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Muss mein Hund zum Hundepsychologen?

Hundepsychologie ist ein Themenbereich, der stetig mehr Aufmerksamkeit und Anhänger findet.  So merkwürdig es auch für manche immer noch klingen mag: Deinen Hund zu einem Hundepsychologen zu bringen, kann ein notwendiger Schritt zur Bewältigung von Verhaltens- oder anderweitigen Problemen sein. 

Wenn mir vor einigen Jahren jemand gesagt hätte, dass Menschen ihre Hunde zu einem Psychologen bringen würden, hätte ich das nicht geglaubt. Aber mittlerweile wissen wir dank der Forschung und wissenschaftlicher Studien über die Gefühlswelten unserer vierbeinigen Freunde immer besser Bescheid. Seinen Hund zu einem Psychologen zu bringen, kann viele Vorteile haben.

Du musst bedenken: Unsere pelzigen Freunde brauchen nicht nur Futter, Wasser und ein Dach über dem Kopf. Sie brauchen auch Liebe, Gesellschaft und Beziehungen zu anderen Hunden, um glücklich zu sein und ein inneres Gleichgewicht zu erreichen. Also sind sie gar nicht so unterschiedlich zu uns Menschen, oder?

Wie läuft ein Besuch beim Hundepsychologen ab?

  • Hundepsychologen wollen dir als Hundehalter beibringen, warum ein bestimmtes Verhalten beim Hund auftritt, und spezifische Empfehlungen geben, wie es geändert werden kann. Sie sind Experten auf dem Gebiet der Verhaltensänderung und wissen, welche Techniken anzuwenden sind, um unerwünschte Verhaltensweisen zu ändern. Sie sind auch Lehrer, die Hundehalter wirksam beraten und sie darüber aufklären können, wie sie das Verhalten ihres Tieres verstehen können, bevor sie es ändern.
  • Darüber hinaus können sie potenzielle medizinische Ursachen für abnormales Verhalten identifizieren und kennen die Medikamente, die eine Verhaltensänderung fördern. Hundepsychologen können Medikamente verschreiben, die bei emotionalen Problemen wie Trennungsängsten, Phobien und zwanghaftem Verhalten entgegenwirken.

Wichtig: Sie behandeln aber körperliche Probleme nicht wie Tierärzte, weshalb sie eng mit ihnen zusammenarbeiten.

Wieso Hundepsychologen immer wichtiger werden

Natürlich müssen nicht alle Hunde zu einem Hundepsychologen gehen. Aber es gibt Zeiten und besondere Fälle, wo ein Hund garantiert davon profitieren würde.

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Ist dein Hund ängstlicher geworden? Ein Hundepsychologe kann die Ursache finden.

Hunde sind soziale Tiere, und ihr Verstand kann auf viele verschiedene Arten auf verschiedene Probleme und psychische Situationen reagieren. In einigen Fällen können feindselige oder traumatische Ereignisse zu Verhaltensproblemen führen. Als Hundehalter ist man dann meist mit seinem Latein am Ende.

Hundepsychologen werden immer öfter zu Rat gezogen

Haben Hunde wenig bis keinen Kontakt zu anderen Hunden oder werden zu oft und zu lange Zeit allein gelassen, dann kann das zu Problemen führen. Dieser Anstieg an vereinsamten Vierbeinern hat dazu geführt, dass Hundepsychologen und andere Verhaltensexperten viel mehr pelzige Patienten haben, als es früher der Fall war. Zudem sind Hundehalter viel offener für die Idee einer Therapie geworden.

Fühlen sich Hunde heute einsamer als früher?

Hunde verbringen ihre Tage an der Seite der Menschen, in einer sehr starren Art und Weise, vor allem in Städten. Es sind Tiere mit einem bestimmten Temperament, einer bestimmten Persönlichkeit, Intelligenz und ihren eigenen besonderen Bedürfnissen. Aber die sind nicht alle körperlicher Art – Hunde haben auch emotionale und psychologische Bedürfnisse. 

Genau wie Menschen können Hunde psychologische Probleme haben, die zu Verhaltensproblemen führen. Das könnte bedeuten, dass eure Hunde professionelle Hilfe brauchen. Hier kommen Hundepsychologen und Verhaltensexperten ins Spiel.

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„Und dann dachte ich, er würde den Ball werfen und ich lief los. Aber hat er nur so getan!“ So oder so ähnlich müssen sich das einige Menschen immer noch vorstellen, wenn man ihnen sagt, man bringt seinen Fiffi zum Hundepsychologen.

Es geht bei der Hundepsychologie nicht einfach um Erziehung

Die meisten von euch werden wissen, was ein Hundetrainer macht. Viele von euch werden eure Fellnase auch zur Hundeschule schicken. Aber wie steht es um den Hundepsychologen? Ihr Aufgabenbereich ist ein anderer. Bei Hundepsychologen geht es nicht darum, dem Haustier bestimmte Kommandos beizubringen. Bei ihnen steht stattdessen das Gemüt des Vierbeiners im Mittelpunkt. Zur Hauptaufgabe von Hundepsychologen gehört es, ausfindig zu machen, was für den Hund am besten ist. Das ist natürlich nicht so leicht. Der Hund legt sich ja nicht auf eine Couch und erzählt, was in ihm vorgeht. Als Hundehalter muss man dem Hundepsychologen deshalb so detailliert wie möglich erklären, wie und wann der Hund verhaltensauffällig ist, um die Ursache herauszufinden.

Ein Beispiel: Neigt der Hund etwa dazu, Besucher anzubellen, sollte man versuchen, positive Assoziationen mit dem Besuch zu verknüpfen – wenn es an der Tür klingelt, kann man beispielsweise ein paar Leckerlis auf den Boden werfen. Ist ein Hund gestresst oder überfordert, gibt es dafür klare Anzeichen. Halter müssen nur lernen, diese zu erkennen. 

Bei welchen Problemen kann Hundepsychologie hilfreich sein?

Wenn dein Hund beispielsweise:

  • Fahrradfahrer, Kinder oder andere Hunde anknurrt, anbellt oder sich aggressiv zeigt
  • Einrichtungsgegenstände in deiner Wohnung zerstört
  • besonders schreckhaft und ängstlich erscheint
  • nicht aufhört zu bellen
  • heftig an der Leine zieht, ohne zu stoppen
  • unsauber ist
  • starke Trennungsangst hat

Die fünf Grundsätze der Hundepsychologie

Das sind ein paar einfache Faustregeln, die es sich lohnt, zu erinnern:

  • Angst ist ein schlechter Ratgeber. Ein Hund sollte im besten Fall nicht aus Angst gehorchen, sondern aufgrund von positiven Assoziationen mit den gegebenen Befehlen
  • eine klar vorgegebene Rangordnung und eindeutige Regeln sind wichtig für Hunde
  • Gewalt darf nicht teil der Hundeerziehung sein
  • Belohnungen (z.B. Hundesnacks) und bestätigende Erfahrungen wie lobende Worte helfen dem Hund sehr und sollten in den meisten Fällen zum gewünschten Verhalten führen
  • Geduld gilt als wichtigste Tugend der Hundepsychologie

Das Verständnis der Hundepsychologie hilft uns, unseren Haustieren ein möglichst glückliches und gesundes Leben zu bieten.

Wie ticken Hunde eigentlich?

Das Verhalten von Tieren wird schon seit hunderten Jahren formell untersucht. Es ist erstaunlich, wie viele verschiedene (und oft widersprüchliche) Vorstellungen wir von Hundepsychologie haben.

Psychologie bezieht sich auf die Wissenschaft von der Funktionsweise und dem Verhalten des Gehirns.

Also würde „Hundepsychologie“ die Art und Weise einschließen, wie Hunde denken, soziale Interaktionen zwischen Hunden und wie Hunde miteinander und mit Menschen umgehen.

Einige Studien dokumentieren und vergleichen soziale Interaktionen von Wölfen und Hunden. Andere umfassen Experimente zu Methoden der Hundeerziehung. Infolgedessen haben Tierverhaltensforscher viele Perspektiven darauf, wie Hunde denken und wie sie sich mit ihren Besitzern verbinden.

Der Pawlowsche Hund

Pawlow war der erste Forscher, der nachweisen konnte, dass Hunde so konditioniert werden können, dass sie in ihrem Verstand, sogar unbewusst, zwei völlig voneinander unabhängige Ereignisse miteinander verbinden. Indem er täglich kurz vor dem Füttern der Hunde einen Summer (oder ein Metronom) ertönen ließ, „trainierte“ Pawlow die Hunde so, dass sie beim Ertönen eines Summers speicheln. Selbst, wenn kein Futter vorhanden war.

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Hunde sind viel komplexere Wesen, als es manche Menschen annehmen würden.

Wie er an diese Erkenntnisse kam, war schlimme Tierquälerei. Doch er bewies mit seinen Experimenten auch, wie intelligent Hunde sind und wie tief ihre Psyche geht. 

Hundepsychologen können super nützlich sein

Wenn sich dein Hund auffällig verfällt – ob ängstlich, aggressiv oder einfach völlig untypisch – wird ein Hundepsychologe dir mit Sicherheit helfen können. Erster Schritt sollte jedoch sein, mit einem Tierarzt zu sprechen. Das ungewohnte Verhalten kann auch Zeichen einer Erkrankung sein. Erst, wenn eine physische Grunderkrankung ausgeschlossen werden kann, wird der Gang zum Hundepsychologen sinnvoll.

Denn eine psychische Verstimmung beim Hund kann unglaublich viele unterschiedliche Gründe haben.

So kann das falsche Futter Auslöser sein. Deshalb lohnt es sich, unseren großen Artikel zu den unterschiedlichen Vor- und Nachteilen bei Trocken- und Nassfutter durchzulesen.

Eine Allergie oder Unverträglichkeit kann auch der Grund sein, warum dein Hund sich „komisch“ verhält. Hypoallergenes Hundefutter erfreut sich deshalb einer immer größer werdenden Anhängerschaft.

Wir haben dir zudem eine Übersicht zusammengestellt, was ein Hund nicht essen darf. 

So oder so solltest du dir einen Besuch beim Tierart aber nicht sparen und lieber auf Nummer sicher gehen.

Wie findest du einen Hundepsychologen in der Nähe?

Wir von Dog’s Places haben genau für solche Fälle unsere App entwickelt. Du kannst so schnell und zielgenau einen guten Hundepsychologen in deiner Nähe finden. Oder kennst du einen guten Hundepsychologen oder anderen Dog’s Place, den du gerne an andere Hundefreunde weiterempfehlen möchtest? Dann trag das einfach und schnell in unserer App ein.

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