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Winterurlaub mit Hund – So gelingt der perfekte Trip in den Schnee!

Eine gemütliche Hütte mit Kamin im Wald oder in den Bergen und draußen schneit es: Ein Winterurlaub mit Hund kann wirklich märchenhaft sein. Was du alles beachten musst, dass deine Fellnase die Temperaturen gut übersteht, was ihr unternehmen könnt und wohin ihr überhaupt reisen solltet? Das alles zeige ich dir in diesem Winterurlaub-Guide! 

Winterurlaub mit Hund – die richtige Planung ist alles!

Ein Winterabenteuer ist eine großartige Möglichkeit, Zeit mit seinem geliebten Vierbeiner zu verbringen – und man kann sogar in Form kommen. Doch ein Winterurlaub mit Hund erfordert auch etwas mehr Vorbereitung. Klar muss man sich immer vorbereiten, egal wohin man seinen Hund mitbringt, aber im Winter musst du halt auch besonders berücksichtigen, wie sich die extremen Temperaturen auf deinen vierbeinigen Freund auswirken.

Hunde lieben Schnee – aber zu lange sollten sie darin nicht spielen

Wähle zuallererst einen Urlaubsort aus. Manche sind mehr, manche weniger hundefreundlich. Vielerorts herrscht strikte Leinenpflicht, oder du musst sogar eine Gebühr für deine Fellnase berappen. Finde die Details heraus, bevor du dich in den Urlaub aufmachst.

Viele Hunde sind geradezu verrückt nach Schnee!

Die meisten Hunde sind geradezu verrückt nach Schnee! Achte genau darauf, wie fit und fähig dein Hund ist: Nicht alle Hunderassen können mit Winter und Schnee umgehen wie ein Bernhardiner, Husky oder Neufundländer. Wenn du dir nicht sicher bist, wie fit dein Hund ist, solltest du deinen Tierarzt um Rat fragen. Fange mit kurzen Ausflügen an, um zu sehen, wie deine Fellnase mit der Strecke und dem Wetter zurechtkommt. Denkt daran, dass das Herumtollen durch den Schnee für deinen Hund körperlich ziemlich anstrengend ist – und sehr, sehr kalt!

▷Wohin sollte die Reise im Winter gehen?

Das Gute liegt doch so nahe: Zurzeit sind lange, weite Reisen ja nur wenig, schlecht oder auch gar nicht möglich. So oder so bedeuten weit entfernte Ziele für dich, und für deine Fellnase ganz besonders, ganz schöne Strapazen. Dein Hund muss nicht erst zehn Stunden als Gepäck in einem Flugzeug verbringen, damit ihr wunderschöne Winterlandschaften erleben könnt. Ein paar Stunden bequem im Auto oder Wohnwagen reichen da aus. In Deutschland und Österreich gibt es genug für dich und deinen Fiffi zu entdecken. Hier stelle ich dir meine (nicht allzu weit entfernten) Lieblingsziele vor für Urlaub im Schnee mit Hund!

Und: Welches unsere weiteren 10 Lieblingsziele in Deutschland sind, erfährst du in unserem Top 15 Urlaubsziele in Deutschland Artikel!

1. Urlaub mit Hund im Hochschwarzwald

Der Schwarzwald zieht nicht ohne Grund jedes Jahr unzählige Touristen aus aller Welt an. Seine Landschaften gehören zu den schönste, die Deutschland zu bieten hat. Besonders im Winter wird es hier wahrlich märchenhaft.

Urlaub mit Hund a, Schwarzwald

Viele kleine urige Dörfer, Hütten und viel, viel Wald: Bei einem Winterurlaub mit Hund wirst du im Schwarzwald einiges entdecken!

2. Bodensee

Ich weiß, es gibt ja viele schöne Seen in Deutschland und Europa, aber der Bodensee sticht für mich heraus. Er ist einfach spektakulär schön und sollte zu jeder Jahreszeit besucht werden.

Auf dem 270 Kilometer langen Ufer gibt es viel zu sehen und zu bestaunen, darunter zahlreiche Hundestrände.

3. Bayerischer Wald

Bayern ist nun mal ein großartiges Winterurlaubsziel. Da wundert es nicht, dass der Freistaat gleich mehrfach in dieser Liste auftaucht.

winterurlaub mit hund

Im Bayerischen Wald kannst du gemeinsam mit deinem Hund wunderbar Wandern gehen. Zwar handelt es sich um einen Nationalpark, doch unsere Fellnasen dürfen trotzdem mit auf Erkundungstour in weiten Teilen des Parks – aber natürlich nur angeleint.

4. Mittenwald

Perfekt umrandet von Bäumen und Gebirgen hat dieser Ort vielleicht malerischste Lage überhaupt. Und das Städtchen selbst ist auch ganz schön schmuck mit seinen klassischen, urigen Häusern.

In der Umgebung hast du viel Möglichkeiten, mit deinem Hund ausgiebige Spaziergänge zu machen. Auch kannst du hier wunderbar Ski fahren! Der perfekte Ort für einen Urlaub im Schnee mit Hund!

5. Urlaub mit Hund im Harz

Genug Bayern-Schwärmerei! Ja selbst weiter im Norden gibt es Berge – wenn auch im deutlich kleineren Format. Im Mittelgebirge lässt es sich grandios wandern.

Urlaub mit Hund in Deutschland: Harz

Ich kann euch insbesondere das kleine Dorf Wildemann ans Herz legen. Im anliegenden Hundewald dürfen unsere Vierbeiner ganzjährig ohne Leine herumlaufen!

6. Ostsee

Da wären wir also im Hohen Norden angekommen! An die Ostsee? im Winter? Ja, absolut! Es gibt dort unzählige Hundestrände, an denen in der Wintersaison keine Leinenpflicht herrscht. Lange Spaziergänge am Wasser mit deinem Hund, und kaum bis gar keine Menschen mit einem dort – in einem Wort: großartig!

▷Vorbereitung für deinen Winterurlaub mit Hund

Es kann nicht nur bei einem Urlaub im Winter von Vorteil sein, dass dein Hund gut auf deine Kommandos hört. Wenn er das nicht kann: nicht so schlimm! Sei dir einfach im Klaren, dass dein Hund in einem für euch unbekannten Gebiet, irgendwo mitten in der Natur, schnell mal ausreißen kann. Das kann bei winterlichen Temperaturen schnell gefährlich werden. Ja selbst die am besten trainierten Hunde können Sprachbefehle ignorieren, wenn sie etwas Interessantes sehen – wie ein Eichhörnchen im Wald. Also denk bitte daran, immer eine Schleppleine parat zu haben, auch wenn deine Fellnase eigentlich perfekt trainiert ist!

Was solltest du alles für einen Winterurlaub mit Hund dabei haben?

  • Extra warme Decke für drinnen und draußen
    Es erklärt sich wohl von selbst: Zieht es euch im Winter in den Schnee, solltet ihr auf jeden Fall eine extra warme Reisedecke oder Reisebett mit einpacken! Geht ihr campen, müsst ihr besonders vorsichtig sein, dass euer vierbeiniger Freund nicht friert! Auch Hunde können zittern. Außerdem klemmen sie den Schwanz ein und ducken den Kopf nach unten. Gerade die Rassen mit kurzem Fell frieren schnell.
  • Schuhe für deinen Hund
    Viele Hundehalter scheinen deutlich zu überschätzen, wie widerstandsfähig Hundepfoten sind. Sie sind empfindlicher, als man denkt und können im Sommer extrem wegen des überhitzten Asphalts schmerzen. Auch im Winter auf sehr kaltem Boden können Hundepfoten schmerzen. Bitte nehmt also Hundeschuhe mit, falls ihr eine lange Wanderung im Schnee oder einen schönen Skitag mit eurem treuen Vierbeiner vorhabt!  Am besten gewöhnt ihr euren Hund schon vorab an die Schuhe.

Ob Sommer-, Frühling- oder Winterurlaub mit Hund: Hier geht’s zur Packliste

  • Regenmantel oder Jacke
    Eine Regenjacke oder eine Winterjacke kann gerade für kleinere oder kurzhaarige Hunde hilfreich sein. So sind sie nicht schutzlos den Gezeiten ausgeliefert, besonders bei Minusgraden. Achte darauf, dass das Material wasserabweisend, hautverträglich und atmungsaktiv ist. Außerdem sollte die Jacke oder der Mantel genau passen und die Bewegungsfreiheit nicht einschränken. Alles Weitere über das Thema Hundejacken, erfährst du in unserem Artikel dazu.
  • Passt bitte auf die Pfoten auf: Im Winter kann es bei Hunden schnell zu rissigen Pfoten und juckender Haut kommen. Deshalb sollten die Nägel kurz geschnitten und das Fell zwischen den Zehen gestutzt werden. Wie gesagt, kommen für den Schutz der Pfoten auch Hundeschuhe infrage. Während eines Ausflugs bei kalten Temperaturen oder Schnee oder Eis sollten die Pfoten deines Hundes mehrfach überprüft werden. Eine weitere Idee, wie du die Pfoten deines Hundes schützen kannst, ist Hundepfoten-Salbe: Einfach vor dem Schlafengehen auf seine Ballen auftragen. So lassen sich Risse oder Trockenheit gut heilen.

▷ Ideen für Aktivitäten mit deinem Hund im Winter

Mein idealer Winterurlaub mit Hund besteht aus vielen gemütlichen Abenden vor dem Kamin.

  • Unternimm mit deinem Hund einen Spaziergang, um mit ihm die Nachbarschaft zu erkunden. Behalte dabei die Temperatur und das Wetter im Auge, um die Länge deines Spaziergangs zu bestimmen und um festzustellen, ob dein Hund möglicherweise zusätzlichen Schutz wie einen Mantel oder Stiefel benötigt.
  • Bleib einfach gemütlich im Haus und spielt. Wenn das Wetter für Aktivitäten im Freien nicht ideal ist, kannst du ruhig ohne schlechtes gewissen zuhause bleiben und mit deinem Hund spielen. Puzzlespiele zur Futterausgabe sind eine wunderbare Möglichkeit, Hunde bei schlechtem Wetter geistig anzuregen. Es gibt jetzt eine Vielzahl von Futterpielzeugen auf dem Markt, wie Pipolino oder Trixie Dog.
  • Tobt im Schnee herum. Viele Hunde genießen es, im Winter durch den Schnee herumzutollen. Wenn du aus dem Schnee ins Haus zurückkehrst, achte darauf, Pfoten, Ohren, Gesicht und Fell deines Hundes abzuwischen, damit sich kein Eis an Stellen verkeilt, die Erfrierungen verursachen können.

▷ Weitere Tipps für deinen Winterurlaub mit Hund

Hab immer genügend Vorräte dabei, egal was ihr nun unternehmen solltet, wie faltbare Wasserschüsseln oder ein paar Leckerlis. Genau wie du auch braucht auch dein Hund tagsüber ein wenig Treibstoff, um die Energie aufrechtzuerhalten und die Reise genießen zu können. Solltest du einen längeren Ausflug unternehmen, wie eine lange Wanderung in den Bergen oder im Wald, sind ein Erste-Hilfe-Kasten und zusätzliche Vorräte (nur für den Fall der Fälle) immer eine gute Idee.

Braucht man einen GPS-Tracker?

Ich bin jemand, der bei einem Urlaub mit Hund gerne auf Nummer Sicher geht. Ich halte deshalb den Tractive GPS-Tracker für eine gute und günstige Investition. Fahr ich mit meinem Hund in ein unbekanntes Gebiet, fällt mir so eine Last ab, da du dank des GPS-Ortungssystems deinen Hund schnell wiederfindest, sollte er mal verloren gehen.

Dein Hund muss nur kurz abgelenkt sein und sich im Schnee verlaufen. Das kann schnell mal passieren. Manche Hunde sind eher abenteuerlustig und man weiß nie ganz genau, wie sich ein Hund umgeben von weiter Natur verhält. Den Tracker bringst du ganz einfach am Halsband an und fertig.

In der Dunkelheit Reflektoren tragen

Sorge dafür, dass Autofahrer sowohl dich als auch deinen Hund immer gut sehen. Ein Leuchthalsband für deinen Hund und Reflektoren an Jacke und Hose bei dir sorgen für Sicherheit bei beiden.

Vor Erkältungen schützen

Ja, auch Hunde können sich erkälten! Bei einem  Urlaub im Schnee mit Hund in kälteren Gegenden kann das schnell passieren, wenn sie zum Beispiel zu lange auf kaltem Untergrund liegen. Blasenentzündung und Grippe sind mögliche Folgen. Das ist ähnlich wie beim Menschen. Atemwegsinfektionen können so entstehen. Bei kalten Temperaturen sollte dein Hund deshalb immer in Bewegung bleiben. Wird er nass, sollte er so schnell wie möglich abgetrocknet werden.

Trotz aller Vorbereitung sollte aber immer der Spaß im Mittelpunkt stehen! Ein Winterurlaub mit Hund ist ein schönes Abenteuer, auf das man sich freuen sollte – egal, ob der Hund nun zu den Überfliegern in der Hundeschule gehört oder nicht 😉