Hundephysiotherapie – Wann sie Sinn macht

Vielleicht hattet ihr wie ich auch schon die ein oder andere Sportverletzung. Dann ist ein Besuch, oder eher gesagt sind mehrere Besuche bei einem Physiotherapeut leider unausweichlich. Die Physiotherapie für Hunde ist gar nicht so unterschiedlich zur Physiotherapie von Menschen. Es geht auch bei unseren Fellnasen darum, die Funktion und Mobilität von Gelenken und Muskeln zu verbessern. 

Hundephysiotherapie – Was ist das überhaupt?

Ob Gelenk, Muskel oder Knochen: Auch Hunde können sich leider schnell mal verletzen. Um den Heilungsprozess dann zu verbessern und zu beschleunigen, sollte eine Hundephysiotherapie begonnen werden. Diese kann Schmerzen reduzieren und die Genesung nach Verletzungen, Operationen, degenerativen Erkrankungen, altersbedingten Krankheiten und Fettleibigkeit verbessern.

Die Vorteile von Tierphysiotherapie auf einen Blick:

  • Verbessert die Balance beim Hund
  • Stärkt die Muskeln
  • Mehr Beweglichkeit und Mobilität
  • Verbessert die Fitness
  • Bessere Durchblutung
  • Bessere Atmung
  • Der Hund wird leistungsfähiger

Wann wird Hundephysiotherapie eingesetzt?

Der häufigste Grund, warum ein Hund zur Physiotherapie sollte, sind Gelenkprobleme. Besonders oft sind es große Rassen wie Doggen, die unter solchen Problemen leiden und dadurch in ihrer Bewegung stark eingeschränkt werden können. Im Idealfall wartet man nicht erst darauf, dass Probleme auftreten und geht dann zum Tierphysio. Wenn du weißt, dass die Rasse deines Hundes generell anfälliger ist für Gelenkprobleme, lohnt es sich, präventiv zum Physiotherapeuten zu gehen. Am besten dann, wenn der Hund noch jung ist.

Ein Überblick, wann Hundephysiotherapie sinnvoll ist und was sie machen kann:

  • Linderung von Gelenkbeschwerden bei z.B. Bandscheibenvorfällen, Arthrose oder Arthritis
  • Schutz der Gelenke sowie der Prävention
  • Schmerzlinderung und Nachsorge nach Operationen sowie Überbelastungen
  • Wiederherstellung gesunder Bewegungsabläufe bei Lähmungserscheinungen
  • Aufbau und Erhalt der Muskeln
  • Verbesserung der Durchblutung bei Verspannungen
  • Steigerung der Beweglichkeit im Alter
  • Behandlung von Narben
  • Heilung von Lymphsystemerkrankungen

Wie läuft die Hundephysiotherapie ab?

Zuallererst muss sich der Therapeut ein genaues Bild über die körperliche Verfassung deines Hundes machen. Ein Erstgespräch würde bei dir zu Hause stattfinden, um den Stress beim Hund zu reduzieren.

Bei dem Gespräch wirst du den Physio über etwaige Vorerkrankungen aufklären und allgemein über den Gesundheitszustand deines Hundes sprechen. Geht es um eine genaue Verletzung und hast du vielleicht Röntgenbilder oder Laboruntersuchungen vom Tierarzt bekommen? Dann lohnt es sich, diese gleich griffbereit zu haben.

Das Erstgespräch findet häufig in den eigenen vier Wänden statt

Auf das Gespräch mit dir folgt eine Ganganalyse beim. So kann sich der Tierphysiotherapeut ein genaues Bild machen, was Bewegungsablauf und Körperhaltung betrifft. Gibt es Fehlstellungen oder Beschwerden, wird der Physiotherapeut sie mit Sicherheit dann schon erkennen können.

Daraufhin wird der Hundephysiotherapeut den Körper des Tieres genau abtasten. So können Schmerzpunkte, Verspannungen oder Muskelverkürzungen erkannt werden. Nach dieser eingehenden Untersuchungen erarbeitet der Hundephysiotherapeut einen individuellen Behandlungsplan. Mit dir wird er die möglichen Therapiemaßnahmen besprechen.

Diese Arten von Hundephysiotherapie gibt es

Hat sich der Physiotherapeut ein genaues Bild gemacht, wird gemeinsam mit dir eine Therapie besprochen. Es kann nicht schaden, wenn sie dir schon vorher geläufig sind. Deshalb stelle ich sie dir kurz die wichtigsten Therapien vor. Die Hundephysiotherapie entwickelt sich stetig weiter und es kommen immer neue Therapiemöglichkeiten hinzu. Was es so alles gibt, zeige ich dir hier:

Passive Bewegungsübungen

Bei der sogenannten „Passiven Bewegungsübungen“ wird durch Beugung und Streckung des Gelenks bis zu seinen Grenzen erreicht. Es ist wichtig für den Physiotherapeuten, das Gelenk nicht über seine normalen Grenzen hinaus zu dehnen. Diese Technik wird eingesetzt, um die Tiere zu ermutigen, den vollen Bewegungsumfang der Gelenke zu nutzen. Diese Therapietechnik kann den Bewegungsumfang eines Tieres deutlich erhöhen und Gelenkschmerzen verringern, wodurch sich seine Lebensqualität verbessert. Es gibt Hundeeltern, die auch selbst Hand anlegen. Aber ich persönlich würde das immer den Profis, sprich den Tierphysios überlassen.

diese hundephysiotherapien gibt es

Hand anlegen: Professionelle Hundephysiotherapeuten wissen genau, wie weit sie die Gelenke deines Tieres belasten können.

Koordinationsübungen

Koordinationsübungen helfen, das Bewusstsein eines Tieres für seine Umgebung zu verbessern. Habt ihr den Begriff „Cavaletti“ schon einmal gehört? Das ist eine Übung, bei der ein Tier über Hindernisse laufen muss, wie die Hürden im Reitsport. Da kommt das Wort nämlich auch her. Bei Cavaletti muss sich der Hund genauestens darauf konzentrieren, wo er seine Pfoten platziert. Auf diesem Weg wird seine Koordination verbessert. Und so können auch Verletzungen vorgebeugt werden. Wenn du für so ein Training nicht extra zum Hundesportverein möchtest, kannst du das auch zu Hause probieren. Eigentlich brauchst hierfür du nur ein paar Stangen, über die dein Hund rüberspringen muss. Ich z. B. habe mir einfach ein paar günstige Besenstiele (2 EUR das Stück) aus dem Drogeriemarkt gekauft und sie nebeneinander, leicht erhöht hingelegt. Hat super funktioniert!

Gleichgewichtsübungen

Gleichgewichtsübungen können insbesondere bei Tieren, die sich von einer Operation erholen, nützlich sein. Dabei werden Geräte eingesetzt, die schwache Muskeln stärken und von Gewebeschwund betroffene Gliedmaßen aufbauen sollen. Diese Übungen umfassen das Balancieren auf Physiobällen, Wackelbrettern und Balancebrettern.  Diese Übungen können auch für Hund mit neurologischen Erkrankungen hilfreich sein. Ein Schlaganfall beispielsweise kann zu einer verminderten Koordinations- und Gleichgewichtsfähigkeit beim Hund führen. Gleichgewichtsübungen beim Hund gelten mit als stärkste Waffe gegen Verletzungen. Das ist genau wie beim Menschen. So werden „verkümmerte“ Muskelgruppen gestärkt. Sie sind zwar nicht die spaßigsten Übungen, aber halt wahnsinnig wirksam.

hundephysio

Die Balance macht’s: Im Gleichgewicht zu bleiben ist auch für Hunde äußerst wichtig

Elektrische Stimulation

Elektrische Stimulationstechniken verwenden elektrische Ströme, um entweder Muskeln zu stimulieren oder Schmerzen zu bekämpfen. Die sogenannte „neuromuskuläre Elektrostimulation (NMES)“ wird häufig eingesetzt, um die Muskelkraft oder Motorik des Hundes zu verbessern. Eine andere Art der Elektrotherapie kann zudem eingesetzt werden, um mögliche Schmerzen beim Tier zu linden. Doch diese Techniken sind eher als Zusatz gedacht.

Hydrotherapie

Bei Hydrotherapietechniken wird Wasser als Hilfsmittel zur Verbesserung der Muskel- und Gelenkfunktion eingesetzt. Zu diesen Techniken gehören unter anderem Schwimmen und ein Unterwasserlaufband. Das Unterwasser-Laufband wird häufig in der Tierphysiotherapie eingesetzt. Es bietet die Vorteile von Landübungen, während das Gewicht, das auf den Gliedmaßen des Tieres lastet, verringert wird. Schwimmen ermöglicht es dem Tier, mehrere Muskeln gleichzeitig zu trainieren und sich dabei weiter zu dehnen, als es das Gehen an Land erlauben würde. Dies hilft beim Aufbau von Muskeln und Ausdauer und ist eine Technik, die die Belastung für die Gelenke minimiert.  Unterwasserlaufband und Schwimmen können bei Hunden, die sich von einer Operation erholen, sehr nützlich sein.

tierphysiotherapie im wasser

Übungen im Wasser sind besonders gelenkschonend: Das gilt bei Hunden wie bei Menschen.

Physio-Produkte für das Training zu Hause

Im Zweifel suche ich persönlich immer Rat bei den Profis, ob Tierärzte oder Hundephysios. Aber es kann nicht schaden, sich auch selbst mit dem Thema Hundephysiotherapie auseinanderzusetzen. Wie gesagt kann man auch selbst Übungen mit dem Hund zu Hause machen!

Ein „Balance Igel“ oder auch Balance Pod sieht, wie der Name schon erahnen lässt, ein wenig so aus wie ein Igel. Dieses eine flache Seite als Standfläche für ein Ganzkörpertraining und eine genoppte Seite zur Nervenstimulation. Durch die verschiedenen Oberflächen gibt es unterschiedliche Schwierigkeitsgrade. Liegt die flache Seite auf dem Boden, ist es für deinen Hund einfacher darauf zu stehen, als die runde, genoppte Seite liegt auf dem Boden, wodurch dein Hund sein Gleichgewicht mehr ausbalancieren muss. Nimmst du etwas Luft raus, kannst du den Schwierigkeitsgrad sogar noch weiter erhöhen.

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Dieser Donut bietet dutzende Trainings- und Beschäftigungsmöglichkeiten für deinen Hund. Du hast bestimmt schon von Balancekissen gehört, die oft bei Menschen in Reha genutzt werden. Wie gesagt, sind sich Menschen und Hunde gar nicht unähnlich beim Thema Physio, und deshalb gibt es solche Reha-Möglichkeiten auch für Hunde – und sie funktionieren auch dort! Durch das Gleichgewichtstraining mit diesem Donut kannst du die Muskulatur wie Koordination deines Hundes stärken?

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Das Tolle an diesem Buch ist, wie einsteigerfreundlich es ist. Hundeeltern werden viel Hilfreiches darin finden, aber selbst Hundephysios können noch was lernen. Es bietet sehr viel Hintergrundwissen, um individuelle Trainingspläne auszuarbeiten, die auf die speziellen Bedürfnisse des jeweiligen Hundes angepasst werden. Auch auf Hunde mit speziellen Bedürfnissen, wie Welpen, Senioren oder Hunde mit Handicaps wird hierbei eingegangen. Im Vordergrund stehen aber immer Spaß und Abwechslung! 

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FAQ – Häufig gestellte Fragen

Falls bei dir jetzt immer noch Fragezeichen überm Kopf stehen, hier ein paar der häufig gestellten Fragen zum Thema:

Was kostet Hundephysiotherapie?

Das ist von Therapeut zu Therapeut zwar recht unterschiedlich. Einige Krankenversicherungen für Hunde übernehmen die Kosten(oder immerhin einen Teil der Kosten) für Hundephysiotherapie, manchmal nur unter bestimmten Bedingungen: ausschließlich als Rehamaßnahme nach Operationen, durchgeführt durch einen Tierarzt. Bei Prävention und alternativen Behandlungen könnten sich die Versicherer durchaus querstellen.

Fragst du dich, ob Hundephysiotherapie nützlich ist?

Kurzum: Ja, Hundephysio ist sehr nützlich. Es hilft Hunden wie gesagt nicht nur nach Verletzungen, sondern hilft diese auch vorzubeugen.

Wo finde ich einen Hundephysio in meiner Nähe?

Über unsere App natürlich! Schau weiter unten, da ist ein Link zur App. Da kannst du dann auf unserer digitalen Karte auf einen Blick sehen, welcher Hundephysio in deiner Nähe ist!


Mehr Inhalte zum Thema Hundephysiotherapie und Hundegesundheit

Wenn du wie ich bist und immer mehr über Hunde und ihre Gesundheit wissen willst, solltest du dir diese Artikel anschauen.


Deine Erfahrungen mit Hundephysiotherapeuten

Kennst du einen oder bist du gar selbst ein genialer Hundephysio, und willst das der Welt nicht länger vorenthalten? Dann kannst du in sekundenschnelle den Spot in unserer App eintragen! Oder schreib uns gerne eine E-Mail an feedback@dogsplaces.de oder verrate es in den Kommentaren dieses Artikels.

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Gute Frage: Wie alt wird ein Hund heutzutage eigentlich?

Vielleicht ist es der einzige Fehler, den Hunde haben (und dafür können sie nicht einmal was): Sie leben viel kürzer als wir Menschen. Wir alle wünschen uns glaube ich, dass unsere Fellnasen für immer an unserer Seite bleiben. Doch dank moderner Medizin werden auch Hunde immer älter. Wie alt genau und welche Unterschiede Gewicht, Größe oder Rasse bei der Lebenserwartung von Hunden so ausmachen, erfährst du hier! 

wie alt wird ein hund

 

Bestimmt hast du schon vom „Hundealter“ gehört und einer Rechnung, wie man das Alter eines Hundes in das eines Menschen überträgt. So soll ein Hundejahr sieben Menschenjahren entsprechen. Aber das ist überholt und eigentlich nur die halbe Wahrheit.

Denn heutzutage berechnet man auch die Größe, das Gewicht und Rasse des Hundes mit ein. Deshalb ist eine pauschale Rechnung, die für alle Hunde gilt, gar nicht möglich. Denn ein Chihuahua wird im Durchschnitt deutlich älter als eine Dogge. Tatsächlich ist es so: je kleiner der Hund ist, desto älter wird er auch (im Regelfall).

Die Größe und die Rasse sind bei Hundealter entscheidend

Untersuchungen zeigen, dass größere Hunde im Vergleich zu kleineren Hunden eine kürzere Lebenserwartung haben. Zum Beispiel hat ein irischer Wolfshund eine durchschnittliche Lebenserwartung von sieben Jahren, während ein Jack Russell Terrier bis zu 13-16 Jahre alt werden kann.

Hast du einen Mischling zu Hause? Dann wird er wahrscheinlich ein längeres Leben haben, als es für reinrassige Hunde typisch ist. Darüber hinaus haben „Mischlinge“, die mindestens zwei Rassen und in der Regel ja noch mehr haben, generell weniger Gesundheitsprobleme. Aber das kann natürlich von Hund zu Hund ganz unterschiedlich sein.

Können Hunde über 20 Jahre alt werden?

Hunde werden nicht oft 20 Jahre alt, aber die Geschichte hat uns gelehrt, dass es möglich ist. Wie alt kann ein Hund werden? Also der älteste Hund, der jemals gelebt hat (und dessen Alter offiziell bestätigt wurde), war ein Australian Cattle Dog namens Bluey. Dieser bemerkenswerte Hund wurde 1910 geboren und erreichte ein erstaunliches Alter von 29 Jahren und 5 Monaten – weit mehr als die durchschnittliche Lebenserwartung für Hunde überhaupt, und für die Rasse sowieso. Der zweitälteste Hund, der je gelebt hat, ist ein Beagle namens Butch, der Berichten zufolge 28 Jahre lang, von 1975 bis 2003, lebte. Da es sich hier um einen Beagle handelt, gehe ich davon aus, dass er einfach aus reiner Sturheit so lange lebte 😉  Es gibt mehr als ein Dutzend weiterer sensationeller Seniorenhunde, die mindestens 20 Jahre oder älter wurden. Also besteht Hoffnung, dass deine Fellnase ein richtig langes Leben haben könnte 🙂

Umrechnung Hundejahre in Menschenjahre (nach Pouchelon – 1998)

Wie vorher erwähnt, ist die Berechnung des Hundealters in Menschenjahre gar nichts so einfach. Unter Berücksichtigung all dessen, was wir zuvor gesagt haben, wird heute angenommen, dass die ungefährste Berechnung die von Pouchelon von 1998 ist. Hier siehst du die Hundealter-Tabelle nach Rassengrösse:

Hundejahre in Menschenjahre Tabelle

🔵 junges Tier
🟢 ausgewachsene Tier
🟠 senior Tier
🔴 altes Tier

Kann man die Hundealter Bestimmen?

Der Übergang eines Hundes ins hohe Alter kann sich leider oft sehr schleichend vollziehen. In der einen Minute scheint dein Haustier noch ein verspielter, ungestümer Welpe zu sein, und in der nächsten sind sie im Rentenalter und nähern sich dem Lebensabend. Das erste Anzeichen, das viele Menschen bemerken, ist eine Veränderung im Energie- und Aktivitätsniveau ihres Hundes.

Aber wie kannst du das Alter deines erwachsenen Hundes bestimmen, wenn du nichts über ihn weist und ihn im Erwachsenenalter, vielleicht aus dem Tierheim mit nach Hause genommen hast?  Das ist leider keine exakte Wissenschaft. Die Anzeichen des Alterns bei erwachsenen Hunden je nach Rasse, Lebensstil und medizinischer Vorgeschichte können sehr unterschiedlich sein.

Dein Tierarzt ist natürlich am besten in der Lage, das Alter deines Hundes einzuschätzen.

Was bestimmt die Lebenserwartung eines Hundes?

Die gute Nachricht vorweg: Wir als Hundeeltern können dafür sorgen, dass unsere Hunde länger leben! Auch wenn unsere Lieblinge dadurch auch nicht unsterblich werden, so können sie ein längeres und erfüllteres Leben bekommen. Aber dank der wissenschaftlichen Forschung können unsere Hunde vielleicht länger leben als je zuvor (und nein, ich rede nicht davon, deinen Hund zu klonen). Wir wissen jetzt, wie wir uns besser um unsere Hunde kümmern können, damit sie länger, gesünder und glücklicher leben. Im Folgenden zeige ich dir, wie das geht. Aber bestimmt machst du das meiste davon sowieso schon!

1. Pflege

Ein Hund mit der richtigen, nahrhaften Ernährung und Bewegung kann länger leben als einer ohne. Darüber hinaus können regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen beim Tierarzt  zu einem gesunden Hund mit einer längeren Lebenserwartung führen.

2. Ernährung

Die Ernährungsbedürfnisse von Hunden entwickeln sich mit dem Alter des Hundes. Das Hundefutter, das er frisst, wird sich zwangsläufig ändern müssen, wenn er vom Welpen zum erwachsenen Hund und schließlich zum Seniorhund wird.

Mehr über die richtige Hundeernährung

Auf dem Markt gibt es altersspezifische Hundenahrung. Am besten lässt du dich da von deinem Tierarzt beraten, welche Art von Futter für den Hund und sein Alter am besten geeignet ist.

3. Zahnpflege

Wir haben nicht nur mehr darüber gelernt, was Hunde fressen sollten und was nicht, sondern auch, dass die richtige Zahnpflege entscheidend ist, um Zahnfleischerkrankungen und die damit verbundenen Komplikationen zu vermeiden, die mit Karies und Zahnfleischentzündungen bei Hunden einhergehen. Tierärzte untersuchen heute regelmäßig die Zähne von Hunden und empfehlen professionelle Zahnreinigungen, um Hunde gesund zu halten.

Mehr über die richtige Zahnpflege deines Hundes

Wir wissen auch, dass die tägliche Zahnpflege hilft, Schäden durch Zahnfleischerkrankungen zu reduzieren und viele Gesundheitsprobleme bei Hunden zu verhindern – wie Zahnstein, Abszesse, Zahnverfall, Schmerzen, Mundgeruch, Herzerkrankungen und Infektionen.

4. Gelenke

Die Pflege der Gelenke deines Hundes hilft, ihn aktiv zu halten. Und ein aktiver Hund ist ein gesunder Hund. Wir können die Gelenkfunktion bei Hunden durch regelmäßige Bewegung und durch die Ernährung unterstützen. Hunde jeder Rasse und Größe können Gelenkprobleme haben, und da sie uns nicht sagen können, wenn ihre Gelenke schmerzen, müssen wir uns durch vorbeugende Maßnahmen und regelmäßige tierärztliche Untersuchungen um sie kümmern.

Wassergymnastik ist eine wunderbare Option für Hunde, da die gelenkschonende Bewegung im Wasser den Muskelaufbau fördert, ohne die Gelenke zu belasten. Spreche mit deinem Tierarzt über gelenkschonende Aktivitäten für deinen Hund, wenn du befürchtest, dass er Schmerzen oder Steifheit in seinen Gelenken hat.

Wie alt kann ein Hund werden? - Lebenserwartung Hunde

Wie alt wird ein Hund? Nie alt genug

Wir lernen immer mehr über unsere pelzigen Freunde. Immer mehr darüber, wie sie ticken, was sie essen sollten, wie man sie richtig erzieht und noch viel mehr. Nicht nur Tierärzte scheinen ihr Wissen über diese faszinierenden Tiere jedes Jahr verdoppeln zu können. Medizin und Wissenschaft machen große Sprünge, und davon profitieren nicht nur Menschen, sondern auch unsere Lieblingshaustiere. Und wer weiß, vielleicht wird sich das eines Tages auch positiv auf ihre Lebensdauer auswirken. Seien wir einfach dankbar für jeden Tag mit ihnen.

Zahnstein bei Hunden – Das hilft wirklich

Es ist nicht unbedingt das appetitlichste Thema, aber es ist eines, das Tiereltern nicht vermeiden sollten. Zahnstein bei Hunden sieht nicht nur unschön aus, sondern kann zu ernsthaften gesundheitlichen Problemen führen. Es dauert nicht lange, bis er sich bildet, und er macht sich sofort an die Arbeit. Also gilt es, sich um den Zahnstein zu kümmern, bevor er Schaden anrichten kann. Doch was hilft wirklich? 

Das Problem mit Zahnstein – was ihn so gefährlich macht

Wer würde denken, dass Zahnstein bei Hunden ein solches Problem darstellen würde? Aber die Sache mit dem Zahnstein ist, dass er nicht so anfängt. Tatsächlich beginnt er seine Reise auf den Zähnen deines Hundes als Plaque, die sich bereits Stunden nach dem Fressen eines Hundes zu bilden beginnt. Wenn sich die Plaque mit den Salzen im Hundespeichel verbindet, baut sie sich auf und härtet aus: Sie wird zu Zahnstein! Und Zahnstein ist wie ein Türöffner für Zahnprobleme und Zahnfleischerkrankungen –  Schmerzen, Krankheiten und einer Vielzahl von teuren Arztrechnungen können die Folge sein. Das will niemand. Deshalb solltest du das Problem schon im Keim ersticken.

Aber die Zähne sind nicht das Einzige, um das man sich sorgen muss. Wenn sich der Zahnstein entlang des Zahnfleischsaums bildet, drückt er das Zahnfleisch von den Zähnen weg. Dadurch werden die Zahnwurzeln freigelegt, die nicht mehr von Zahnschmelz bedeckt sind. Da die Wurzeln nicht mehr geschützt sind, sind sie anfällig für Empfindlichkeiten, was dem Hund Schmerzen und Unbehagen bereitet.

Man muss sich das einfach so vorstellen: Der Zahnstein an den Zähnen kann nur der Teil sein, der für uns sichtbar ist. Dort wird will er nicht lange verharren, sondern breitet sich irgendwann aus. Deshalb kann man gar nicht früh genug handeln.

Wie kriegt man Zahnstein bei Hunden in den Griff?

Lasse es nicht zu, dass der Zahnstein im Maul deines Hundes die Oberhand gewinnt. Keine Sorge, man ist da nicht hilflos. Es gibt viele Dinge, die helfen.

Die Zähne des Hundes selbst putzen

Putzen die Zähne deines Hundes so oft wie möglich. Idealerweise erfolgt die Zahnreinigung sogar täglich, da Zahnbelag bereits nach drei bis fünf Tagen zu Zahnstein werden kann.

Kommen auch Fellnasen nicht drum herum: Die Zähne sollten gründlich und oft geputzt werden – am besten täglich.

Kommen auch Fellnasen nicht drum herum: Die Zähne sollten gründlich und oft geputzt werden – am besten täglich.

Dank dieser Produkte wird das Putzen weniger aufwendig:

Elektrische Zahnbürste: Mit Ultraschall-Technologie gehts dem Zahnstein an den Kragen. Du kannst ohne zu Schrubben die Zähne sowie das Zahnfleisch deines Hundes so bequem reinigen.

Zahnfingerling: Die Borsten sind weich und schonen das Zahnfleisch des Hundes. Viele schwören auf diese Fingerlinge und sagen, sie würden Hunden mehr gefallen als herkömmliche Zahnbürsten

Hundezahnbürsten Viererpack: Das Silikonmaterial, das diese Bürsten verwenden, eignet sich gut zum Massieren des Zahnfleisches, zum Entfernen von Plaque und Speiseresten.

Als zusätzliche Alternative kann auch ein Dentalspray genutzt werden.

Lass deinen Hund sich die Zähne selbst putzen – quasi

Kaufe hierfür z. B. echte, rohe Knochen – weiche Plaqueablagerungen auf den Hundezähnen werden so abgeschabt. Wenn es darum geht, den Hund zu beschäftigen und zu unterhalten, sind Kauspielzeuge eine der besten Lösungen. Wenn du deinem Hund ein Kauspielzeug zur Verfügung stellst, befriedigst du damit seinen natürlichen Instinkt zu kauen, beschäftigst ihn zugleich und hilfst dabei, seine Mundgesundheit zu verbessern. Hunde jeden Alters erkunden die Welt durch ihre Zähne. Bei Welpen lindert das Nagen auf natürliche Weise den Zahnungsschmerz,  erwachsene Hunde stimuliert es geistig. Kauen ist der natürliche Weg für Hunde, ihre Zähne zu reinigen, da das ständige Kauen Plaque von den Zähnen abkratzt.

hund zahnstein

Macht deutlich mehr Spaß, als die Zähne geputzt zu bekommen: Hunde lieben es zu kauen.

Hunde können durchs Kauen ihre eigenen Zähne von Plaque befreien. Nicht nur Knochen helfen. Diese Produkte sind ebenfalls mega nützlich:

Hirschgeweih: Ein Hirschgeweih hilft nicht nur dabei die Zähne gesund zu halten. Sie sind sehr reich an Eiweiß und Mineralien wie Eisen und Kalzium sowie fettarm und bilden eine perfekte Ergänzung für jede Tierernährung.

Kauknochen aus Kaffeeholz: Das Kauen am harten Kaffeebaumknochen kann den Zahnstein deines Vierbeiners abreiben und seine Kaumuskeln stärken. Besteht aus nachwachsendem Kaffeeholz und kommt ganz ohne Chemie und künstliche Zusätze aus.

Kausticks: Eine Wunderwaffe? Diese Kausticks bestehen aus natürlich antibakteriellem Peptidkomplex- dieser lagert sich an Zellwände der Plaquebakterien– so können sie sich nicht mehr vermehren.

Whimzees-Kauartikel: 100% natürliche Hilfe gegen Zahnstein beim Hund. Wie cool ist bitte das Krokodil? Muss man einfach haben.

Yak-Käsestange: Wie jetzt, Käse für den Hund? Durch seine spezielle Trocknung ist der Yak-Käse fettarm, leicht verdaulich und die Milchsäurebakterien unterstützen den Darm positiv.

Wie so häufig: Im Zweifel zum Tierarzt

Die wohl erfolgreichste Art, die Mundgesundheit deines pelzigen Freundes zu schützen, sind regelmäßige professionelle Zahnreinigungen bei deinem Tierarzt. Tierärzte sind in der Lage, Zahnprobleme zu erkennen, ihnen vorzubeugen und sie zu behandeln –  andernfalls könnten die möglicherweise unbemerkt bleiben. Die meisten Hunde müssen mindestens einmal pro Jahr untersucht und gereinigt werden, damit der Tierarzt auf frühe Anzeichen für ernsthafte Probleme achten kann.

Wie du siehst, ist Zahnstein bei Hunden alles andere als ein rein kosmetisches Thema. Man muss da wirklich auf der Hut sein, dass Zahnstein dem Hund keinen Schaden zufügt – und sich im besten Fall gar nicht erst bildet.

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