingt mit eurem Tierarzt oder Hundetrainer besprechen.

TRIXIE Hundetrolley


▷ Hunderucksack – vielseitig einsetzbar

Hunderucksack

Foto: www.trixie.de

Es gibt 2 Arten von Hunderucksäcken: der für Menschen, mit dem wir unseren Hund auf dem Rücken transportieren können. Und dann gibt es noch den Rucksack für Hunde, der auf dem Rücken des Hundes getragen wird.

Hier beschäftigen wir uns mit dem Hunderucksack für den Menschen. Dieser eignet sich sehr gut für kleine Hunde; wobei es auch Modelle für Hunde bis 20kg gibt. Der große Vorteil eines Hunderucksackes ist, dass ihr euren Vierbeiner mitnehmen könnt und ihr beide Hände frei habt.

Die unterschiedlichen Modelle haben meistens eine Belüftung, damit sich euer Hund wohlfühlt und für eine angenehme Temperatur gesorgt ist. Damit euer Hund nicht unerwartet rausspringen kann, solltet ihr darauf achten, dass der Hunderucksack eine Befestigung mit einer kurzen Leine hat. Daran könnt ihr euren Vierbeiner sichern.

Und natürlich sollte der Hunderucksack auch über eine ausreichend große Öffnung verfügen, damit euer Hund den Kopf rausstrecken und die Umgebung wahrnehmen kann.

Wo kann ich einen Hunderucksack einsetzen?

  • Wandertouren: Wer gerne größere Wandertouren unternimmt und seinen Vierbeiner gerne dabei haben möchte, ist mit einem Hunderucksack sehr gut ausgestattet.
  • Tierarzt: Auch wenn es zum Tierarzt geht, kann der Einsatz eines Hunderucksackes sinnvoll sein. So ist euer Vierbeiner nicht so gestresst, wenn es in die Praxis geht.
  • Stadtbesuch/Shoppingtour: Auch hier eine praktische Lösung für euren kleinen Hund. Außerdem ist euer Vierbeiner im Gedränge auch vor ungewollten Tritten geschützt.

Welche Hunde kann ich in einem Hunderucksack transportieren?

Ein Hunderucksack eignet sich sehr gut für kleine Hunde und Welpen. Aber auch größere Hunde bis 20kg können in einem Hunderucksack transportiert werden.

TRIXIE Hunderucksack


▷ Hundebuggy – keine Einschränkung beim Bewegungsradius

Hundebuggy

Foto: www.trixie.de

Mit einem Hundebuggy habt ihr keine Einschränkung in eurem Bewegungsradius, egal um welche körperliche Einschränkung es sich bei eurem Vierbeiner handelt.

Ein wichtiges Kriterium bei der Wahl des Hundebuggys ist die Belastbarkeit. Es gibt Modelle für Hunde von 10-15 kg; stabilere Modelle können auch Vierbeiner bis 30 kg oder mehr problemlos transportieren.

Wo kann ich einen Hundebuggy einsetzen?

Mit einem Hundebuggy könnt ihr euch überall dort gut bewegen, wo es befestigte Wege gibt – im Alltag zum Beispiel:

  • Stadtbesuch
  • Bahnfahrt
  • Schopping-Tour
  • Spaziergang
  • Tierarzt

Manche Modelle haben robustere Räder, mit denen man auch auf Feld- oder Schotterwegen ganz gut unterwegs sein kann.

Für welche Hunde ist ein Hundebuggy geeignet?

Für alle Hunde, die eine körperliche Einschränkung haben oder nicht so weit laufen sollen: kleine Hunde und Welpen, aber überwiegend für kranke und alte Hunde. Mit dem Hundebuggy könnt ihr euren Vierbeiner fast überall hin mitnehmen und ihr seid damit relativ flexibel.

TRIXIE Hunderbuggy


▷ Hundetasche – ideal für kleine Hunde

Eine Hundetasche kommt meistens bei kleinen und leichten Hunden zum Einsatz. Es gibt aber auch Modelle, mit denen man Hunde mit einem Gewicht bis zu 10 kg tragen kann. Hundetaschen sind ideal wenn ihr unterwegs seid und zusätzlich Utensilien verstauen müsst – viele Modelle haben dafür praktische Seitentaschen.

Achtet beim Kauf einer Hundetasche auf stabile Schultergurte und Trageriemen. Außerdem ist ein festerer Boden wichtig, damit euer Vierbeiner nicht durchliegt. Zusätzlich sollte es die Möglichkeit geben den Hund in der Tasche am Geschirr anzuleinen, falls er mal rausspringen will.

Wann ist eine Hundetasche geeignet?

Eine Hundetasche ist für alle möglichen Alltagssituationen, in denen euer Hund nicht lange laufen soll oder er auch vor großen Menschenansammlungen geschützt werden soll, geeignet. Aber auch für den Tierarztbesuch oder wenn euer Vierbeiner zwischendurch mal müde ist und sich ausruhen soll.

Für welche Hunde ist eine Hundetasche sinnvoll?

Wie oben schon erwähnt ist eine Hundetasche am besten für kleine und leichte Hunde geeignet. Aber auch Welpen, die mit den äußeren Einflüssen schnell überfordert sind, kann eine Hundetasche einen sicheren Rückzugsort bieten.

TRIXIE Hundetasche


Braucht ihr noch Tipps zum sicheren Transportieren eures Hundes im Auto? Dann schaut doch mal in unserem Artikel  „Hund im Auto transportieren“ vorbei.


Dog’s Places finden

Dog's Places App für HundehalterEin sehr praktisches Tool für alle Hundefreunde ist unsere Dog’s Places App. Hier findest du nicht nur die besten Hundeläden, sondern unter anderem auch Empfehlungen für Auslaufplätze, hundefreundliche Hotels, Tierärzte und vieles mehr. 

Tragt hier eure liebsten Dog’s Places ein oder nutzt dafür unsere App – verfügbar für iPhone / iPad und Android.

Dog’s Places-App hier GRATIS downloaden

Grasmilben beim Hund: erkennen, behandeln und vorbeugen

Wenn ihr merkt, dass sich euer Hund ungewöhnlich häufig juckt und kratzt, dann könnte es die Schuld von Grasmilben, oder auch Herbstgrasmilben genannt, sein. Dabei sind diese Parasiten nur im Larvenstadium ein Ärgernis für deinen Hund – erwachsene Milben sind völlig harmlos. Aber wie erkenne ich überhaupt, dass mein Hund von Grasmilben befallen ist? Was kann ich dagegen tun? Und wie kann ich vorbeugen? Alles was ihr darüber wissen müsst, erfahrt ihr hier.


Die Themen im Überblick:

● Was sind Grasmilben
● Wann treten Herbstgrasmilben auf?
● Wie gelangen Grasmilben auf meinen Hund?
● Was sind die Symptome?
● Wie erkenne ich, ob mein Hund von Grasmilben befallen ist?
● Kann ich den Befall von Herbstgrasmilben vorbeugen?


Was sind Grasmilben?

Grasmilben oder auch Herbstgrasmilben genannt, sind Parasiten die zu der Spezies der Spinnentiere gehören. Sie befallen bevorzugt Tiere wie Mäuse, Hunde und Katzen. Weltweit gibt es ca. bekannte 30.000 Milbenarten – damit sind sie die artenreichste Gruppe der Spinnentiere.

Für unsere Hunde sind die spinnenartigen Parasiten erstmal ungefährlich. Jedoch kann der heftige Juckreiz übermässiges Lecken, Beißen und Kratzen bei eurem Hund auslösen – was wiederum zu Entzündungen oder sogar offenen Stellen führen kann.

Wann treten Herbstgrasmilben auf?

In unseren Breitengraden treten die Grasmilben je nach Witterung zwischen April und Oktober auf. Warme, sonnige und trockene Tage lieben sie besonders. Zu finden sind die Parasiten auf Wiesen und an Waldrändern. Grasmilben-Larven befallen oft nur ein Tier – aber wenn, dann in Massen. Eine Übertragung von Tier zu Tier oder auch von Tier zu Mensch ist jedoch relativ unwahrscheinlich.

Sobald es den ersten Frost bei uns gibt, hat sich das Thema mit den Grasmilben beim Hund erledigt. Die Larven werden bei dieser Witterung abgetötet.

Wie gelangen Grasmilben auf meinen Hund?

Die Neotrombicula autumnalis (lateinischer Name der Herbstgrasmilbe) ist gerne in feuchten Gebieten unterwegs, wo sie auch ihre Eier legen. Wenn der Frühling kommt, schlüpfen die Larven und siedeln sich an Grashalmen, Zweigen und Blättern an. Sobald ein potenieller Wirt, wie zum Beispiel euer Hund, vorbeikommt, heften sie sich an – bevorzugt an Stellen wo die Haut dünn und fein ist. Zum Beispiel zwischen den Zehen, an den Augen, in der Leistengegend, am Bauch oder auch am Nasenrücken.

Die Grasmilben ernähren sich vom Gewebe der oberen Hautschicht, welches sie mit ihrem Mundwerkzeug und der Speichelflüssigkeit lösen. Das dauert in der Regel einige Tage und danach fallen sie von ihrem Wirt ab.

Was sind die Symptome?

Hautentzündung durch Herbstgrasmilben beim Hund

Die Symptome bei einem Befall mit Herbstgrasmilben können sehr unterschiedlich sein. Je nach Hund und Intensität des Befalls gibt es verschiedene Ausprägungen. Vom Biss bis zum Erscheinen der Symptome vergehen ungefähr 24 Stunden.

Das sind die häufigsten Reaktionen, die ihr bei eurem Hund beobachten könnt:

  • Hautreaktionen mit Rötungen
  • Quaddeln, Pusteln und Krusten
  • übermässiger bis starker Juckreiz
  • Fellverlust durch Kratzen

Wenn die Larven abgefallen sind, können die Symptome noch weitere Tage anhalten bis sie letztendlich abklingen.

Wie erkenne ich, ob mein Hund von Grasmilben befallen ist?

Wenn ihr die o.g. Symptome feststellt und sie auch noch in den bekannten Monaten auftreten, liegt der Verdacht sehr nahe, dass es sich um Grasmilben beim Hund handelt. Beim näheren Betrachen der Stellen an eurem Hund, die er aufällig häufig juckt, kratzt und leckt, könnt ihr vielleicht auch die orange-rötlichfarbenen Larven erkennen.

Ganz sicher kann die Diagnose nur beim Tierarzt gestellt werden. Deshalb empfiehlt es sich beim Verdacht einen aufzusuchen – auch um starke Entzündungen  der Haut zu vermeiden.

Kann ich den Befall von Grasmilben beim Hund vorbeugen?

Grasmilben beim Hund

Ein Patenrezept gegen Grasmilben gibt es leider nicht. Aber ihr könnt den Befall zum Beispiel vorbeugen, in dem ihr Auslaufflächen mit hohem Gras meidet – das sind die typischen Lebensräume der Milben. Außerdem könnt ihr eure Spaziergänge in die frühen Morgenstunden verlegen, denn dann sind die Larven weniger aktiv.

Zusätzlich könnt ihr nach eurer Gassirunde die Pfoten eures Hundes mit lauwarmen Wasser abspülen, dann werden die Larven abgespült und können erst gar nicht tätig werden.

Es gibt auch Präparate gegen Floh- und Zeckenbefall – spezielle Repellentien, die deinen Hund auch vor einem Befall durch Herbstgrasmilben schützen können. Dazu kann euch aber am besten der Tierarzt eures Vertrauens beraten.


Zum Glück ist unsere Frieda bisher von einem Befall verschont geblieben. Wie ist es bei euch? Habt ihr schon Erfahrungen mit Herbstgrasmilben bei eurem Hund gemacht? Dann schreibt uns gerne einen Kommentar unter diesen Beitrag oder per eMail an feedback@dogsplaces.de


Wohnmobil mit Hund – wichtige Infos & nützliche Tipps

Wir lieben es im Wohnmobil mit Hund unterwegs zu sein. Egal ob Wohnmobil, Camper oder Wohnwagen – damit es für euch möglichst stressfrei und entspannt abläuft, ist es hilfreich sich optimale Voraussetzungen zu schaffen. Wir sind bereits seit einigen Jahren mit dem Wohnmobil und unserer Hündin Frieda unterwegs und haben viele nützliche Tipps für ein entspanntes Camping mit Hund. Hier erfahrt ihr alles Wissenswerte darüber.

Wenn wir mit dem Wohnmobil unterwegs sind, verbringen wir die überwiegende Zeit draußen und in der Natur. Was gibt es also nichts Schöneres für unsere Vierbeiner, als den ganzen Tag mit uns die Gegend zu erkunden. Und dabei ist es egal ob wir am Meer sind und unsere Hunde sich am Strand austoben und in die Wellen stürzen können, oder ob wir über Felder, Wiesen und durch Wälder wandern.

Camping in der Natur mit Hund

Eure Hunde kommen aber nicht nur in der Natur auf ihre Kosten – viele Campingplätze sind auf Camping mit Hund ausgerichtet. Für uns Hundebesitzer gilt es jedoch auf ein paar Dinge zu achten: von der Auswahl des Standortes bis hin zur campingtauglichen Hundeausstattung, die ihr in eurem Wohnmobil oder Wohnwagen dabei haben solltet.


Unsere Themen im Überblick:

● Die Planung: Auswahl des Standortes/Campingplatzes
● Die Umgebung checken
● Im Ausland: Wie sind die Einreisebestimmungen
● Hundezubehör: Das solltet ihr dabei haben
● Sicher reisen
● Angekommen: Campingplatz Regeln


Die Planung

Das A und O für einen schönen und entspannten Campingurlaub mit Hund ist die Planung. Dabei geht es schon mit der Auswahl den Campingplatzes und der Frage „Sind Hunde erlaubt oder nicht?“ los. Beim überwiegenden Teil sind unsere Vierbeiner herzlich willkommen. Darüber hinaus sollte man sich den Standort jedoch genauer anschauen, um entscheiden zu können, ob er die richtige Wahl ist.

Hundetoilette beim Camping mit HundCampingplätze in der Natur bieten sich natürlich am besten an. Wenn ihr gerne auch mal stadtnah campen wollt, achtet darauf, dass es Freilaufflächen, eingezäunte Hundewiesen oder Parks in der Nähe gibt. Übrigens haben hundefreundliche Campingplätze oft auch Hundeduschen und für ausreichend Gassibeutel und Entsorgungsstationen ist ebenfalls gesorgt.

Als nächstes ist es natürlich auch gut zu wissen, was dein Hund kostet. Hier variieren die Gebühren je nach Angebot und Saison – ihr könnt mit ca. 3 bis 6 Euro pro Tag rechnen. Ein ebenso wichtiger Punkt: besteht Leinenpflicht auf dem gesamten Campingplatz? Aus unserer Erfahrung heraus kann ich sagen, dass wir bisher noch keinen Platz erlebt haben, wo es keine Leinenpflicht gab. Das finden wir aber auch gut so, denn nicht jeder Hund kommt mit jedem anderen Hund gut zurecht. Außerdem gibt es viele Mitcamper ohne Hund, auf die man Rücksicht nehmen sollte.

Wenn wir uns mit Frieda auf dem Campingplatz bewegen, achten wir auch immer darauf, dass wir ausreichend Abstand zu  Stellplätzen von Wohnmobilen mit Hund haben. Viele Hunde verteidigen „ihren“ Platz rund um das Wohnmobil – Ärger ist also vorprogrammiert, wenn sich dein Hund zu nah an das fremde Teritorium wagt.

eingezäunter HundeauslaufEin durch und durch hundefreundlicher Campingplatz bietet in seinem Supermarkt übrigens auch Hundefutter und Leckerlis an. Wassernäpfe stehen gerne an Rezeptionen oder vor Imbissen. Und im Idealfall gibt es sogar einen eingezäunten Hundespielplatz.

 


Die Umgebung checken

Bei der Entscheidung des richtigen Standortes bzw. Campingplatzes achten wir immer auch auf die Umgebung. Da wir am liebsten in die Natur fahren, sind für uns zum Beispiel die Spazier- und Wanderwege sehr wichtig. Wir schauen uns daher immer an, ob man direkt vom Platz aus starten kann und wie weitläufig die Routen und Möglichkeiten sind.

Wenn wir ans Meer fahren sind hingegen die Hundestrände oder -wiesen ein wichtiger Punkt. Bei den meisten Campingplätzen, die direkt am Meer liegen, gibt es Abschnitte am Strand, die für unsere Vierbeiner freigegeben sind und man sie auch ohne Leine rumtollen lassen kann. Aber auch eingezäunte Hundewiesen sind keine Seltenheit.

Hundestrand am Campingplatz

Was für uns noch zum Checken der Umgebung gehört sind Cafes und Restaurants. Auch hier schauen wir im Vorfeld ob es genügend hundefreundliche Orte gibt, zu denen wir Frieda entspannt mitnehmen können. Auch wenn wir überwiegend selbst kochen, macht es doch auch Spaß wenn die Wohnmobil-Küche kalt bleibt und man sich verwöhnen lassen kann.

hundefreundliche Orte findet ihr übrigens in unserer App DogsPlaces


Im Ausland: Einreisebestimmungen für Hunde

Wenn ihr ins Ausland reisen möchtet, informiert euch unbedingt im Vorfeld über die Einreisebestimmung für eure Hunde, damit es keine unnötigen Überraschungen vor Ort für euch gibt. Wenn ihr in Deutschland unterwegs seid, reicht es in der Regel aus den Impfpass dabei zu haben.

Daran solltet ihr denken:

  • EU-Heimtierausweis: seit 2004 Pflicht – enthält alle wichtigen Informationen über euren Hund
  • Tollwut-Impfung: ist ebenfalls in vielen Ländern Pflicht
  • Chip zur Identifizierung: in vielen Ländern verpflichtend
  • Rasse: in manchen Ländern dürfen nicht alle Rassen mitgeführt werden (z.B. hat Dänemark hier strenge Richtlinien)
  • Maulkorb: ist in vielen Ländern Pflicht, zum Beispiel in öffentlichen Verkehrsmitteln

Hundezubehör für unterwegs

Zubehör für Camping mit Hund

Damit ihr bestmöglich ausgestattet seid, findet ihr hier eine Liste mit sinnvollen Dingen (neben dem wichtigsten: das Futter), die ihr bei eurem Wohnmobilurlaub mit Hund dabei haben solltet:

  • Hundebett: wir haben Frieda einen kuscheligen Platz unterm Tisch eingerichtet. Hundebett im Wohnmobil
  • Trink- und Futternapf: natürlich ein Muss. Es gibt z.B. auch auslaufsichere Näpfe, dann braucht ihr euch während der Fahrt  keine Sorgen zu machen. Und für eure Ausflüge unterwegs bieten sich diese tollen und leichten faltbaren Näpfe an.
  • Hygiene Set: Hundekotbeutel, Geruchsentferner, Hundebürste
  • Erste Hilfe Set, Zeckenzange, Desinfektionsspray
  • LED Sicherheitslicht: für die Abendrunden in der Dunkelheit
  • Schwimmweste für Hunde: damit seid ihr mit eurem Vierbeiner im oder auf dem Wasser auf der sicheren Seite
  • Halsband mit Anhänger inkl. Telefonnummer: immer wichtig, und ganz besonders in fremder Umgebung
  • Handstaubsauger: wir fahren nie ohne Handstaubsauger los – er wird bei uns täglich genutzt Wohnmobil mit Hund
  • Fußmatte: auch wenn man die Pfoten schon gut sauber gemacht hat, hilft zusätzlich eine Fußmatte im Eingangsbereich. Bei richtigem Schietwetter legen wir zusätzlich noch ein Handtuch in den Eingangsbereich.

  • Leckerlis, Kaustangen oder -knochen
  • Outdoor-Decke: sehr praktisch mit wasserdichter Unterseite.
  • längere Leine oder Schleppleine: am Platz sollte euer Hund immer angeleint sein. Mit einer längeren Leine hat euer Hund mehr Spielraum um euren Camper herum.
  • Sichtschutz: die meisten Hunde verteidigen ihr Revier rund um den Camper und bellen, wenn sich eine fremde Person nähert oder auch nur vorbeigeht. Dafür ist ein Sichtschutz eine gute Lösung – dann ist euer Hund entspannter und ihr ebenfalls. Übrigens habt ihr damit auch einen guten Windschutz.
  • Erdhaken: damit könnt ihr euren Hund sicher mit der Leine befestigenErdhaken Camping mit Hund
  • DogSitter Hundehaken: eine Alternative zum Erdhaken. Der Hundehaken ist eine Auffahrplatte (ihr fahrt mit einem Reifen darauf), an der sich eine Öse zum Befestigen der Leine befindet. Eine gute Lösung, falls es mal keine Möglichkeit gibt den Erdhaken in den Boden zu drehen.
  • Handtücher: bei unserer Wasserratte Frieda unverzichtbar – und bei Schietwetter sowieso.
  • Hundebademantel: ebenfalls ein sinnvolles Utensil. Vorteil: euer Hund riecht nicht so streng im Wohnmobil und das Fell trocknet richtig gut.
  • Sonnenschirm: nicht überall ist ausreichend Schatten für den Vierbeiner. Wir haben deshalb immer auch einen kleinen Sonnenschirm für Frieda mit an Bord.

Man könnte die Liste noch unendlich weiterführen, aber mit diesen Dingen seid ihr erstmal sehr gut ausgestattet und für alles gerüstet. Hier findet ihr eine ausführliche Checkliste für den Urlaub mit Hund:  Packliste für den Urlaub mit Hund


Sicher mit Hund im Wohnmobil reisen

Wenn ihr mit dem Wohnmobil unterwegs seid, müsst ihr dafür sorgen, dass euer Hund während der Fahrt gesichert ist. Denn das ist sogar gesetzlich vorgeschrieben. Laut Straßenverkehrsordnung §23 StVO gilt ein Hund als „Ladung“ und ist so zu sichern, dass er die Verkehrssicherheit zu keiner Zeit beeinträchtigt.

Das bedeutet, dass ihr euren Hund während der Fahrt so sichern müsst, dass er im Falle eines heftigen Ausweich- oder Bremsmanövers nicht unkontrolliert durchs Fahrzeug fliegt. Dabei werden enorme Kräfte freigesetzt, zum Beispiel schon bei einem Aufprall mit 50 km/h entwickelt ein ungesicherter Hund ungefähr das 25-fache seines Eigengewichtes – was ein extremes Verletzungsrisiko für Mensch und Tier bedeutet. Deshalb solltet ihr bei der Planung diesen wichtigen Punkt unbedingt bedenken.

Es gibt folgende Möglichkeiten:

  • Hund im Wohnmobil anschnallen: Das ist die günstigste Variante und leicht umzusetzen. Dafür benötigt ihr einen Anschnallgurt, der in dem Anschnall-Adapter an der Sitzbank befestigt wird. Wichtig ist dabei, dass euer Hund ein dafür geeignetes Geschirr trägt. Nachteil dieser Variante ist, dass der Hund relativ viel Spiel hat und die Variante keinen wirklich guten Aufprallschutz bietet.
  • Hundebox im Wohnmobil: Das ist eine sehr sichere Lösung. Jedoch muss darauf geachtet werden, dass die Box gut gesichert ist und keinen Spielraum zum verrutschen hat. Die Herausforderung ist jedoch der Platz, denn im Wohnmobil selbst ist meistens relativ wenig Raum für eine Hundebox. Hier muss man kreativ werden.
  • Wohnmobilausbau für Hunde: Das ist ebenfalls eine sehr sichere, aber auch sehr teure Variante. Wenn ihr jedoch gerade plant ein Wohnmobil zu kaufen, lohnt es sich die Augen nach einem speziellen Modell, das auf das Mitführen und die Sicherheit eurer Vierbeiner ausgelegt ist. Zwischenzeitlich gibt es auch die Möglichkeit spezielle Wohnmobile für das Reisen mit Hund zu mieten. Sie sind perfekt für euch und euren Hund ausgebaut, z.B. 4Pfoten-Mobile.

Angekommen: Campingplatz-Regeln

Regeln beachten beim Camping mit Hund

Jeder Campingplatz hat seine eigene Hausordnung, die man unbedingt beachten sollte. Denn auch wir selbst möchten ja einen möglichst entspannten und harmonischen Campingurlaub mit Hund. Dazu gehört auch gegenseitige Rücksichtnahme, gerade weil nicht jeder Camper einen Hund hat. Hundebesitzer sollten mindestens diese Regeln beachten:

  1. Leinenpflicht: wie oben schon erwähnt, herrscht grundsätzlich Leinenpflicht auf Campingplätzen. Achte unbedingt darauf, dass dein Hund nicht frei auf dem Platz läuft. Das gilt auch an nicht ausgewiesenen Hundestränden – am besten erkundigt ihr euch beim Platzwart, welcher Strandabschnitt für Hunde erlaubt ist.
  2. Hinterlassenschaft: Achte darauf, dass dein Hund sein Geschäft außerhalb des Platzes verrichtet. Das sofortige Beseitigen des Outputs versteht sich von selbst.
  3. Hund nicht lange unbeaufsichtigt lassen: Denkt daran, dass das Klima im Wohnmobil oder Camper bei Sonne schnell ungemütlich und sogar gefährlich für euren Vierbeiner werden kann.

Wie sind eure Erfahrungen beim Camping mit Hund? Habt ihr noch weitere Tipps für uns? Wir freuen uns über eure Nachrichten an feedback@dogsplaces.de oder hinterlasst unter diesem Artikel einen Kommentar.

Weihnachten mit Hund

Die Weihnachtszeit steht vor der Tür und der Alltag wird wieder etwas stressiger als in der übrigen Zeit des Jahres. Das merken auch unsere Vierbeiner und der ein oder andere neigt zu Unruhe und Nervosität – insbesondere junge Hunde. Damit euer Weihnachten mit Hund entspannt und auch sicher wird, verraten wir euch worauf ihr alles achten solltet.

Vorbereitungen in der Adventszeit

▷ Rückzugsort für euren Hund

Auch wenn man es sich jedes Jahr vornimmt, irgendwie wird die Adventszeit doch stressiger als geplant. Die Vorbereitungen für die Festtage beginnen, überall Dekoration, Lichter, Kerzen und Duftlampen. Und im schlechtesten Fall (für den Hund) muss sogar das Hundekörbchen für den Weihnachtsbaum weichen. Deshalb ist es wichtig, dass euer Hund auch in der stressigen Zeit seine Rückzucksmögilchkeit hat, wenn es ihm mal zu viel wird.

▷ Einkäufe und Geschenke-Shopping

Wenn ihr unterwegs seid um Einkäufe und Geschenke zu besorgen, dann lasst euren Vierbeiner am besten zu Hause. Jeder kennts, Erledigungen in der Vorweihnachtszeit sind stressiger als sonst und wenn man dann noch den Hund dabei hat, wird es auch nicht entpsannter. Am besten geht ihr davor eine schöne Runde mit dem Hund spazieren – das ist für beide Seiten schön – und wenn ihr danach unterwegs seid, kann sich euer Vierbeiner ausruhen.


Habt ihr einen Adventskalender für euren Vierbeiner? Wir haben uns ein paar angeschaut und unter die Lupe genommen. ▷ unsere 9 besten Adventskalender für Vierbeiner


▷ Weihnachts-Kekse für Hunde

Hundekekse an WeihnachtenWas gibt es nichts Schöneres als in der Vorweihnachtszeit Plätzchen zu backen. Wir lieben es! Und unsere Hunde sollen dabei doch auch nicht zu kurz kommen.

Hundekekse braucht ihr nicht zu kaufen, sondern ihr könnt sie schnell und einfach selbst backen. Hier ist das Rezept für unseren, äh nein Friedas 🐶 Lieblingskeks:

 

Leberwurst Bällchen

  • 100 g grobe Haferflocken
  • 100 g feine Haferflocken
  • 150 g Quark
  • 150 g Leberwurst
  • 2 EL Sonnenblumen-Öl
  • 1 Ei

Und so einfach gehts: Erstmal den Backofen auf 175 Grad vorheizen. Dann alle Zutaten zu einem Teig verkneten und daraus kleine Kugeln formen. Die Bällchen legt ihr auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech und lässt sie ca. 25 Minuten im Ofen. Danach auskühlen lassen und fertig!

Es gibt viele weitere tolle Rezepte für leckere Hundekekse und mit den schönen Hundeausstechformen sehen sie auch noch klasse aus. Übrigens, das ist auch eine schöne Idee zum Verschenken an Hundefreunde.


Auf was ihr an Weihnachten mit Hund achten solltet

Ein schön geschmücktes Zuhause, ein festlicher Weihnachtsbaum und das Festtagsmenü gehören natürlich zur Adventszeit und den Feiertagen dazu. Dabei kann so einiges die Neugierde bei eurem Vierbeiner wecken – insbesondere bei jungen Hunde und Welpen sind Baumschmuck und Co besonders interessant.

Manche schnüffeln nur mal kurz daran und damit hat sich das Thema für sie erledigt. Unsere Frieda war im ersten Jahr sehr neugierig und wir mussten darauf achten, dass sie den Baumschmuck nicht als Spielzeug sieht. Aber mit ein paar „Nein’s“ hat das schnell funktioniert.

Wenn ihr bei jungen Hunden und Welpen ein Auge darauf habt und Folgendes berücksichtigt, steht einem entspannten und besinnlichen Weihnachtsfest nichts im Wege:

▷ Baumschmuck

  • Kugeln: In der Regel schmücken wir unseren Baum auch mit schönen Glaskugeln. Diese sind bekanntlich zerbrechlich und können so zur Gefahr werden. Deshalb solltet ihr diese nicht im unteren Bereich, wo euer Hund noch dran kommt, aufhängen. Wenn sie runterfallen, zerbrechen sie und euer Hund kann sich daran verletzen. Es gibt auch schöne Alternativen aus Kunststoff.
  • Lametta: Solltet ihr darüber nachdenken Lametta an euren Baum zu hängen, achtet darauf, dass euer Hund nicht dran kommt und es auch nicht herunterfällt. Denn wenn es beim Spielen verschluckt wird, kann die Verdauung bei eurem Hund blockiert werden und Schlimmeres verursachen.
  • Brennende Kerzen: eine weitere Gefahrenquelle – deshalb lasst euren Vierbeiner niemals mit brennenden Kerzen im Raum alleine.
  • Lichterketten: bei Lichterketten verdeckt ihr am besten das Stromkabel, damit euer Hund nicht auf die Idee kommt, daran zu knabbern. Denn dann könnte er einen Stromstoß bekommen. Es gibt mittlerweile auch kabellose LED-Kerzen für den Baum

Weihnachten mit Hund

▷ Pflanzen & Duftöle

  • Pflanzen: Weihnachtsstern, Mistelzweige und Stechpalmzweige – diese Pflanzen sind giftig für Hunde und können Übelkeit, Erbrechen und Durchfall verursachen. Achtet darauf, dass ihr die Weihnachtspflanzen in sicherer Entfernung für euren Hund stellt.
  • Duftöle: Auch diese sollten außerhalb der Reichweite von Hunden stehen. Denn sie können ebenfalls giftige Substanzen enthalten.

▷ Schokolade & Süssigkeiten

▷ Festtagsbraten & Essensreste

  • Festtagsbraten: sehr lecker, aber definitv nichts für unsere Hunde, da sie meist zu stark gewürzt sind.
  • Essensreste: Achtet generell darauf, dass nichts Essbares unbeobachtet und für euren Vierbeiner erreichbar ist.

Diese Hinweise sind den Meisten unter euch sicher schon bekannt und richten sich daher hauptsächlich an Ersthundebesitzer mit jungen Hunden und Welpen.

Wenn doch mal etwas schief geht

Sollte es dennoch passieren und dein Vierbeiner hat etwas Verbotenes aufgenommen, kontaktiere am besten deinen Tierarzt, wenn du dir unsicher bist. Beachte dabei, dass viele Praxen über die Feiertage geschlossen haben. Deshalb informierst du dich am besten schon im Vorfeld, wo du dich im Notfall hinwenden kannst. Tierkliniken und Tierpraxen findest du auch in unserer App Dog’s Places.


Weihnachtsgeschenke für Hunde

Habt ihr eigentlich schon ein Weihnachtsgeschenk für euren Hund? Es gibt so unglaublich viele tolle Sachen und man könnte seinem Vierbeiner jede Woche etwas neues kaufen. Wie gut dass Weihnachten vor der Tür steht – der perfekte Zeitpunkt um ein neues Halsband oder eine neue Hundedecke zu kaufen. Aber es gibt noch viele andere schöne Dinge für Hunde. Wir haben uns umgesehen und 15 tolle Ideen für euch rausgesucht:

Schaut mal hier ▷die besten Weihnachtsgeschenke für Hunde

Weihnachten mit Hund

 

Übrigens: für die kalte Jahreszeit haben wir viele Infos & Tipps für euch ▷Winter mit Hund


Silvester mit Hund

Kaum ist Weihnachten vorbei, schon steht das nächste Event vor der Tür: Silvester. Für viele Hunde und ihre Hundebesitzer eine Herausforderung. Denn der Lärm und der strenge Geruch eines Feuerwerkes ist für Hunde extrem anstrengend und kann unsere Vierbeiner stressen.

Wenn ihr dazu Tipps braucht, schaut doch mal in unserem Artikel Silvester mit Hund: Wenn euer Hund Angst hat vorbei.

Und für alle die am liebsten wegfahren und dem Lärm entkommen möchten, erfahrt ihr hier wo ihr ein böllerfreies Silvester mit Hund verbringen könnt.


Wie verbringt ihr eigentlich die Zeit an Weihnachten mit eurem Hund? Habt ihr schon ein Geschenk für euren Vierbeiner? Schreibt uns gerne an feedback@dogsplaces.de

Wir wünschen euch mit euren Fellnasen und euren Familien ein wunderschönes und entspanntes Weihnachtsfest! Euer Dog’s Places Team

 

Hund im Winter: Infos & Tipps für die dunkle Jahreszeit

Wenn sich die Blätter im Herbst verfärben, ist es nicht mehr weit und der Winter steht vor der Tür. Und wenn in dieser Zeit die Sonne scheint, macht es umso mehr Spaß mit seinem Hund draußen in der Natur unterwegs zu sein. Aber Herbst und Winter zeigen sich nicht immer von ihrer schönsten Seite – viele Tage und Wochen sind kalt und nass. Damit ihr im Winter gut mit eurem Hund durch die dunkle Jahreszeit kommt, haben wir viele Infos und Tipps für euch zusammengestellt.


Die Themen im Überblick:

● Ab wann frieren Hunde?
● Braucht mein Hund einen Wintermantel?
● Pfotenpflege: Achtung bei Streusalz und Split!
● Wichtiges beim Gassi gehen im Dunkeln
● Wenn der Hund (im Winter) nass wird
● Ist es schlimm wenn mein Hund Schnee frisst?
● Was bei der Ernährung wichtig ist
● Hund im Winter baden
● Infos und Tipps auf einen Blick


Ab wann frieren Hunde?

Auch Hunde brauchen eine gewisse Körpertemperatur um ihr Immunsystem und den Organisums intakt zu halten und gesund zu bleiben.

Wenn sie sich körperlich anstrengen erzeugen sie zusätzlich Körperwärme – auch bei sehr kalten Außentemperaturen. Allerdings ist das nicht unendlich möglich – irgendwann funktioniert auch das in der Kälte nicht mehr und euer Hund kühlt sehr schnell aus. Deshalb solltet ihr euren Vierbeiner bei euren Unternehmungen im Freien im Auge behalten. Generell gilt beim Gassigehen im Winter immer in Bewegung zu bleiben und längeres Pausieren zu vermeiden.

Aber nicht nur wenn ihr draußen unterwegs seid, sondern auch wenn euer Hund mal im Auto warten muss. Denkt daran, dass er dann noch schneller auskühlt. Sollte es einmal nicht anders möglich sein, dann legt ihm eine wärmende Decke mit ins Auto.

In der Tabelle könnt ihr sehen, ab wann es für euren Hund frostig wird. Dabei stellen die Werte nur einen groben Richtwert dar. Denn es spielen verschiedenen Faktoren wie Rasse, Körperfett, Fellbeschaffenheit und Gesundheitszustand eine Rolle. Wenn man zum Beispiel auf die Fellbeschaffenheit schaut, kommt ein Labrador mit Unterwolle besser mit Kälte klar, als ein Viszla. Deshalb ist es wichtig, dass ihr euren Hund gut beobachtet – ihr werdet sehr schnell merken, wenn es zu kalt für ihn ist.


Braucht mein Hund einen Wintermantel?

Hund im Winter mit Hundemantel

Wie oben schon erwähnt, reagieren manche Hunderrassen aufgrund ihrer Fellbeschaffenheit bei Kälte empfindlicher als andere. Zum Beispiel Hunde mit sehr kurzem Fell oder Rassen ohne Unterwolle. Das betrifft übrigens nicht nur kleine Vierbeiner wie zum Beispiel einen Yorkshire Terrier, sondern auch große Hunde wie einen Rhodesian Ridgeback. Aber auch Hunde die körperlich geschwächt sind und sehr alte Hunde frieren im Winter schneller.

Für diese Vierbeiner lohnt es sich über einen Hundemantel für die kalte Jahreszeit nachzudenken. Aber wie finde ich den richtigen Mantel? Die Auswahl ist wirklich riesig und in Farben und Muster steht euch alles mögliche zur Verfügung. Wenn ihr euch dafür entscheidet eurem Hund einen Wintermantel zu kaufen, solltet ihr auf diese Dinge achten:

  • Material: Achtet darauf, dass das Material dem rauhen Wetter im Winter standhält und gut vor Wind und Wasser schützt. Materialen wie Wolle eignen sich zum Beispiel weniger, da hier der Wind durchpfeift und Nässe nicht abgehalten wird.
  • Passform: Die Passform ist das A und O. Der Mantel oder die Jacke sollte bequem sitzen, sodass der Hund sich gut bewegen kann und nicht eingeengt ist. Wichtig ist auch, dass der Hundemantel lang genug ist, damit auch die Nierenpartie geschützt ist.
  • Innenfutter: Das Futter soll wärmen, aber nicht so dick beschaffen sein, dass der Hund überhitzt.

Für alle die mehr zum Thema Hundemantel wissen möchten, haben wir hier einen detaillierten Artikel für euch geschrieben


Pfotenpflege: Achtung bei Streusalz und Split!

Pfotenpflege beim Hund im Winter

Die Natur hat die Pfoten unserer Vierbeiner schon sehr gut für die kalte Witterung ausgestattet. Durch die dicke Verhornung der Ballen, ist der Hund nicht nur bei jeder Witterung geschützt, sondern auch alle möglichen Untergründe sind in der Regel kein Problem. Nicht jedoch Streusalz – dagegen bieten die Ballen keinen guten Schutz. Deshalb solltet ihr die Ballen vor dem Spaziergang mit einem speziellen Pflegeprodukt behandeln, um sie vorbeugend zu schüzten.

Nach der Gassirunde sollte die Kontrolle der Pfoten zur Pflicht gehören, damit man mögliche Risse durch das Streusalz schnell erkennt und behandeln kann. Am besten spült ihr die Pfoten zu Hause mit lauwarmen Wasser ab, um Streusalz-Rückstände zu entfernen. Hunde versuchen das Salz sonst durch Lecken zu entfernen und das kann zu Magenproblemen führen.

Übrigens: Auch das Fell braucht im Winter eine besondere Pflege. Es gibt einige Hunderassen, die aufgrund ihrer dickeren Wolle schneller verfilzen. Da hilft nur Bürsten und der zusätzliche Vorteil ist, dass die Durchblutung beim Hund gefördert wird, was ebenfalls warm hält. Wie ihr euren Hund richtig bürstet könnt ihr hier lesen.


Das ist beim Gassi gehen in der Dunkelheit wichtig

Gerade in den Herbst- und Wintermonaten, wenn die Tage kürzer werden, gehen wir unsere Gassirunden auch in der Dämmerung oder Dunkelheit. Nicht überall sind Straßen oder Wege gut beleuchtet, umso wichtiger ist es, dass wir mit unserem Vierbeiner gut sichtbar sind.

Unsere Tipps für euch, damit ihr besser wahrgenommen werdet:

  • für eure Hunde: Leuchthalsband, reflektierende Leine und/oder Geschirr
  • für euch: tragt helle und reflektierende Kleidung oder eine Warnweste
  • wenn möglich, solltet ihr gut beleuchtete Wege nutzen – besonders beim Überqueren von viel befahrenen Straßen
  • eine kleine Taschenlampe kann immer hilfreich sein, z.B. wenn euer Hund im Gebüsch schnüffelt und ihr sicher gehen wollt, dass er keinen Giftköder aufnimmt

Was ihr tun könnt, wenn euer Hund (im Winter) nass wird

Regenmantel für den Hund

Es lässt sich nicht immer vermeiden und wir müssen auch mal bei Regen mit unserem Hund raus. Und wer kennt es nicht: den Geruch eines nassen Hundes, wenn man wieder zu Hause ist. Da hilft auch ein sehr gutes Abtrocknen nicht so schnell. Deshalb haben wir uns diese zwei sehr nützlichen Dinge angeschafft:

Ursprünglich hatte ich mich gegen einen Hunderegenmantel oder -bademantel „gewehrt“. Bis ich die beiden Dinge auf Empfehlung einer guten Freundin getestet habe. Was soll ich sagen: ich möchte nicht mehr ohne das ein oder andere sein.

Der Vorteil eines Hunderegenmantels ist, dass euer Hund bei Regen unterwegs nicht so schnell auskühlt, weil sein Körper durch den Mantel geschützt ist. Lediglich Beine und Kopf werden nass – zu Hause angekommen, ist der Hund dann auch schnell abgetrocknet. Achtet beim Kauf eines Hunderegenmantels auf die Maße eures Hundes. Das Teil sollte gut sitzen, den Hund aber nicht einengen und sein Geschäft sollte er auch ohne Hinderniss machen können.

Hundebademantel im Winter

Wer während der Gassirunde vom Regen überrascht wurde und ohne Regenmantel unterwegs ist, kann zu Hause auf den Hundebademantel zurückgreifen. Die meisten sind aus einem besonders saugfähigen Material und das Fell eures Hundes trocknet sehr schnell. Insbesondere für Hunde mit langem Fell oder mit Unterwolle ein großer Vorteil, denn diese Rassen brauchen sonst sehr lange um trocken zu werden.


Ist es schlimm wenn mein Hund Schnee frisst?

Manche Hunde interessieren sich nicht wirklich für Schnee. Andere wiederum flippen förmlich aus vor Freude. Da kann es schon mal vorkommen, dass vor lauter überschwenglicher Begeisterung Schnee gefressen wird. Wenn euer Hund mal ein oder zweimal in den Schnee beisst und dann vermutlich etwas davon aufnimmt, sollte das in der Regel kein Problem sein. Doof wird es nur, wenn sich euer Vierbeiner kaum noch zügeln kann und zuviel Schnee aufnimmt.  Folgendes kann passieren, wenn euer Hund zuviel kalten Schnee frisst:

  • Magenreizung (Schneegastritis)
  • Durchfall
  • Mandelentzündung

Außerdem kommt hinzu, dass man nicht immer sagen kann, was sich so alles im Schnee angesammelt hat. Zum Beispiel in der Stadt: durch den vielen Verkehr binden sich Schadstoffe im Schnee. Oder es ist Streusalz oder Frotschutzmittel enthalten – letzteres ist übrigens hoch giftig für Hunde und führt schon bei geringer Aufnahme zu starken Vergiftungserscheinungen.

Aber wir wollen die Kirche mal im Dorf lassen und unseren Hunden und euch nicht komplett den Spaß verderben. Ihr solltet aber darauf achten, wie sich euer Vierbeiner im Schnee verhält und ob er dazu neigt, Schnee zu fressen. Wenn das der Fall ist, unterbindet ihr es am besten.


Was ihr bei der Ernährung im Winter beachten solltet

Ernährung für den Hund im Winter anpassen

Durch die niedrigen Temperaturen im Winter steigt auch der Energiebedarf eures Hundes. Denn um die Körpertemperatur aufrecht zu erhalten, verbrauchen eure Vierbeiner mehr Kalorien. Unter Umständen müsst ihr die Menge des Futters anpassen. Aber achtet erstmal darauf, ob euer Hund an Gewicht verliert, bevor ihr an der Futtermenge etwas ändert. Wenn nicht, dann braucht ihr auch nichts anzupassen.


Hund im Winter baden

Hund im Winter badenIm Winter kommt es häufiger vor, dass unsere Hunde nach der Gassirunde sehr dreckig sind. Aber Achtung, auf häufiges Baden solltet ihr verzichten. Dadurch wird die Hundehaut gereizt und der Fettfilm, der gerade im Winter bei Kälte schützt, zerstört.

Wenn es unumgänglich ist, achtet darauf, dass ihr spezielle Hundeprodukte beim Baden verwendet: Ein rückfettendes Shampoo greift den natürlichen Schutzmantel der Hundehaut nicht an.

 

 


Infos & Tipps auf einen Blick:

  • Achtet darauf, dass ihr beim Gassi gehen keine zu langen Pausen macht, damit der Hund nicht auskühlt
  • Für Hunde die keine Unterwolle haben, ist ein Hundemantel sinnvoll
  • Denkt an die Pfoten- und Fellpflege
  • Leuchthalsband und gut reflektierende Kleidung im Dunkeln nicht vergessen
  • Bei Regen: Hunderegenmantel für draußen – Hundebademantel trocknet und wärmt zu Hause
  • Achtet darauf, dass euer Hund keinen Schnee frisst: Schneegastritis
  • höherer Energiebedarf ist im Winter: behalte das Gewicht im Auge und passe ggf. die Futtermenge an
  • Nicht zu oft baden, da die Fettschicht sonst zerstört wird

Weihnachten & Silvester mit Hund

Natürlich gibt es neben dem nasskalten Wetter und der Dunkelheit im Winter auch eine besonders schöne Zeit: Weihnachten und Silvester. Wie verbringt ihr eigentlich die besinnlichen Tage mit eurem Hund? Ist Silvester entspannt für euch? Hier findet ihr Tipps für Silvester, wenn euer Hund Angst hat.


Habt ihr noch weitere Tipps für den Winter mit Hund? Schreibt uns gerne an feedback@dogsplaces.de

Wo kann ich ein böllerfreies Silvester mit meinem Hund verbringen?

Der Jahreswechsel steht mal wieder kurz vor der Tür und in Deutschland wird vielerorts ausgiebig gefeiert. Dazu gehört unter Anderem auch das Silvesterfeuerwerk mit Raketen und Böllern. Was für uns Menschen kein Problem darstellt, kann für unsere Vierbeiner allerdings sehr anstrengend und stressig sein und viele Hunde leiden in diesen Tage sehr darunter. Da bleibt nur noch ein Kurzurlaub über Silvester, um dem lauten Knallen zu entkommen. Hier verraten wir euch, wo ihr ein böllerfreies Silvester verbringen könnt.

So erleben unsere Vierbeiner Silvester

Wie wir wissen, haben unsere Hunde ein extrem gutes Gehör und einen deutlich ausgeprägteren Geruchssinn als wir Menschen. Deshalb kann es durch die ungewohnte Geräuschkulisse an Silvester und den strengeren Geruch zu Problemen bei unseren Vierbeiner kommen. Es ist extrem anstrengend für sie und führt zu Stress. Deshalb fordern Tierschützer auch schon länger ein Verbot privater Feuerwerke in Deutschland.

▷ Ist dein Hund an Silvester gestresst oder hat Angst? Wenn ihr nicht wegfahren möchtet, findet ihr in unserem Artikel Silvester mit Hund viele Tipps, um es eurem Vierbeiner so angenehm wie möglich zu machen.


Welche Orte eignen sich für ein böllerfreies Silvester mit Hund?

Eines vorneweg: Es gibt Orte in denen ein nahezu böllerfreies Silvester möglich ist, aber dennoch kann es vorkommen, dass man nicht 100% frei von dem Lärm ist. Zumindest aber besteht die Möglichkeit auf ein sehr leises Silvester mit deinem Hund. Dazu eignen sich zum Beispiel ländliche Gebiete, die nicht so dicht besiedelt sind oder die sehr weit entfernt von großen Städten sind, sehr gut. An Wäldern und in Naturschutzgebieten darf zum Beispiel nicht geböllert werden.

ländliche Gebiete in Deutschland für eiin böllerfreies SilvesterBei unserer Recherche zu dem Thema haben wir mit einigen Tourismus-Zentralen telefoniert und es wurde uns bestätigt, dass natürlich in Naturschutzgebieten nicht geböllert werden darf. Jedoch gibt es dort auch keine Ferienwohnungen. Nur das Umland bietet Unterkünfte und hier muss man darauf achten, dass das Gebiet nicht so dicht besiedelt ist.

Zu den naturnahen und wenig besiedelten Gebieten zählen zum Beispiel Ostfriesland, die Mecklenburgische Seenplatte oder das südliche Allgäu. Ein einsames Haus im Wald, eine Ferienwohnung auf dem Land oder eine abgeschiedene Berghütte auf der Alm verspricht ein ruhigeres Silvester. Außerdem ist auf Bauern- und Reiterhöfen das Knallen nicht erlaubt.

Ein nahezu böllerfreies Silvester könnt ihr also am besten weit weg vom Schuss erleben. Aber was gibt es nichts Schöneres als mit dem Hund direkt in der Natur Urlaub zu machen.

Auf der Karte haben wir weitere Gebiete in Deutschland markiert (dazu im nächsten Abschnitt mehr), die sehr ländlich besiedelt sind und in denen die Chance auf ein nahezu böllerfreies Silvester sehr hoch ist.


Unsere Favoriten für ein ruhigeres Silvester mit Hund

➩ Bayerischer Wald

böllerfreies Silvester mit HundEin Urlaub im Bayerischen Wald ist unglaublich vielseitig – mit seinen 6.000 Quadratkilometern zählt er übrigens zur größten Waldlandschaft in Mitteleuropa. Egal ob ein entpsannter Familienurlaub oder aktiv mit dem Hund die tollen Wanderwege entdecken – hier ist für jeden etwas dabei. Im Nationalpark Bayerischer Wald findet ihr übrigens auch zwei Naturparke: den Naturpark Oberer Bayerischer Wald und den Naturpark Bayerischer Wald.

Unser Tipp: Wenn ihr eine Ferienwohnung oder ein Ferienhaus sucht, achtet darauf, dass ihr möglichst nah am Naturschutzgebiet seid. Dann ist die Wahrscheinlichkeit für ein ruhiges Silvester sehr hoch.

Hier geht es zu den Ferienwohnungen oder -häuser


➩ Odenwald

Silvester mit HundEin wahres Nautrparadies findet ihr auch im Odenwald – hier stehen ausgiebigen Wandertouren mit eurem Vierbeiner durch malerische Landschaften nichts im Wege. Auch für die Radbegeisterten unter euch, gibt es tolle Fahrradwege und -touren – sofern es natürlich das Wetter im Winter zulässt.

Achtet bei eurer Wahl der Ferienwohnung darauf, dass das Gebiet nicht so dicht besiedelt ist – so könnt ihr einem möglichen Feuerwerkstrubel ganz gut entgehen.

Hier geht es zu den Ferienwohnungen oder -häuser


➩ Schwarzwald

Urlaub mit Hund im SchwarzwaldDer Schwarzwald – wer kennt ihn nicht. Schon in meiner Kindheit sind wir häufiger dort gewesen. Er ist übrigens Deutschlands höchstes Mittegebirge und bietet unglaublich schöne und unterschiedliche Naturlandschaften: im Norden findet ihr langgezogene Waldberge. In der Mitte bilden weitläufige Wiesentäler das Landschaftsbild und nicht zu vergessen, die Bergkuppen im Süden. Wandern, Entspannen, die Natur genießen – perfekt für einen Kurzurlaub mit Hund. Und auch hier gilt: am Besten sucht ihr euch eine abseits gelegene Ferienwohnung oder -haus aus.

Hier geht es zu den Ferienwohnungen oder -häuser


➩ Lüneburger Heide

ruhiges Silvester in der Lüneburger Heide mit HundDie vielseitige Natur in der Lüneburger Heide ist für Wandertouren und schöne Spaziergänge mit deinem Vierbeiner der ideale Ort. Im Naturschutzgebiet ist das Abfeuern von Raketen und Böllern untersagt – allerdings kann in der näheren Umgebung dennoch geböllert werden, da es kein gesetzliches Verbot gibt. Ein abseits gelegenes Ferienhaus, ein Reiter- oder Bauernhof ist jedoch eine gute Wahl für ein ruhigeres Silvester mit Hund. Wichtig: Im ganzen Naturschutzgebiet gilt die Leinenpflicht!

Hier geht es zu den Ferienwohnungen oder -häuser


Weitere Tipps für wenig besiedelte Gebiete in Deutschland

Wie oben schon erwähnt, könnt ihr generell in abseits gelegenen Gebieten ein relativ ruhiges Silvester erleben. Dazu eignen sich zum Beispiel auch folgende Gebiete in Deutschland, die nicht dicht besiedelt:

  • in Brandenburg die Umgebung in der Uckermark
  • in Thüringen um den Nationalpark Hainich
  • in Hessen um den Nationalpark Kellerwald-Edersee
  • das Alpenvorland

Der Harz wird auch oft als böllerfreies Gebiet genannt. Das gilt jedoch auch nur für das „Naturschutzgebiet Harz“. Wie oben schon erwähnt, findet man direkt in den Naturschutzgebieten natürlich keine Ferienunterkünfte und in den umliegenden Ferienorten im Harz wird das Silvesterfeuerwerk auf jeden Fall stattfinden – wie uns von der Tourismuszentrale bestätigt wurde.

Böllerfreie Gebiete auf den Inseln der Nord- und Ostsee?

Urlaub auf Nord- und Ostseeinseln mit HundEs gibt noch weitere Möglichkeiten für ein fast böllerfreies Silvester: auf den vorgelagerten Inseln an Deutschlands Nord- und Ostseeküste wird teilweise nicht geböllert, damit unter Anderem die Reetdachhäuser geschützt werden. Aber auch die Umweltverschmutzung und das Feinstaub-Thema bringt das Feuerwerksverbot immer häufiger auf die Tagesordnung der Städte und Gemeinden.

Auf folgenden Inseln ist das Böllern entweder nicht oder nur teilweise erlaubt – oder es gibt ein öffentliches Feuerwerk, das man jedoch sehr gut umgehen kann.

  • Sylt: hier gibt es nur ein offizielles Feuerwerk im Hafen von Hörnum
  • Föhr: lediglich am Wyker Hafenstrand darf privat geböllert werden
  • Amrum: kein Feuerwerk
  • Spiekeroog: kein Feuerwerk
  • Usedom: es gibt böllerfreie Strandabschnitt wie zum Beispiel: Ahlbeck, Heringsdorf und Bansin
  • Hiddensee: hier gibt zwischenzeitlich strengere Feuerwerks-Regeln – es darf nur im Hafen Kloster geböllert werden
  • Rügen: Feuerwerksverbot auf der Halbinsel Mönchgut
  • Darß: kein Feuerwerk
  • Region Fischland-Darß-Zingst: es gibt bestimmte Abschnitte in denen geböllert werden darf

Wenn ihr plant über Silvester auf eine der Inseln zu reisen, fragt vorher unbedingt nochmal bei den jeweiligen Tourismus-Zentralen nach um sicher zu gehen, dass ihr dem Silvesterfeuerwerk entkommen könnt.

▷Tipp: Plant euren Kurzurlaub über Silvester rechtzeitig im Voraus. Viele Urlaubsziele sind heiss begehrt und die meisten Ferienunterkünfte sind schon einige Wochen vor den Feiertagen ausgebucht.


Gibt es Städte in denen das Silvester-Feuerwerk verboten ist?

Ja, allerdings nur in bestimmten Bereichen. Dazu zählen Städte mit einem historischen Kern, mit Fachwerk- oder Reetdachhäusern. Außerdem darf in der Nähe von Krankenhäusern, Alten- und Kinderheimen nicht geböllert werden. Für uns kam deshalb eine Städtereise mit Hund über Silvester nicht in Frage, weil in der näheren Umgebung auf jeden Fall geböllert wird und man dem Lärm in einer Stadt schlecht entkommen kann.


▷Plant ihr einen Winterurlaub mit eurem Vierbeiner? Dann schaut doch mal in unseren Artikel Winterurlaub mit Hund. Dort haben wir viele Tipps für euch zusammengestellt.


Wie sind eure Erfahrungen an Silvester mit Hund? Habt ihr weitere Tipps für ein böllerfreies Silvester? Wir freuen uns über einen Kommentar unter diesem Artikel oder schickt uns euer Feedback an feedback@dogsplaces.de

Silvester mit Hund: Was kann ich tun, wenn mein Hund Angst an Silvester hat?

Jedes Jahr um die Weihnachtszeit, wenn Silvester immer näher rückt, beginnt für viele Hunde eine sehr unangenehme Zeit. Bereits einige Tage vor dem Jahreswechsel geht es mit Böllern los und der Lärm kann ein großes Problem für unsere Vierbeiner sein. Viele Hunde haben Angst an Silvester, weil sie nicht wissen was da passiert. Anzeichen dafür sind zum Beispiel Zittern, Verkriechen oder dauerhaftes Hecheln. Was ihr tun könnt um es eurem Hund so erträglich wie möglich zu machen, welche Alternativen es an Silvester gibt und vieles mehr, erfahrt ihr in diesem Artikel.

Es gibt viele Hunde die nicht verängstigt sind, wenn es mit dem Böllern, Krachen und Blitzen losgeht. Bei einigen jedoch kann sich das im Laufe der Jahr entwickeln. So war es auch bei Frieda – in ihren ersten beiden Lebensjahren hat sie sich die Tage davor gar nicht darum gescheert und Silvester sogar verschlafen. Wir dachten schon „puh Glück gehabt, sie ist ja entspannt“. Im dritten Jahr ging es dann allerdings los und schon hatten wir ein zitterndes Labrador-Mädchen auf dem Schoss.

Warum hat dein Hund Angst an Silvester?

Wie wir alle wissen, haben unsere Vierbeiner ein unglaublich gutes Gehör und einen sehr ausgeprägten Geruchssinn. Sie nehmen Gerüche und Töne in einer Intensität war, die wir uns Menschen gar nicht vorstellen können. Wir kennen es, an Silvester riecht es anders und für Hunde unglaublich streng – sie fürchten sich außerdem vor dem unbekannten Lärm. Das wiederum führt zur körperlichen Anstrengung und Stress, was sich zum Beispiel durch dauerhaftes Hecheln oder Zittern äußern kann. Deshalb fordern Tierschützer bereits seit Jahren ein Verbot privater Feuerwerke, weil es eine unglaubliche Belastung für Hunde und Tiere generell ist.

Hund verkriecht sich an Silvester

Unsicherheit durch fehlende Gewöhnung

Die Angst eines Hundes vor Geräuschen ist oft auch auf eine Unsicherheit durch fehlende Gewöhnung zurückzuführen. ▷ Deshalb ist es wichtig, dass ihr euren Hund, sobald er bei euch eingezogen ist, immer mal wieder mit ungewöhnlichen Geräuschen konfrontiert. Das geht bereits im Alltag ganz einfach: zum Beispiel durch das laute Zuknallen einer Tür, mit einem heruntergefallener Topfdeckel, durch lautes in die Hände klatschen usw. Natürlich kann sich trotzdem irgendwann eine Angst entwickeln – wie zum Beispiel bei unserer Frieda – aber bis auf Silvester haben wir im Alltag eine entspannte Labrador Hündin.

Schlechte Erfahrungen in der Vergangenheit

Es kann allerdings auch vorkommen, dass der Hund eine schlechte Erfahrung mit Geräuschen gemacht hat, die man selbst vielleicht gar nicht als so schlimm oder bedeutend wahrgenommen hat. So kann sich die Angst und der Stress deines Hundes bei ungewöhnlichen Geräuschen schon im Vorfeld hochschauckeln.

Woran erkenne ich, dass mein Hund Angst hat?

Du erkennst an den folgenden körperlichen Symptomen, ob dein Hund Angst hat oder gestresst ist:

  • er zittert oder schüttelt sich vermehrt
  • er hechelt stark und dauerhaft
  • er sabbert sehr stark
  • seine Ohren liegen eng am Kopf an
  • seine Rute ist eingeklemmt
  • er juckt und kratzt sich übermäßig
  • er mag kein Futter oder Leckerli aufnehmen
  • er hat Verdauungsprobleme oder muss vermehrt Wasserlassen

Wenn dein Hund bereits mitten in der Angst und sehr gestresst ist, hilft nur noch für den Hund da zu sein. Wenn ihr in eurem täglichen Zusammenleben ein starker Partner für euren Hund seid, wird er euch auch in Angstsituationen vertrauen.

Unsere Tipps für Silvester mit Hund

Silvester mit Hund zu Hause

Damit es rund um Silvester für euch und eure Vierbeiner einigermaßen entspannt abläuft, haben wir folgende Tipps für euch:

  • Zu Hause: Der beste Ort ist natürlich, wenn ihr mit dem Hund zu Hause in seiner gewohnten Umgebung seid. Auf keinen Fall sollte er am Silvesterabend alleine gelassen werden! Um die Geräuschkulisse von draussen zu reduzieren hilft es Türen und Fenster geschlossen zu halten. Wenn möglich verdunkelt die Fenster dort wo sich euer Hund aufhält durch Vorhänge oder Rolläden, damit möglichst wenig von dem flackernden Licht durch Raketen und Böller nach drinnen scheint. Wichtig ist auch dem Hund einen Rückzugsort zu schaffen, zum Beispiel durch eine Box, die mit einer Decke abgedunkelt werden kann.
  • Dein Verhalten: Dein Verhalten gegenüber dem Hund ist sehr wichtig, denn deine Stimmung hateinen großen Einfluss auf deinen Vierbeiner. Deshalb versuche nicht deinem Hund übertrieben zuzureden um ihn zu beruhigen. Lass ihm die Möglichkeit, dass er von sich aus auf dich zukommt und deine Nähe sucht. Streichle oder kuschle mit ihm wie sonst auch. Er soll das Gefühl haben, dass es keinen Grund gibt Angst zu haben. Wenn er sich zurückziehen möchte, dann ist das auch ok.
  • Nicht von der Leine lassen: Wenn ihr am Silvestertag oder auch schon einige Tage zuvor mit eurem Hund Gassi geht, lasst ihn auf keinen Fall von der Leine! Wenn es plötzlich knallt kann sich euer Vierbeiner erschrecken und vor Angst davon laufen. Oft verlieren die Hunde dann auch noch die Orientierung. Tipp: Wenn noch nicht geschehen, registriert euren Hund bei Tasso e.V., falls er doch mal in einem Schreckmoment flüchtet. Ein GPS Gerät kann zusätzlich helfen euren Vierbeiner zu finden und sicher nach Hause zu bringen.
  • Gassirunde: In der Regel wird morgens noch nicht geböllert, deshalb empfiehlt es sich einen ausgiebigen Spaziergang am Silvester Vormittag zu machen. Der Walk kann gerne ausführlicher als sonst sein, damit dein Hund gut ausgelastet ist. Apportier- und Suchspiele bei der großen Gassirunde sind eine gute Abwechslung. Im Laufe des Nachmittags und Abends, wenn draußen mehr los ist, reicht es wenn ihr eine kurze Gassirunde zum Lösen geht.
  • In der Nähe bleiben: Bei euren kurzen Runden solltet ihr euch am besten in der Nähe eures Zuhauses bewegen. Denn wenn ihr merkt, dass euer Hund sich unwohl fühlt und gestresst ist, könnt ihr schnell wieder zu Hause sein.

Was sonst noch an Silvester hilft

Ablenkung mit dem Kong an Silvester

Du kennst deinen Hund wahrscheinlich schon so gut, dass du schnell merkst, wenn er Angst hat oder gestresst ist. Neben den oben genannten Maßnahmen gibt es noch weitere Möglichkeiten es deinem Hund an Silvester etwas erträglicher zu machen oder ihn sogar abzulenken.

  • Mit einem Kauknochen oder einem gefüllten KONG ist dein Hund erstmal beschäftigt. Und das Schöne ist, durch das Lecken und Kauen werden Glücks- und Beruhigungshormone freigesetzt. ▷Tipp: Wenn du den KONG vorher eingefroren hast, dauert die Ablenkung sogar noch etwas länger.
  • Thundershirt für Hunde: Ein Thundershirt ist ein eng anliegendes Shirt, das auf bestimmte Stellen am Körper deines Hundes sanften Druck ausübt. Dieser Effekt soll vom Stress ablenken und beruhigend wirken. Probiere es einfach mal aus.

  • RelaxoPet: Ein Tierentspannungstrainer für die Auslöser Gewitter, Feuerwerk und Co. Von dem Gerät werden Klang- und Schwingungswellen gesendet (die für uns Mensch übrigens nicht hörbar sind) – diese sollen beruhigend auf den Hund wirken. Das Gerät sollte einige Wochen zuvor in Situationen eingeschaltet werden, in denen euer Hund entspannt ist. Wenn man das Gerät dann in der Stress- oder Angstsituation einschaltet, soll es eine beruhigende Wirkung auf den Hund haben.
  • Beruhigungspheromone wie zum Beispiel Zylkene oder Adaptil. Die Hersteller nutzen synthetisch hergestellte Pheromone die denen von der Mutterhündin produzierten nachempfunden sind. Welpen nehmen sie beim Trinken auf und die Pheromone wirken beruhigend auf sie. Der Hersteller verspricht eine ähnlich beruhigende Wirkung auch bei erwachsenen Hunden.
  • Pflanzliche und homöopathische Mittel können ebenso eine beruhigende Wirkung haben. Hier gibt es jede Menge Möglichkeiten mit den unterschiedlichsten Zusammensetzungen. Zum Beispiel CaniComplete oder Animaux Daily Balance. Aber egal welches Mittel ihr hier wählt, ihr solltet schon einige Zeit vor Silvester damit beginnen.
  • Neu im Trend: CBD-Öl (CBD = Cannabinoid) soll auch eine angstlösende Wirkung haben. Und keine Sorge, hier geht es nicht darum den Hund high zu machen – im Gegenteil, CBD ist nicht-psychoaktiv und beeinflusst auf keinen Fall das zentrale Nervensystem. Die genaue Dosierung solltet ihr jedoch mit euerem Tierarzt besprechen.

Wichtig: Wenn ihr die Erfahrung mit eurem Vierbeiner gemacht habt, dass er so stark in Panik verfällt, dass er zum Beispiel anfängt zu hyperventilieren und sich überhaupt nicht mehr beruhigen lässt, solltet ihr unbedingt einen Tierarzt aufsuchen. Mit ihm könnt ihr mögliche Alternativen für die Beruhigung besprechen.

Aber Vorsicht! In der Tiermedizin kommt es immer noch vor, dass in diesen Fällen Medikamente mit dem Wirkstoff „Acepromazin“ verschrieben werden. Das bewirkt jedoch nur, dass der Hund körperlich sediert ist und gar nicht mehr fähig ist, sich gegen seine Angst motorisch zu wehren. Geistig bekommt er die Angst jedoch mit! Man mag sich das gar nicht vorstellen.


Welche Möglichkeiten gibt es für ein böllerfreies Silvester mit Hund?

Wenn das alles nicht hilft, bleibt euch nur noch die Koffer zu packen und auf einen Kurzurlaub über die Silvestertage wegzufahren. Aber welche Orte sind überhaupt geeignet?

Urlaub mit Hund im Naturschutzgebiet

  • Urlaubsorte in der Nähe von Naturparks und Wäldern: zum Beispiel Lüneburger Heide, Bayerischer Wald, Müritz Nationalpark
  • Städtereise: Eine Städtereise ist nicht die beste Wahl für einen böllerfreien Urlaub mit Hund. Es gibt zwar die gängigen Verbotszonen wie Kirchen, Krankenhäuser, Kinder- und Altersheime und in historischen Stadtkernen. Aber darüber hinaus und im näheren Umfeld wird dennoch geböllert und ihr werdet dem Silvesterfeuerwerk in einer Stadt nur schwer entkommen können.
  • für alle Inseln-Liebhaber: Feuerwerksverbote gibt es zum Beispiel auf Sylt, Föhr, Halbinsel Fischland-Darß-Zingst, Amrum, Spikeroog
  • außerhalb Deutschlands: Das Feuerwerk gehört in Spanien, Frankreich oder Italien nicht zur Tradition. In den Niederlanden sind in den Landal-Ferienparks Böller und Raketen verboten.

Prinzipiell kann man sagen: je weiter man vom Schuss ist, desto größer ist die Chance auf ein ruhigeres Silvester.


▷Weitere Tipps für einen Kurzurlaub über Silvester mit Hund findet ihr in unserem Artikel Wo kann ich ein böllerfreies Silvester mit meinem Hund verbringen


Unsere Erfahrung: Nachdem wir festgestellt hatten, dass wir einen ängstlichen Hund an Silvester haben, haben wir bereits einige Zeit vor dem Jahreswechsel darüber nachgedacht an den Tagen weg zu fahren und uns einen Ort zu suchen in dem es idealerweise ein Feuerwerksverbot gibt. Bei unserer Recherche haben wir gelesen, dass zum Beispiel in Dänemark nicht soviel oder teilweise gar nicht geböllert wird (man darf auch keine Feuerwerkskörper einführen).

Und so hat uns unser erster Silvester Urlaub mit Hund im Wohnmobil an Dänemarks Nordseeküste geführt. Wir hatten uns einen relativ abseits gelegenen Stellplatz ausgesucht, um möglichst weit weg von allem zu sein. Wir müssen jedoch auch erwähnen, dass im nächst gelegenen Ort ein wenig geböllert wurde.

Als wir das am Tag der Anreise festgestellt haben, haben wir gleich noch eine Art Training mit Frieda gemacht: Jedes Mal wenn es bei unserem Spaziergang aus der Ferne geknallt hat und sie aufgehorcht hat, haben wir ihr ein Leckerli gegeben und sie gelobt. Nach einigen Malen haben wir festgestellt, dass sie nicht mehr so aufgeregt war. Am Silvester Abend war es dann durch die Distanz auch sehr gut aushaltbar für sie und am Ende des Tages hat sie friedlich geschlafen.


Welche Erfahrungen habt ihr an Silvester mit eurem Hund gemacht? Kennt ihr noch weitere böllerfreie Orte oder habt ihr Tipps für ein entspanntes Silvester mit Hund? Hinterlasst gerne einen Kommentar und diesem Artikel oder schreibt uns an feedback@dogsplaces.de

Wasserrute beim Hund – Ursachen, Symptome, Behandlung

Unter dem Begriff Wasserrute könnte man alles andere als eine Krankheit vermuten. Es ist jedoch eine äußerst schmerzhafte Angelegenheit, wenn der Hund daran erkrankt. Sie tritt häufig im Sommer auf, wenn viel geschwommen wird – daher kommt auch die Bezeichnung Wasserrute. Es handelt sich um eine Schwanzlähmung, die heftige Schmerzen bei eurem Vierbeiner verursacht. Wie ihr eine Wasserrute beim Hund erkennt und was ihr tun könnt, erfahrt ihr in diesem Artikel.


Die Themen im Überblick:

● Was ist eine Wasserrute beim Hund?
● Welche Hunderassen sind betroffen?
● Ursachen einer Wasserrute bei Hunden
● Was sind die Symptome?
● Wie wird die Wasserrute beim Hund behandelt?
● Was kann ich tun, um eine Wasserrute zu vermeiden?


Was ist eine Wasserrute beim Hund?

Die Wasserrute ist im Vergleich zu anderen Krankheiten beim Hund noch recht unerforscht. Wie oben schon erwähnt, ist der Begriff dadurch entstanden, dass sehr oft Hunde betroffen sind, die viel im Wasser waren und geschwommen sind. Oder aber auch Hunde, die es nicht gewohnt sind viel zu schwimmen und dadurch ihre Rute überstrapaziert wurde.

Die Wasserrute ist auch als Hammelschwanz bekannt und in den Sommermonaten leiden deutlich mehr Hunde darunter, als im Rest des Jahres. Die Erkrankung ist sehr schmerzhaft und wird oft mit einem Hexenschuss beim Menschen verglichen.

Man geht davon aus, dass die Kombination aus Überbeanspruchung und Kälte zu einer Muskelentzündung am Rutenansatz führt, wobei auch die angrenzenden Nerven betroffen sind.

Mögliche Theorien aus medizinischer Sicht im Überblick:

  • Stauchung der Schwanzwirbelgelenke
  • Entzündung zwischen den Wirbeln, durch Überbelastung
  • schlechte Durchblutung der Muskulatur an der Rute
  • Muskelschaden der für die Rute zuständigen Muskeln

Welche Hunderassen sind besonders betroffen?

Im Prinzip kann jeder Hund an einer Wasserrute erkranken. Besonders häufig wurde die Erkrankung bei Labradoren, Settern und Golden Retrievern festgestellt. Aber auch Jagdhunde oder Sporthunde, mit denen viel gearbeitet wird, sind häufiger von einer Wasserrute betroffen. Die Vermutung liegt nahe, dass die Krankheit nicht unbedingt Rasseabhängig ist, sondern an der Aufgabe des Hundes liegt.

Hunde die daran erkranken sind im Durchschnitt zwischen einem halben und neun Jahren alt – häufiger sind jedoch Hund im Alter von zwei Jahren betroffen. Übrigens kommt die Wasserrute bei Rüden häufiger vor, als bei Hündinnen.


Ursachen einer Wasserrute bei Hunden

Hund spielt im Wasser

Das ausgelassene Spiel im kalten Wasser oder bei kühlem Wetter und die körperliche Anstrengung zählen zu den häufigsten Ursachen. Dabei spielt auch der Trainingszustand des Hundes eine große Rolle: untrainierte Hunde sind anfälliger für die Erkrankung. Eine weitere Ursache kann auch eine Bewegungseinschränkung über einen längeren Zeitraum sein: wenn der Hund zum Beispiel in einer zu kleinen Box transportiert wird.


Was sind die Symptome?

Man kann sehr schnell feststellen, dass mit der Rute des Hundes etwas nicht stimmt. Die Haltung der Rute ist dabei sehr auffällig: am Rutenansatz steht sie horizontal ab und die restliche Rute hängt schlaff herunter. Außerdem haben Hunde sehr starke Schmerzen, die sich unter Anderem beim Hinsetzen bemerkbar machen. Ein normales Sitzen ist nicht mehr möglich, deshalb wird das Becken seitlich weggekippt (Welpensitz), um den Schmerz besser auszuhalten. Ein weiterer Hinweis sind die Schmerzen beim Absatz von Urin und Kot, die den Vorgang extrem problematisch machen.

Die Symptome auf einen Blick:

  • auffällige Rutenhaltung: Ansatz horizontal, der Rest hängt schlaff herunter
  • starke Schmerzen beim Hinsetzen: nur noch Welpensitz möglich
  • Probleme beim Absatz von Urin und Kot
  • Rutenansatz ist geschwollen und schmerzempfindlich

Wie wird die Wasserrute beim Hund behandelt?

Wasserrute beim HundWenn ihr die genanten Symptome bei eurem Hund feststellt, solltet ihr auf jeden Fall zum Tierarzt gehen. Um sicher zu gehen, dass euer Hund unter einer Wasserrute leidet, wird ggf. eine Blutuntersuchung durchgeführt. Da es sich um eine sehr schmerzhafte Erkrankung handelt, wird der Tierarzt eine Schmerzbehandlung mit entzündungshemmenden Mitteln bei eurem Hund vornehmen.

Wärme hilft zusätzlich: zum Beispiel durch Rotlicht oder mit einem Kirschkernkissen. Außerdem solltet ihr eurem Vierbeiner Ruhe gönnen und ihn schonen. In der Regel bildet sich die Wasserrute innerhalb von 3-5 Tagen zurück und wird vollständig geheilt.


Was kann ich tun, um eine Wasserrute zu vermeiden?

Die beste Vorsorge ist ein gut trainierter Hund, da er weniger anfällig für eine Wasserrute ist. Eine Überbelastung könnt ihr während des Spiels im Wasser oder Trainings mit dem Hund durch Pausen vermeiden. Generell solltet ihr euren Hund nach dem Spielen im Wasser oder nach einem regnerischen Spaziergang immer gut abtrocknen.

Unser Tipp: ein Hundebademantel –  durch das Tragen eines Hundebademantels wird euer Vierbeiner schnell getrocknet und gewärmt. Das macht den Bereich weniger anfällig für eine Wasserrute.

Achtet außerdem darauf, dass ihr eine ausreichend große Transportbox für euren Vierbeiner zur Verfügung habt. Wenn die Fahrt im Auto länger dauert, solltet ihr alle paar Stunden eine Pause einlegen, damit euer Hund sich etwas bewegen kann.


▷ Tipp für warme Tage: Gerade im Sommer ist es wichtig für Abkühlung bei unseren Hunden zu sorgen. Viele Tipps dazu und was ihr außerdem alles beachten solltet, findet ihr in unserem Artikel Hund im Sommer.